no image

Mount St. Elias – Eine Vision wird Film


 
10.11.09
 

11092009-Film-Mount-Saint-Elias-Flyer.jpg
Eine Herausforderung, die zur Grenzerfahrung wird: Drei Skialpinisten wagen 2007 die Besteigung und Befahrung der längsten, schneebedeckten vertikalen Linie der Welt am Mount St. Elias in Alaska, und erfahren im Laufe der Expedition nicht nur, dass der Kampf gegen die Natur eigentlich ein Kampf gegen das eigene Ich ist, sondern auch, dass sie erst verlieren müssen, um den Gipfel erreichen zu können. Mount St. Elias, ein dokumentarisches Bergdrama von Gerald Salmina über die längste Skiabfahrt der Welt, feiert am 25. November 2009 Weltpremiere und läuft ab 26. November in den österreichischen Kinos.
Seit 2003 hat der österreichische Skialpinist Axel Naglich (41) eine Vision: die Befahrung des gnadenlosen Mount St. Elias mit Ski. 5.489 Höhenmeter und 25 Kilometer vom Gipfel bis auf Meereshöhe – Zahlen, die ob der körperlichen und mentalen Herausforderung dieser Expedition absolut in den Hintergrund treten. Die archaische Eiswüste des höchsten Küstengebirges der Welt, das St. Elias Massiv, gilt als einer der entlegensten und niederschlagreichsten Plätze Alaskas. Rasant wechselnde Wetterbedingungen, permanente Felssturz- und Lawinengefahr, tagelange Schneestürme und großteils unbekanntes Terrain verlangen nach lebenswichtigen Entscheidungen in Sekundenbruchteilen. Extremsituationen, die nur gemeistert werden können, wenn die Ratio ausgeschaltet wird. Erst dann ist der Mensch zu Außergewöhnlichem fähig.


11092009-Film-Mount-Saint-Elias-Hoehenprofil.jpg
Als das Trio mit Axel Naglich, Peter Ressmann (44) und Jon Johnston (33) und einem Filmteam im Mai 2007 nach Alaska aufbricht, weiß dieses Team noch nicht, dass es das erste seit der letzten Tragödie auf diesem Berg vor fünf Jahren sein wird, das es auf den Gipfel schafft. Zwei Menschen kamen damals ums Leben, der Weg zum Gipfel führt die österreichisch-amerikanische Expedition an deren eisigem Grab vorbei. Einschüchternde Fakten, die eine weitere psychische Barriere für jeden neuen Versuch bedeuten. „Die Entscheidung, den Gipfelsturm in Angriff zu nehmen ist eine ziemlich schwerwiegende, weil damit ein Zug ins Rollen kommt, der nicht so einfach zu stoppen ist. Im Zuge dieses mehrtägigen Gipfelsturms hast du quasi im Sekundentakt Entscheidungen von großer Tragweite zu fällen. Jeder Schritt kann ein falscher sein, jeder Griff kann ein falscher sein, jeder Schwung kann ein falscher sein. Falsch heißt unter Umständen tödlich“, umreißt der Kitzbüheler Axel Naglich seine Gedankenwelt.
Mount St. Elias, der erste Kinofilm des österreichischen Extremsportregisseurs Gerald Salmina (44) in Kooperation mit dem Red Bull Media House, dokumentiert mit großer essayistischer Nähe eine Expedition in das Ungewisse, getragen von der steten Herausforderung Natur und dem Kampf gegen die eigene Psyche. Im Mittelpunkt stehen Grenzgänger, die ihre Fähigkeiten am Grat der menschlichen Leistungsgrenze unter Beweis stellen. Am Ort der Handlung live gefilmt, ist es eine wahre und authentische Geschichte, die es versteht zu hinterfragen, warum gerade Berge ein Ort sind, wo tödliche Gefahr und höchstes Glück eins werden können. „Der Film erzählt von der Beziehung zwischen Mensch und Berg in ihrer extremsten Form und hinterfragt, warum Menschen immer wieder an ihre physischen und mentalen Grenzen gehen – ein Zusammenspiel von Körper und Geist, das bei Extremsportlern ein besonders hohes Niveau erreicht. Das emotionale Portrait über die Motivation und Fähigkeiten dieser Männer, die ein Leben als Grenzgänger führen, dokumentiert eindrucksvoll, was ihre Beweggründe dafür sind und wie sie ihre hochgesteckten Ziele erreichen. Eine Geschichte dessen reale Verfilmung der Handlung, aufgenommen im „Hier und Jetzt”, dem klassischen Spielfilm mehr als nur Konkurrenz bietet” so Regisseur und Produzent Gerald Salmina.
Das kleine, hoch spezialisierte Filmteam kann die abweisende und unmenschliche, zugleich aber wilde und anziehende Schönheit der Bergkulisse in beeindruckender Weise festhalten. Neue Maßstäbe werden mit Hilfe eines „State of the ArtCineflex Helikopter Kamerasystems und durch den Einsatz von permanenten Helmkameras bei den Protagonisten gesetzt. Gesteigert wird diese Kombination durch Kameramann Günther Göberl, der, ständig auf Augenhöhe mit den Akteuren, Bilder vom gemeinsamen Aufstieg zum Gipfel zeigt, die sonst nur einer Handvoll Privilegierter vorbehalten sind. „Ein einmaliges live Feature, das von der inspirierenden Erzählweise Gerald Salmina’s in seinem ersten Kinofilm lebt. Die absolut authentischen Szenen in Extremsituationen, die durch ihre Spielfilmnähe fast schon bizarr wirken, werden mit spektakulären und noch nie zuvor gezeigten, faszinierenden Bergbildern zu einem nachhaltig beeindruckenden Abenteuerepos. Gerald Salmina schafft es, diesen Film aus seinem eigenen Genre zu befreien und ihn in ein viel größeres zu führen“, so Dr. Walter Köhler, Universum Redaktion des ORF, im Zitat.
101 Minuten packendes Bergdrama, das zeigt, dass nicht immer der Gipfel das Ziel ist, sondern die Intensität des Erlebnisses zählt. Der Film feiert seine Weltpremiere am 25. November 2009 und läuft ab 26. November im Kino. Kino-Übersicht der österreichischen Kinos. Ende November wird er auch in Deutschland anlaufen, aber die Termine stehen noch nicht fest. Sobald ich die Infos habe, werde ich sie hier noch ergänzen.
Pressevorführungen in Deutschland

  • 3. Dez: 10.00 Uhr Abaton, Hamburg
  • 3. Dez: 16.00 Uhr Forumkinos am Deutschen Museum, München
  • 4. Dez: 10.00 Uhr Filmpalast, Köln
  • 9. Dez: 13.00 Uhr Cinema Paris, Berlin

Alle Details zu den Protagonisten, dem Making Of und mehr auf: www.mountstelias.com
[Update:] Ab 28. Januar 2010 ist er in deutschen Kinos zu sehen. In welchen Kinos er läuft steht noch nicht fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bilder