News – Coast to Coast Expedition 2018 100 Tage pures Abenteuer – Stefan Glowacz zurück aus Grönland


 
15.11.18
 

Bereits am 5. Juli 2018 sind die Profi-Abenteurer Stefan Glowacz (53) und seine beiden Teamkollegen, der Fotograf und Arktisexperte Thomas Ulrich (51) aus Interlaken, sowie der Stuttgarter Kletterer Philipp Hans (24) in Richtung Grönland aufgebrochen. Vor ihnen lag eine anstrengende Expedition mit dem Titel „Coast to Coast“. Ein Projekt, bei dem versucht wurde, durch die Kombination verschiedener sportlicher Disziplinen das Grönländische Inlandeis zu durchqueren – garniert mit anspruchsvollem Freiklettern an einer Big Wall. Dabei stand das Gesamtabenteuer unter der Prämisse, während der gesamten Reise einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Weitere Infos zur Expedition gibt’s auf der offiziellen Website: www.glowacz.de

© Stefan Glowacz

Nachhaltige Expedition mit natürlichen Hindernissen

Das Trio startete am Starnberger See, der Heimat von Stefan Glowacz. In BMW i3 Elektrofahrzeugen ging es zunächst bis zur Westküste Schottlands. Dort traf das Team nach dreitägiger Anreise im Hafen von Mallaig auf Skipper Wolf Kloss (55), seinen 24-jährigen Sohn Dani Kloss und Schiffsmechaniker Jan Kiehne, ehe das komplexe Abenteuer so richtig Fahrt aufnehmen konnte. Auf der 14 Meter langen Stahlyacht „Santa Maria“, mit der Wolf Kloss und Glowacz 1999 bereits in die Antarktis aufbrachen, wurden ab 11. Juli 2018 vorerst die Westmännerinseln angesteuert. Nach teilweise widrigen Wetter- und Windverhältnissen erreichte man über den Prinz Christian Sund nach 27 Tagen an Bord schließlich verspätet das zweite Etappenziel der Expedition, den Atta Sund an der Westküste Grönlands.

© Stefan Glowacz

Kräftezehrend gestaltete sich auch die 7-tägige Portage der 400 Kilogramm schweren Ausrüstung auf das Inlandeis, ehe Glowacz, Ulrich und Hans am 13. August 2018 zur etwa 1.000 Kilometer langen Durchquerung des Eisschildes von West nach Ost aufbrachen. Währenddessen machte sich Skipper Wolf Kloss auf seiner „Santa Maria“ auf, die 1.200 Seemeilen entfernte Ostküste Grönlands zu erreichen. Im Idealfall sollte die Wiedervereinigung beider Teams nach etwa 35 Tagen im Soresbysund stattfinden. Obwohl Glowacz und Kollegen mit heftigen Stürmen und zermürbender Kälte von bis zu minus 40 Grad zu kämpfen hatten, konnte bei optimalen Bedingungen unter Inanspruchnahme von Snowkites gelegentlich richtig Strecke gemacht werden.

© Stefan Glowacz

Zähne zusammenbeißen und den Naturgewalten trotzen

Währendessen lief auf der „Santa Maria“ nicht alles rund. Denn als das Team um Glowacz Anfang September final den Soresbysund erreichte, hing Skipper Wolf Kloss aufgrund anhaltender Herbststürme nach wie vor im 700 Seemeilen entfernten Tasiilaq fest. Zudem musste Crewmitglied Jan Kiehnle wegen einer Infektion in ärztliche Behandlung und schließlich endgültig von Bord gehen. Wann und ob Skipper Kloss es überhaupt noch in den Soresbysund schaffen würde, war fraglich. Aufgrund der Verzögerung wurde im Team Glowacz das zuvor genau kalkulierte Essen langsam knapp und bereits streng rationiert.

© Stefan Glowacz

Beide Teams trafen schlussendlich am 17. September 2018 wohlbehalten, aber reichlich verspätet aufeinander. Der zweitägige Versuch der Erstbegehung an einer Big Wall
musste wegen anhaltenden Schneefalls schweren Herzens abgebrochen werden. Längst hatte der Winter in Ostgrönland Einzug gehalten. Am 21. September trat man daher auf der „Santa Maria“ den längst überfälligen Rückweg über Island, die Faröer Inseln zurück nach Mallaig in Schottland an, wo das Team am 6. Oktober eintraf und zurück nach Bayern reiste. Die unterwegs gesammelten Eindrücke werden im Delius Klasing Verlag unter dem Titel: Grönland Coast to Coast: Stefan Glowacz Expeditionen” zusammengefasst und als gebundenes Buch am 4. Dezember 2018 veröffentlich.

© Stefan Glowacz

Quelle: Stefan Glowacz

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