News – SALEWA alpineXtrem Simon Gietl & Gerry Fiegl besteigen Fitz Roy (Patagonien) in Non-Stop-Manier


 
06.03.14
 

Glück und Pech liegen manchmal so nah beeinander: Während Simone Moro und David Göttler ihre Winterexpedition am Nanga Parbat abbrechen mussten, erreichten Simon Gietl und Gerry Fiegl am 23. Januar 2014 innerhalb von nur 21,5 Stunden den mächtigen Gipfel des Fitz Roy (3.406m) in Patagonien. Damit konnten die beiden Profi-Alpinisten ihr Vorhaben erflogreich beenden, den mächtigen Koloss aus Granit in den argentinisch-chilenischen Anden im Zuge einer einzigartige Non-Stop-Tour zu besteigen. Vorangegangen waren eine präzise Vorbereitung und eine zähe Auseinandersetzung mit dem lokalen Wetter. Glückliches Timing und unbedingter Wille führten sie schließlich an ihr ambitioniertes Ziel.

El Chalten – Fitz Roy – El Chalten in 31 Stunden und 30 Minuten

Bereits Anfang Januar reisten die beiden Bergsteiger nach Patagonien, um den Gipfel des 3.406 Meter hohen Granitbergs in Non-Stop-Manier zu bezwingen. Das Wetter zeigte sich stürmisch und niederschlagsreich, wodurch von Anfang an Geduld gefragt war. Um sich „aufzuwärmen“ bestiegen die beiden Alpinisten bereits am 10. Januar die Gipfel des Aguja Guillamet (2.580 Meter) und am 18. Januar den des Cerro Standhart gleich mit. Die Bedingungen blieben typisch patagonisch, doch die Vorhersage versprach ein kleines Wetterfenster von etwa einem halben Tag mit abgeschwächtem Wind und ohne Niederschlag. Zeit genug, den ebenso klaren wie einfachen Plan in die Tat umzusetzen: Bei schlechtem Wetter zusteigen und die ersten 1.000 Meter der Supercanaleta zügig durchzuklettern, um dann unter verbesserten Wetterbedingungen die technischen Schwierigkeiten und den exponierten Gipfelgrat zu bewältigen – ohne Materialdepot und Spur.

Nachts klettern und bei Tageslicht den Erfolg feiern

Am 22. Januar war es dann endlich soweit. Der Startschuss fiel um 18:00 Uhr abends an der Ponte Rio Electrico. Im letzten Licht des Tages ging es über den Passo Quadrado, durch dichtes Schneetreiben und tiefste Dunkelheit hindurch bis an die Basis der Supercanaleta. Den unteren, vermeintlich leichteren Teil der Route kletterten die Alpinisten nachts und erreichten den technisch anspruchsvolleren Teil der Route gegen 4:00 Uhr morgens. Anhaltender Schneefall, zunehmender Wind und die nicht ungefährliche Dunkelheit zwangen die Kletterer jedoch, ein kleines Notbiwak einzurichten. Doch auch mit Tagesanbruch besserte sich die Wetterlage kaum und ließ den Rückzug immer wahrscheinlicher werden. Dennoch setzten die beiden Athleten von SALEWA zur nächsten Mehrseillänge an, kletterten mithilfe von Steigeisen und Eispickel dem winterlichem Raureif entgegen. Am Gipfelgrat angekommen, riss dann endlich die Wolkendecke auf und kam der lang ersehnte blauen Himmel zum Vorschein. Nur 21 Stunden und 30 Minuten nach dem Abmarsch wurde die Geduld und die Ausdauer der beiden Extrembergsteiger belohnt. Allein standen sie um punkt 15:30 Uhr im Sonnenschein und überglücklich auf dem Gipfel des Fitz Roy.

Quelle: Salewa

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