Mayrhofen – Rise & Fall Der wohl außergewöhnlichste Event der Wintersaison 2012


 
04.07.12
 

Kein Taktieren, kein Verschnaufen. Kein Erbarmen. Einfach Vollgas. Nur das zählt beim Rise & Fall in Mayrhofen, dem außergewöhnlichen Staffel-Wettkampf in den Bergen. Jeder geht an sein Limit, bergauf und bergab, ständig die Konkurrenz im Blick. „Genau das macht es so spannend“, sagt Christoph Ebenbichler, der für die Organisation verantwortlich ist und die Idee zum Event hatte. Der “Staffellauf” findet am 15. Dezember 2012 erstmalig in Mayrhofen im Zillertal statt und lockt mit insgesamt 7.000,- Euro Preisgeld. Es wird ein Saisonstart, den es so noch nie gegeben hat. Vier Athleten bilden bei „Rise & Fall“ ein Team, ein Biker, ein Paragleiter, ein Skibergsteiger und ein Skifahrer oder Snowboarder. Als Motto gilt: “Vier Leute, ein Team, kein Erbarmen“. Die Zuschauer sind hautnah dabei, wenn die Athleten um jede Sekunde kämpfen. „Niemand will sich eine Blöße geben. Da geht jeder an seine Grenzen“, ist Benedikt Ebenbichler überzeugt. Der Ironman-Teilnehmer und Bruder des Organisators wird selbst auf dem Mountainbike an den Start gehen – und als Langstrecken-Spezialist eine komplett neue Erfahrung machen.

Action und Spannung von Anfang bis Ende

Benedikt Ebenbichler ist Hochleistungssportler. Der Zillertaler weiß, was es heißt, sich zu quälen. Bislang aber hat er das oft für sich allein gemacht, häufig ohne die Konkurrenz vor Augen und auch ohne ein Team im Rücken. Denn der 25-Jährige ist Triathlet auf der Langdistanz, eine „typische Einzelsportart“ – und eine, „bei der es schon ab und an ziemlich einsam werden kann“. Da sitzt Ebenbichler auch mal drei Stunden auf dem Fahrrad, bspw. für die 180 Kilometer lange Distanz beim Ironman auf Hawaii. Der Staffelwettbewerb „Rise & Fall“ in Mayrhofen wird deshalb für ihn eine vollkommen neue Erfahrung und eine „riesen Herausforderung“. Denn es gibt nur kurze, harte Distanzen. „Das Feld wird sich nicht auseinanderziehen. So bleibt es bis zum Schluss ein spannender Kampf.“ Das zu bieten, war Organisator Christoph Ebenbichler wichtig. „Die Zuschauer wollen Action vom Anfang bis zum Ende. Und das bekommen sie auch“. Sie sind jederzeit mittendrin, denn vom Eventgelände am Auslauf der Ahorn-Talabfahrt in Mayrhofen lässt sich der Wettbewerb genauestens verfolgen. Nach spätestens zwei Stunden ist das Spektakel mit den maximal 30 Teams vorbei und es folgt eine große Party mit Liveband.

Extreme Belastung auf kurzer Distanz

Den Anfang im Team machen die Skibergsteiger. Die Strecke ist “kurz und mächtig steil“, sagt Christoph Ebenbichler. Auf gerade einmal 1,3 Kilometern müssen die Athleten ganze 410 Höhenmeter überwinden. Der 28-Jährige war selbst als Skicrosser aktiv und hat Sport studiert. Dementsprechend kann er gut beurteilen, wie intensiv eine solche kurze Belastung für den Sportler ist. „Das ist noch härter als bei einer langen Distanz“, ist er sich sicher. Das Gleiche gilt auch für die zweiten Starter im Team, die Paragleiter. Nur ist ihre Aufgabe, so schnell wie möglich wieder vom Berg hinunter zu kommen.

Schneller Flug, genaue Landung

Nach dem Wechsel laufen die Gleitschirmflieger etwa 200 Meter bis zum Abflugpunkt. Dabei fliegen die Piloten jedoch nicht auf beliebigem Weg nach unten, sondern müssen einen Wendepunkt passieren, den sie via GPS-Gerät orten. Auch der Landeanflug muss sitzen, denn schließlich gilt es, eine etwa 20 mal 20 Meter große Zone exakt zu treffen. Die Schnellsten, so schätzt Leonhard Dornauer, benötigen von Wechsel zu Wechsel gerade einmal zehn Minuten. Der 25-jährige Fluglehrer aus Mayrhofen übernimmt die Organisation des Gleitschirm-Bereichs. Er ist überzeugt: „Es machen sicher nur erfahrene und technisch gute Piloten bei so einem Event mit“. Bei einem normalen Flug sei es für die wenigsten ein Problem, die Landezone zu treffen. „Doch im Wettkampf kommt der Stress hinzu“ und dann sei es nicht auszuschließen, dass die Zone durchaus auch einmal verpasst wird. In diesem Fall müssen die Paragleiter eine extra Straf-Laufrunde einlegen, bevor die Biker an der Reihe sind. Nun wird es für Benedikt Ebenbichler ernst.

In der Abfahrt wird das Rennen entschieden

Der Triathlet Ebenbichler muss die von den Paraglidern zurückgelegten 410 Höhenmeter auf einer 3,7 Kilometer langen Forststraße wieder nach oben radeln. Aber technisch sei die Strecke kaum anspruchsvoll und daher auch nicht selektiv. Das haben die Verantwortlichen ganz bewusst so gewählt, damit das Feld bis zum Schluss eng zusammenbleibt und durchweg für Spannung gesorgt ist. „Da gibt es kein Taktieren, da gibt es nur Vollgas“, ist sich Organisator Christoph Ebenbichler sicher. Das weiß auch sein Bruder. Im Juli will der Lokalmatador mit der gezielten Vorbereitung auf den Sprint beginnen – oft wird er auf der Wettkampfstrecke anzutreffen sein. „Ich will mich ja schließlich nicht blamieren“. Das will sein zweiter, jüngerer Bruder Lukas sicher auch nicht. Der 20-jährige Freerider und Skicrosser ist der Schlussmann im Viererteam. Bei seiner rasanten Abfahrt entscheidet sich womöglich das Rennen, denn die hat es in sich: Diverse Hindernisse sind eingebaut, und zahlreiche Sprünge garantieren Adrenalin bis zum Schluss – egal ober für die Starter oder die Zuschauer.

Timetable


FREITAG 14.12.2012

19.00 Uhr Riders Meeting (Ort wird frühzeitig bekanntgegeben)
– Ausfüllen bzw. Abgabe der Teilnahmeerklärung
– Startnummernauslosung
– Briefing

SAMSTAG 15.12.2012
08.00 – 10.00 Uhr Streckenbesichtigung
– 1 Probelauf für die 30 Skifahrer bzw. Snowboarder
– alle anderen Disziplinen NUR Besichtigung

11.00 – 12.00 Uhr  „on your marks“
– Athletentransfer zum Start bzw. zu den diversen Wechselzonen
– Einlass Publikum

12.00 Uhr START – 1st Rise&Fall 2012
14.00 – 15.00 Uhr Preisverteilung und Verlosung
15.00 – 16.00 Uhr Vorband CIELA
16.00 Uhr Konzert MAINACT
19.00 Uhr Afterparty in Mayrhofen

Das Organisationskomitee behält sich das Recht vor, den Timetable jederzeit abzuändern bzw. zu ergänzen.

Weitere Infos zum Event: http://www.riseandfall.at/

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