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News – Red Bull Media House David Lama, Peter Ortner und Hansjörg Auer brechen Masherbrum Expedition ab


 
31.07.14
 

Während die Südtirolerin Tamara Lunger ein mehrtägiges Wetterfenster am K2 (8.611m) erfolgreich nutzen konnte und gemeinsam mit ihrem Seilpartner Nikolaus Gruber den zweithöchsten Gipfel der Erde erreichte, mussten ein paar Kilometer weiter ihre drei Bergsteigerkollegen David Lama, Peter Ortner und Hansjörg Auer die Besteigung des Masherbrum (7.821m) vorzeitig beenden. Nach erfolgreicher Akklimatisierung waren die drei Alpinisten voller Tatendrang aufgebrochen, um die bisher undurchstiegene Nord-Ost Wand des 7.000ers zu meistern. In anbetracht der dort derzeit vorherrschenden Verhältnisse war es den drei Tirolern jedoch nicht vergönnt, erneut alpine Geschichte zu schreiben. Ursprünglich wollte das Tiroler Trio im Alpinstil, ohne Hochlager, Fixseile und Bohrhaken die mächtige Big Wall klettern.

Der Reiz einer unmöglichen (Nord-Ost) Wand

„Es ist wie eine Eiger Nordwand mit einem Cerro Torre oben drauf,“ zog David Lama zu Beginn der Masherbrum Expedition eine Parallele zu seinem letzten Großprojekt. Dementsprechend schwierig gestaltete sich schon der Zustieg zum eigentlichen Ziel im pakistanischen Karakorum. Bei ihrem ersten Versuch waren die drei Extrembergsteiger erstmals bis direkt unter die unberührte 3500 Meter hohe Nord-Ost Wand vorgedrungen, wobei bereits dieses Teilstück äußerst bedrohlich wirkte. “Man hatte ständig das Gefühl, dort nicht willkommen zu sein.“ schilderte David Lama seine Gefühle bei der Durchquerung des mit Seracs verhangenen Tals. Aufgrunddessen versuchte das dreiköpfige Expeditionsteam schnellstmöglichst an Höhe zu gewinnen, um die Gefahrenzone hinter sich zu lassen. Doch die für diese Region unüblich warmen Temperaturen am Wandfuß verhinderten ein rasches Weiterkommen.

Für so eine Erstbegehung müssen die Verhältnisse perfekt sein

Unter einem Felsband und geschützt von den ringsum herabstürzenden Lawinen harrten die drei Österreicher in der Mittagssonne aus, mussten nach reiflicher Überlegung ihre Zelte aber doch wieder abbrechen. „Damit diese Erstbegehung gelingen kann müssen die Verhältnisse einfach perfekt sein, das war heuer einfach nicht der Fall,“ zeigt sich Peter Ortner überzeugt. Auch bei Hansjörg Auer sollten die Bedingungen vor Ort einen tiefen Eindruck hinterlassen: „Der Tag in der Wand war extrem, wir haben hautnah zu spüren bekommen worauf wir uns mit diesem Projekt einlassen. Ich bin froh, dass wir als Team die richtigen Entscheidungen getroffen haben und alle heil umgekehrt sind.“ Die Möglichkeit einer Rückkehr zur „Wand der Wände“ lässt sich das Team aber dennoch offen, plant für 2015 aber vorerst andere Projekte.

Weitere Infos zum Projekt gibt’s unter: www.david-lama.com

Quelle: Red Bull

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