Portrait – Thule Ausrüstung transportieren mit Dachbox, Rucksack oder Fahrrad


 
02.04.15
 

Thule = Dachbox = Auto! Bis zur vorletzten OutDoor in Friedrichshafen war Thule bei uns irgendwie immer mit dem Thema Auto verknüpft. Doch nach einem zufälligen Stop am Stand beim Verlassen der Messe und mit Blick auf die Produkt-Range samt Rucksäcken und Co. änderte sich das schlagartig. Und so wurde für die darauf folgende ISPO in München direkt ein Termin ausgemacht. Dort bekamen wir von Jochen Halm (Produkt Management Outdoor) einen Überblick über das gesamte Sortiment und durften uns Ende letzten Jahres sogar vor Ort in Neumarkt in der Oberpfalz selbst ein Bild davon machen, in welchen Bereichen Thule mittlerweile aktiv ist.

Vor-Ort Termin mit persönlicher Begrüßung des Werksleiters

Der Vor-Ort Termin bei Thule in der Oberpfalz startete mit einer spontanen Werksbesichtigung vom Werksleiter Alex Emmerling höchstpersönlich. Den Blick hinter die Kulissen der Dachbox-Produktion ließen wir uns natürlich nicht entgehen und nach rund einer Stunde hatten wir einen guten Einblick bekommen, wie viel Know-how und Arbeit in einer einzelnen Dachbox steckt. Diverseste Gussformen für die verschiedenen Modelle und die Technik, mit der die Boxen „geformt“ werden, waren durchaus beeindruckend. Neben den eigenen Dachboxen werden auch als Whitelabel die eigens entworfenen Modelle für z.B. Audi und BMW gefertigt – nur um zwei bayerische Autohersteller neben den vielen anderen Fahrzeugmarken zu nennen. Um dem eigenen Anspruch genüge zu werden und damit die hohe Qualität durchgehend gewährleistet ist, wird in einer eigenen Testkammer und unter strengeren Vorgaben als es der Standard vorsieht, jede Charge auf Herz und Nieren geprüft. Vom Sturztest im normalen Zustand bis hin zum Aufprall-Verhalten bei eingefrorener Oberfläche, um den Wintereinsatz zu simulieren.

Thules Produktportfolio: Stärkerer Fokus auf Outdoor

Nach so vielen Eindrücken ging es zurück in den Showroom, wo uns Jochen Halm und Nick Becker (Sales Manager Central Europe Sport & Active with Kids) bei Kaffee & Keksen einen Rückblick auf die Geschichte von Thule gaben. So erfuhren wir u.a., wie sich das Unternehmen bis heute entwickelt hat und ihr bis dato verfügbares Produktsortiment enorm erweiterte.

So hat sich in den letzten fünf Jahren viel getan im Bereich Fahrrad und Rucksäcke. Seit 2011 gehört Chariot mit seinen multifunktionalen Kindertransportern zur Thule Group. Dieser ‚Transformer‘ unter den Fahrradanhängern kann außerdem in einen klassischen Buggy oder Jogger sowie mithilfe eines Bauchgurtes in einen Anhänger zum Wandern oder zum Ski-Langlauf umfunktioniert werden. Neben Kindersitzen und reinen Sportbuggys finden sich im Fahrradsegment aber auch noch Packtaschen (Pack ’n Pedal) mit einer speziellen Lösung zur Befestigung am Bike. Zudem sind mittlerweile auch Transporttaschen für Fahrräder, Gepäckträger und diverse Accessoires mit im Programm. Getreu dem Motto ‚Bring your life!’ sollen aktive Familien und Outdoor-Begeisterte bei ihren jeweiligen Aktivitäten maximal unterstützt werden und hierfür nur das beste Equipment zur Verfügung haben, um die eigene Ausrüstung sicher und einfach überhall hin transportieren zu können.

Neu im Sortiment bei Thule: Funktionale Rucksäcke

Seit diesem Jahr neu auf dem Markt in der Kategorie Gepäck und Taschen sind die Funktionsrucksäcke. Bereits im Sortiment sind Kamera-Rucksäcke und -taschen, Toploader sowie Kamerataschen für Actioncams, aber mit den ‚echten‘ Rucksäcken für Touren beschreitet Thule vollkommen neue Pfade. Die ersten zwei Modelle dieser neuen Produktkategorie sind der Rucksack Guidepost Trekking, den es in einer 65, 75 (Damen und Herren) und 88 (nur Herren) Liter Ausführung gibt und der Capstone Hiking in der 22, 32, 40 und 50 Liter Version – jeweils für Damen und Herren erhältlich.

Speziell beim Lastenesel Guidepost hat uns ein Feature sehr gut gefallen: Der QuickFit-Schultergurt, bei dem sich in drei verschiedenen Einstellungen die Schulterbreite anpassen lässt. Denn in der Vergangenheit gab es durchaus den ein oder anderen Rucksack am Mann, bei dem sich vollgepackt nach 1-2 Stunden die ersten Striemen im Schulterbereich abzeichneten. Das könnte mit diesem System passé sein. Das TransHub Tragesystem mit dem beweglichen Hüftgurt sollte sich auch positiv auf das Tragegefühl auswirken. Aktuell haben wir dazu aber nur einen ersten Eindruck in Form einer ‚Trockenübung‘ und können noch keine genauere Aussage treffen. Thule hat uns den Guidepost-Rucksack immerhin für einen Test zur Verfügung gestellt, weshalb wir schon jetzt auf die erste Tour mit vielen Kilos auf dem Rücken gespannt sind. Ein entsprechender Testbericht wird also bald folgen. Stay tuned.


Thule History: Von der Fischreuse zum Outdoor-Spezialisten

Angefangen hat alles 1942 als Erik Thulin in Hillerstorp (in der Gemeinde Gnosjö, bekannt für den Gnosjöandan oder Gnosjö-Geist – die Gegend zeichnet sich für sein Unternehmertum aus) beginnt, Produkte für Fischer herzustellen. Nach ersten Ski- und Dachträgern kommt 1977 die legendäre Dachbox TB 11 auf den Markt. Surfbretter werden ab 1983 transportiert und ein paar weitere Dachboxen später gibt es ab 1992 den ersten Fahrradträger von Thule zur Montage auf einer Anhängerkupplung. Seit 1997 ist Thule der weltweit größte Hersteller von Dachboxen und bis heute hat sich, neben Schneeketten sowie Reise- und Wohnmobil-Zubehör, in den vier Hauptkategorien (Träger und Gepäckträger, Gepäck und Taschen, Hüllen und Taschen, Active with Kids) einiges an feinem Equipment angesammelt. Neben all der Ausrüstung hat sich mit der Thule Crew eine Gruppe von Markenbotschaftern aus den unterschiedlichsten Sportarten formiert. Sie alle eint der Glaube an ein Plus an Lebensqualität durch ein aktives Leben draußen an der frischen Luft und diesen Spirit leben sie als ‘Freunde’ von Thule vor.

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