Review – Blizzard Free Mountain Ski Der Bodacious beim Test-Wochenende im Pitztal


 
16.03.12
 

Blizzard hat mit seiner neuen Free Mountain Palette im letzten und diesen Winter für einiges Aufsehen gesorgt. Mit der ISPO-Award gekürten Flip Core Technologie, bei welcher der Holzkern des Skis incl. Vorspannung einfach umgedreht wird, hat man einen ganz eigenen Ansatz zum Thema Rocker gefunden. Wir hatten ein Wochenende lang die Möglichkeit bereits jetzt den Bodacious für die nächste Saison 2012/2013 auszuprobieren.

Am Pitztaler Gletscher hatten wir von Pulverschnee über zerfahrenes Gelände, Pisten in perfektem Zustand bis hin zu Bruchharsch fast alles geboten, was einem im Laufe des Winters so begegnet und damit ein optimales Testrevier. Der Bodacious ist ein Monster von Ski. Breit, hart, schwer. So präsentiert er sich auf den ersten Blick. Und macht damit von Anfang an klar, dass er nicht für Anfänger, sondern versierte Skifahrer mit Kraft in den Wadln gedacht ist. Der Bodacious will gefahren werden. Man muss ihm zeigen wo es lang geht, ansonsten übernimmt der Ski die Kontrolle. Wenn man das aber macht, bekommt man einen äußerst vertrauenserweckenden Spielgefährten. Der Ski hat eine richtig bissige Kante.

Auf der Piste lässt er sich erstaunlich gut Carven, wenn auch in – erwartungsgemäß – riesigen Radien. Der Rocker fängt auch bei hohen Geschwindigkeiten kaum an zu flattern. Abseits der Pisten ist der Bodacious eine Macht. In tiefem Pulver sowieso, aber gerade in zerfahrenem Schnee spielt er seine Stärken aus. So schnell bringt ihn nichts aus der Ruhe. Er zerpflügt einfach alles was sich ihm in den Weg stellt und vermittelt dem Fahrer dabei viel Vertrauen. Nichts wirft ihn aus der Bahn. Selbst durch Bruchharsch fräst er dank Rocker und seiner Steifigkeit ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen. Mit dem Bodacious haben starke Skifahrer also einen wirklich starken Big Mountain Ski. Der Ski mag und braucht Geschwindigkeit.

Langsames, lockeres Fahren und kleine Radien liegen ihm nicht. So gab es bei den Testern ein gespaltenes Bild: schwächere Skifahrer gaben den Ski meist eingeschüchtert von seiner Bissigkeit schnell zurück. Die starken Skifahrer haben ihn geliebt und mit einem Dauergrinsen die vielen Varianten des Pitztals erkundet.

Details zur Flip Core 3D Technologie:

In der letzten Saison erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, entwickelte sich die neue Blizzard Free Mountain Line zu einem grandiosen Erfolg. Der Blizzard Cochise wurde aufgrund der hochinnovativen Flip Core Technologie mit dem Europen Ski Award (ISPO-Award) in der Kategorie „Hardware Ski“ ausgezeichnet. Sein überlegenes Handling, die beeindruckende Laufruhe und die hohe Stabilität haben die Expertenjury überzeugt, ihn zum „Ski of the Year 2011/12“ zu küren. Für die Saison 2012/13 hat Blizzard die Technologie nochmals weiterentwickelt und damit auf ein neues Performance-Level gehoben.

In enger Zusammenarbeit mit dem Blizzard Free Mountain Team um Freeride World Tour Teilnehmer Björn Heregger entwickelte Blizzard die Flip Core 3D Technologie. Dabei werden alle Komponenten des Skis in einer 3D-Form gefertigt und zusammengefügt, sodass sich schon von Beginn an die gewünschte Rocker-Form ergibt. Cleveres Feature: Der 3D-Holzkern aus leichtem, strapazierfähigem Bambus oder Ultralight-Holz wird umgedreht verbaut. Die untenliegende, konvexe Seite des Kerns schafft somit eine natürliche Biegung. Es entsteht der Natural Rocker-Shape, der ohne unnötiges Aufbiegen oder Verwinden in der Presse auskommt, was die Stabilität des Skis deutlich spürbar erhöht. Und das macht sich auch bei den Fahreigenschaften bemerkbar. Müheloses Handling, Tempostabilität, bärenstarker Kantengriff und hohe Drehfreudigkeit zeichnen die neuen Free Mountain Modelle aus.

Details zum Bodacious:

Preis: 699,90 Euro
Konstruktion: Sandwich Compound Sidewall
Technologie: Flip Core 3D, Sidewall, Triple Titanal Layer, Bamboo, ISO-Core
Länge: 186, 196 cm
Taillierung: 142/118/132 – R 32,0 m (186 cm)

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