News – Deutscher Alpenverein e.V. Mehr Sicherheit beim Sportklettern – DAV gibt Empfehlung für Sicherungsgeräte


 
20.10.15
 

Seit September 2015 empfiehlt der DAV den Einsatz sogenannter „Halbautomaten“ für die Sicherung beim Sportklettern in Kletterhallen und Klettergärten. Grund dafür sind umfangreiche Tests und Unfallanalysen der Experten der DAV-Sicherheitsforschung, laut denen halbautomatische Sicherungsgeräte einen entscheidenden Sicherheitsvorteil gegenüber dynamischen Sicherungsgeräten (HMS und Tube) bieten. Während die bislang unter Kletterern favorisierten dynamischen Sicherungsgeräte reine Bremskraftverstärker sind, greift bei Halbautomaten eine Blockierunterstützung. Die vollständige Sicherungsgeräte-Empfehlung des DAV und weitere Infos sowie FAQs stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Halbautomaten bieten komplette Unterstützung beim Sichern

Das Sichern mit dynamischen Sicherungsgeräten erfordert viel Bewegungsroutine und Handkraft. Demgegenüber ist die Benutzung von Halbautomaten aufgrund der Blockierunterstützung der Geräte weitaus sicherer und können dabei helfen, trotz Sicherungsfehler einen Bodensturz zu verhindern – unabhängig von der vorhandenen Handkraft der sichernden Person. Denn insbesondere an künstlichen Kletterwänden verläuft das Kletterseil oft geradlinig und ohne viel Reibung nach oben, sodass bei einem Sturz des Kletterers ein Großteil der Sturzenergie beim Sicherungsgerät ankommt. Hier bietet das Sichern mit Halbautomaten vor allem für Kletterneulinge, Sichernde mit geringem Körpergewicht bzw. mit wenig Erfahrung wesentliche Vorteile, um den stürzenden Kletterpartner halten zu können. Explizit von der Empfehlung ausgenommen ist das Sichern in Mehrseillängenrouten. Hier sind dynamische Sicherungsgeräte weiterhin der Standard.

Quelle: Deutscher Alpenverein e.V.

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