News – Makalu Expedition Deutsche Alpinisten brechen Gipfelsturm auf fünfthöchsten Gipfel ab


 
06.06.14
 

Während es in der Vormonsun-Saison 2014 so vielen Alpinisten wie selten zuvor gelang, den 8485 m hohen Makalu in Ostnepal zu bezwingen, musste sich das deutsche Expeditionsbergsteigerehepaar Alix von Melle (42) und Luis Stitzinger (45) am 25. Mai erneutgeschlagen geben. Stand der Franzose Philippe Gatta noch im Mai auf dem Gipfel der fünfthöchsten Erhebung der Welt, mussten die beiden Extrembergsteiger aus Füssen im Allgäu auf einer Höhe von 8.000 Metern unverrichteter Dinge wieder umkehren. Das Risiko war einfach zu groß geworden, hatte sich Alix von Melle am Gipfeltag doch ein lebensgefährliches Lungenödem eingehandelt.

Ohne künstlichen Sauerstoff, mit lebensgefährlichem Ödem

Die meisten erfolgreichen Gipfelstürmer erreichten den Makalu unter Zuhilfenahme von künstlichem Flaschensauerstoff und mit der Unterstützung Sherpas nach gut 7 Stunden Gehzeit – gestartet waren alle vom letzten Hochlager C4 (7600 m). Lediglich drei Alpinisten gelang es in der gesamten Saison den Gipfel ohne Sauerstoffmaske zu erobern, darunter auch der Bergführeranwärter Florian Hübschenberger. Der Freilassinger erreichte am 17. Mai nach 11 Stunden Gehzeit den höchsten Punkt des 8.000ers. Auch von Melle und Stitzinger waren ohne künstlichen Sauerstoff unterwegs, was ihnen bei den kalten Temperaturen am Gipfeltag wohl zum Verhängnis wurde: In der extrem kalten und trockenen Höhenluft entwickelte sich während der Nachtstunden bei von Melle binnen kürzester Zeit ein Ödem. Dieses verhindert die Aufnahme von Sauerstoff über die Lunge und kann innerhalb von wenigen Stunden zu einem lebensgefährlichen Zustand führen. Einzige Option in solch einer Situation ist der sofortige Abstieg in niedrigere Regionen und die anschließende stationäre Behandlung in einem Krankenhaus. Mittlerweile ist der Gesundheitszustand der Bergsteigerin wieder stabil. Der genaue Verlauf kann im Expeditionstagebuch nachgelesen werden.

Quelle: Go Climb a Mountain

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