Event – CinemaxX Sports / Moving Adventures Medien Shades of Winter – Sandra Lahnsteiner und ihre Leidenschaft für Tiefschnee


 
11.12.13
 

Gemäß dem Motto „Mehr als Kino“ bringen CinemaxX und Moving Adventures Medien einmal im Monat brandneue Extremsportfilme in einer exklusiven Kooperation auf die große Leinwand. Am 12. Dezember 2013 geht es gleich mit einem Doppel in die nächste Runde. Während Extremsnowboarder und The North Face Athlet Xavier de le Rue auf ‘Mission Antarctic’ geht und die Tücken einer Seefahrt überstehen muss, zeigen in dem Girls-Only-Streifen ‘Shades of Winter’ tollkühne Freeriderinnen, dass auch Skihasen durchaus Nerven wie Drahtseile besitzen.

Profi-Skihasen vs. seekranker Snowboard-Gigant

Deutschandpremiere feiern beide Streifen am Donnerstag, den 12. Dezember 2013 im Münchner CineMaxX-Kino, bei dem die Profi-Skifahrerin und Produzentin Sandra Lahnsteiner ihren neuesten Streich persönlich vorstellen wird. Darin päsentiert das österreichische Multitalent gemeinsam mit den besten Ski-Athletinnen der Welt  die atemberaubendsten Spots Japans, Alaskas und der Alpen – waghalsige Stunts inklusive. Dabei schlüpft sie erneut in eine Doppelrolle als Produzentin und Protagonistin, die mit namhaften Profi-Sportlerinnen wie Rachael Burks (USA), Lorraine Huber (AUT), Janina Kuzma (NZ), Matilda Rapaport (SWE), Caja Schöpf (GER) oder Pia Widmesser (GER) dem von Männern dominierten Skizirkus mehr als nur eine neue Attraktion hinzufügt.

Interview mit der Freeride-Athletin Sandra Lahnsteiner

Wir durften Sandra Lahnsteiner vorab bereits ein paar Fragen zu ‘Shades of Winter’ stellen und freuen uns schon jetzt auf traumhafte Bilder wagemutiger Freeride-Ladies.

Hallo Sandra, machen wir es kurz – du bist Profi-Freeriderin, hast Sportwissenschaften studiert und betreust alpine Skirennläufer als Mental- & Athletiktrainerin. Wie kommt man dann auf die Idee, auch noch Filmproduzentin zu werden?

Freeski-Filme haben mich immer schon begeistert. Als ich dann die Möglichkeit bekommen habe, selber in meinem ersten Freeski-Film mitzufahren, war ich von der Arbeit mit Filmern und Fotografen am Berg richtig fasziniert. Konnte ich dabei doch eine kreative Seite an mir entdecken. Mir macht das Spiel mit Kamera, Berg, Schnee, Licht und Schatten richtig Spass. Einen eigenen Film zu machen wie ‘As We Are’ (2010) war dann eigentlich schon eine etwas verrückte Idee, aber dass ich mit ‘Shades of Winter’ nun bereits mein drittes Werk selbst produziert habe, macht mich natürlich ziemlich stolz. Mir macht es einfach ungemein Spass, ein Projekt von Anfang bis zum Ende zu organisieren und zu betreuen. Es ist großartig, eine Idee zu realisieren, die dann auf der großen Leinwand viele andere Leute inspiriert. Und genau deshalb wird es im Herbst 2014 auch ein follow-up von ‘Shades of Winter’ geben.

Als weibliche Athletin und Filmproduzentin bist du in zweierlei Hinsicht in hauptsächlich von Männern dominierten Bereichen unterwegs – wirst du dahingehend eher als kleine „Prinzessin“ oder als selbstbewusste Revoluzzerin wahrgenommen?

Haha, weder Prinzessin noch Revoluzzerin würde ich sagen! Besonders ‘Shades Of Winter’ hat ja weltweit von erfolgreichen Filmproduktionen, Festivals und internationalen Athleten richtig viel gutes Feedback bekommen. Und mein Ziel war und ist es, dass mein Filmprojekt ‘Shades of Winter’ DIE Plattform für weltweit beste Freeskierinnen sind und das wird von allen Seiten als toll empfunden.

Mit ‘Shades of Winter’ kommt nun der erste rein mit weiblichen Athleten besetzte Ski-Actionfilm in die Kinos. Die Hommage an den leicht masochistisch angehauchten Bestseller im Titel ist dabei unverkennbar – Ausdruck von vielen Hürden, die man als weibliche Produzentin bei solch einem Projekt überwinden muss?

Nein, eigentlich nicht. 🙂 Shades sind ja übersetzt auch Abstufungen, Facetten und genau das sind eben meine “SHADES (!) of Winter”. Soll heißen: Ich wollte alle Facetten zeigen, die der weibliche Freeskisport zu bieten hat – vom Backcountry Powder über Freestyle bis hin zu Big Mountain Lines in Alaska.

Girls-Only ist die Devise des gesamten Streifens – mal ganz ehrlich, waren neben dir ausschließlich Frauen beteiligt oder konnte sich doch das ein andere männliche Wesen einschleichen?

Auf Seite der Protagonisten waren ausschließlich weibliche Freerider beteiligt. Zugegeben, bei der Produktion des Films selbst waren zwei Männer beteiligt, die eine richtig große Rolle gespielt haben. Zum einen der in München lebende Mathias Bergmann aus Fieberbrunn (Filmer und Director of Photography), mit dem ich nun schon seit meinem ersten Projekt erfolgreich zusammenarbeite. Und zum anderen Mario Feil aus Rosenheim (Beech Studios), der ‘Shades of Winter’ geschnitten hat und auch für die Fortsetzung in 2014 wieder als Filmer und Editor mit an Board sein wird. Die Beiden waren übrigens auch die einzigen Jungs, die permanent mit uns nach Japan, Canada, Alaska und durch die Alpen reisen durften. 🙂

Wie eingangs schon erwähnt arbeitest du auch als Mental-und Athletik-Coach. Hat dir das damit verbundene Wissen beim Dreh geholfen, um die Protagonistinnen zu Höchstleistungen anzuspornen?

Als Freeski-Athletin stehe ich selber immer wieder vor großen mentalen Herausforderungen wie eben zum Beispiel beim Big Mountain Skiing in Alaska. Da kommen mir meine Erfahrungen als Mental-Coach natürlich zugute. Und umgekehrt inspirieren meine Erlebnisse am Berg natürlich auch meine Arbeit mit anderen Athleten und Athletinnen.

Glaubst du, dass ‘Shades of Winter’ nachhaltig etwas in den Köpfen mancher Hardliner verändern wird, was die Akzeptanz von Frauen im harten Freeride-Segment angeht?

Ich kann nicht für die “Hardliner” sprechen aber auf alle Fälle hat das Niveau international für großes Aufsehen gesorgt, das wir Mädels speziell im Freestyle Segment von Nico Zacek’s Nine Queens Event und im Big Mountain Part Alaska im Film gezeigt haben! Ein paar Statements sprechen hier durchaus für sich. So hat mir zum Beispiel Felix Rioux, Co-Founder und President des IF3, eine Nachricht geschickt, in der er deutlich macht, dass ‘Shades of Winter’ für ihn die Karten im Freeskiing-Segment neu mischt. Der Film ist seiner Meinung nach das perfekte Beispiel für einen professionellen Skifilm mit rein weiblicher Besetzung, der sich vor keinem der aktuellen Skifilme verstecken muss. Dementspechend freut er sich schon heute auf mein nächstes Filmprojekt, dass dann hoffentlich auf möglichst vielen Festivals über die Leinwand flimmert. Und auch Ahmet Dadali (Profi-Skifahrer und Producer) drückt seine Anerkennung aus, indem er sagt, dass ‘Shades of Winter’ für ihn der erste “Frauen-Skifilm” ist, der ihn nicht zu Tode langweilt und der endlich auch etwas zu erzählen weiß. So zeigt er sich sogar überzeugt, dass es durchaus noch viele weitere solcher Filmprojekte braucht.

Was für mich jedoch auf jeden Fall am wichtigsten ist – und dabei will ich für alle Freeride-Athletinnen sprechen – dass wir nicht das Gefühl haben uns permanent mit den Jungs vergleichen zu müssen. Wir wollen lediglich zeigen, dass wir die gleiche Leidenschaft und die gleiche Motivation für unseren Sport besitzen wie unsere männlichen Kollegen. Schließlich pushen auch wir permanent unser Level und gehen dabei durchaus auch an unsere Grenzen.

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