News – Ski-Preisindex für Europa 2018/2019 Skigebiete im Vergleich – aktuelle Preise für Unterkunft und Skipass


 
15.11.18
 

Der Berg ruft, die Skisaison naht und wer einige Tipps beachtet, kann hunderte von Euro sparen. Insbesondere abseits der bekannten Ski-Pisten lassen sich durchaus Schnäppchen machen. Regelrechte Preisknaller bieten vor allem die Skigebiete in Osteuropa sowie manche Skigebiete in Frankreich. In Österreich ist das Skifahren mit Übernachtung im Durchschnitt 50 Prozent teurer als in Deutschland. Und in der Nebensaison machen geringere Unterkunftspreise den Unterschied. Die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu hat die Preise von unzähligen Unterkünften ausgewertet und den jeweiligen Durchschnitt pro Person und Tag zur Haupt- und Nebensaison in zahlreichen Skigebieten ermittelt. Zusätzlich wurden die Kosten für Tagespässe recherchiert. Wir präsentieren euch die Ergebnisse der umfangreichen Studie.

Skifahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Deutschland ist am Günstigsten

Wer für den Skiurlaub weniger Geld ausgeben möchte, sollte den Ochsenkopf im Fichtelgebirge ins Auge fassen. Unterkunft und Skipass kosten zusammen nur 41 Euro pro Person und Tag – in der Nebensaison sogar nur 37 Euro. Am Großen Arber im Bayerischen Wald sind die Unterkünfte ähnlich günstig wie am Ochsenkopf, doch kostet der Skipass mit 35 Euro etwas mehr, weshalb die durchschnittlichen Gesamtausgaben pro Person pro Tag zwischen 50 und 60 Euro betragen.

Winterberg (© Pixabay / Holidu)

Genießer ruhigerer Skigebiete finden in Schönau am Königssee eine traumhafte Umgebung vor, die preislich im Mittelfeld der deutschen Skigebiete liegt. Dabei nehmen sich die Preise pro Person und Tag in der Ski-Hochsaison (69 Euro) und in der Nebensaison (63 Euro) nicht viel. Preislich vergleichbar sind die Skigebiete Brauneck (Lenggries), das Karwendel in den bayerischen Alpen, Schwangau, der Feldberg im Schwarzwald sowie Willingen im Sauerland. Überraschend: Am Feldberg und in Oberjoch steigen die Unterkunftspreise in der Nebensaison leicht.

Die teuersten Skigebiete Deutschlands sind die Zugspitze, Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf im Allgäu. Auf der Zugspitze liegt der Durchschnittswert in der Hochsaison bei knapp 100 Euro. Bei Anreise im März – außerhalb der bayerischen Schulferien – sinkt der Preis im Schnitt auf 77 Euro. Die beliebten Pisten in „Garmisch-Classic“ ziehen jedes Jahr eine Million Skifahrer an, die sich von den relativ hohen Preisen nicht abschrecken lassen. Ein Skitag kostet hier mit Unterkunft und Skipass etwas über 90 Euro, in der Nebensaison rund 80 Euro. Den teuersten Tages-Skipass in Deutschland gibt es allerding in Oberstdorf. Zusammen mit einer Unterkunft liegt hier der Preis pro Person und Tag je nach Saison bei knapp 80 bzw. bei knapp 90 Euro, wovon 48 Euro alleine auf den Skipass fallen.

Österreich: Serfaus-Fiss-Ladis, St. Anton am Arlberg und Kitzbühel sind die teuersten Skigebiete in Österreich. Ein Pistentag mit Liftkarte und Unterkunft liegt bei 150 bis 160 Euro pro Urlauber pro Tag in der Hauptsaison. Am günstigsten ist der Winterurlaub am Großglockner im Bergdorf Heiligenblut. An Österreichs höchstem Berg warten ein unvergessliches Bergpanorama und weite, weiße Hänge auf die Skifahrer. Die Gesamtkosten betragen in diesem Skigebiet durchschnittlich 86 Euro pro Tag. Die Anreise im März statt im Dezember oder Januar ermöglicht in vielen Skigebieten Österreichs eine deutliche Kostenersparnis. Unterkünfte in Kitzbühel und Kaprun werden dann beispielsweise um etwa 25 bis 30 Prozent günstiger. Was sich ebenfalls anbietet, wenn ein Skiurlaub nicht viel kosten soll: Skifahren in weniger bekannten Gebieten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Familienausflug in das Skigebiet Sonnenkopf? Hier kostet der Tagespass einen Erwachsenen nur 43 Euro – was deutlich unter dem österreichischen Durchschnittspreis für Skipässe liegt.

Zermatt (© Pixabay / Holidu)

Schweiz: In Zermatt ist ein Skitag mit 174 Euro am teuersten. Davon schlägt alleine die Unterkunft mit 103 Euro pro Tag zu Buche. Ähnlich teuer ist St. Moritz, wobei hier in der Nebensaison dank billigerem Skipass (rund 55 €, statt 61 €) und billigeren Unterkünften etwas gespart werden kann. In Saas-Grund, dem günstigsten Skigebiet der Schweiz, berappen Urlauber immerhin noch durchschnittlich 80 Euro pro Tag für Unterkunft plus Skipass. Generell macht die Schweiz ihrem Ruf als teures Urlaubsziel alle Ehre, trotzdem sind die Pisten bei Wintersportlern sehr beliebt und gerade zur Haupt-Skisaison kann sehr viel los sein. Da die Pisten in der Schweiz jedoch sehr lang sind und in den meisten Skigebieten deutlich über 150 Kilometer betragen, verteilt sich der Besucherandrang recht gut. Alternativ lohnt es sich für diejenigen, die es gerne etwas ruhiger mögen, auch hier, weniger bekannte Skigebiete aufzusuchen, wie zum Beispiel das beschauliche Bergdorf Bivio mit seinen herrlichen, weniger überlaufenen Pisten.

Weitere Skigebiete Europas im Vergleich

Andere Länder, andere Pisten! Warum nicht ferne Abfahrten erkunden und den Skispaß gleich mit einem Kurzurlaub verbinden? Osteuropa und auch manche Skigebiete in Frankreich locken mit billigen Preisen, während Skandinavien im europäischen Gesamtvergleich im oberen Bereich anzusiedeln ist.

Frankreich: Pistenspaß zu moderaten Preisen – das verspricht ein Skitag in Frankreich. Bei den französischen Nachbarn gibt es vielfältige Pisten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Im bekanntesten Skigebiet Frankreichs, das 15 Kilometer lange Tal von Chamonix, das mehrere Orte umfasst, zahlen Urlauber im Durchschnitt 107 Euro pro Tag für den Skipass “Mont Blanc Unlimited” plus Unterkunft. Empfehlenswert für Ruhesuchende ist es, gar nicht in den gleichnamigen Ort zu fahren, sondern in Les Houches zu bleiben und dort für weniger Geld (Tagesskipass: 43,50 Euro) bei grandioser Aussicht die Abfahrten zu genießen. Auf Fans der Superlative wartet das 600 Pistenkilometer umfassende Skigebiet Les Trois Vallées. Die Kosten für das Skifahren und Übernachten betragen hier 100 Euro im Durchschnitt – unabhängig von Haupt- und Nebensaison.

Spanien: In Spanien fällt vor allem Baqueira Beret auf, das mit einem Preis von 145 Euro pro Person in der Hauptsaison so teuer wie Österreich ist. Allein für die Unterkunft müssen Urlauber durchschnittlich mit 93 Euro im Dezember und Januar rechnen. Im März wird der Aufenthalt nur geringfügig günstiger und verringert sich um 10 Euro pro Nacht. Candanchú, Espot Esqui und Valdezcaray hingegen sind Skigebiete für den etwas kleineren Geldbeutel: Die Kosten für eine Unterkunft liegen hier bei durchschnittlich 20 Euro pro Tag und laden regelrecht dazu ein, die Sierra Nevada und neue Skipisten im südlichsten und höchsten Skigebiet Europas zu entdecken. Große Unterschiede gibt es jedoch beim Skipass, der an der Station in Candanchú 41 Euro, in Espot Esqui 34 Euro und in Valdezcaray 28,50 Euro (in der Nebensaison 22 Euro) kostet.

Italien: „Bella Italia“ ist immer eine Reise wert, im Sommer wie im Winter. Norditaliens Skigebiete sind überaus gut besucht, was sich auch in den Kosten niederschlägt: In Cortina d’Ampezzo kostet die Unterkunft eine Person pro Nacht in der Ski-Hauptsaison knappe 100 Euro. Ein Besuch im März zahlt sich aus: Er ist nicht nur als schneereichster Monat ein guter Tipp, sondern Unterkünfte sind zudem etwa 50 Prozent günstiger. Wer weniger Wert auf Après-Ski-Trubel legt, sollte die Hochebene von Folgaria im Trentino erwägen. Hier gibt es ordentliche Pisten und italienisches Flair zu einem Durchschnittspreis von 89 Euro in der Haupt- und 70 Euro pro Person und Tag für Unterkunft und Pass in der Nebensaison.

Europas Osten: Die Skigebiete in Europas Osten überzeugen mit unschlagbar günstigen Konditionen. Im kleinen aber feinen polnischen Szczawnica lassen sich Unterkünfte für 15 Euro in der absoluten Hochsaison rund um den Jahreswechsel finden. Für den Skipass kommen lediglich etwas mehr als 18 Euro am Tag hinzu. Generell sind in Polen die billigsten Skiurlaube in Europa möglich, da sowohl die Unterkünfte als auch der Skipass im Bereich von 20 Euro pro Tag pro Person liegen.

Das teuerste osteuropäische Skigebiet befindet sich in der Slowakei in der Niederen Tatra (Skizentrum: Jasná Nízke Tatry – Chopok). Hier betragen die Kosten für einen Skitag mit Übernachtung in der Hauptsaison durchschnittlich 87 Euro, im März noch 68 Euro pro Person. Skipässe in Skigebieten in Rumänien, Slowenien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina befinden sich im preislichen Mittelfeld im osteuropäischen Vergleich. In der Hauptsaison kosten Unterkünfte zwischen 25 und 30 Euro, in der Nebensaison sogar nur zwischen 15 und 20 Euro. Die Preise für den Skipass liegen bei 25 bis 30 Euro, sodass im Winter mit insgesamt etwa 50 bis 60 Euro pro Person für einen Skitag mit Übernachtung in den genannten Ländern zu rechnen ist. Im März sind es sogar nur 40 bis 50 Euro.

Skifahren in Osteuropa ist schon längst kein Geheimtipp mehr – deswegen kann es auch hier lohnen, abseits der bekannten Regionen Skipisten aufzusuchen, wenn Wert auf weniger überlaufene Pisten gelegt wird. Hier bietet sich zum Beispiel Dobrinishte in Bulgarien an. Dort ist ein Tagesskipass bereits für unschlagbare 15 Euro am Tag zu erwerben.

Europas Norden: Auch Norwegen, Schweden, Finnland und Schottland locken mit optimalen Skigebieten. Die Preise für einen Tages-Skipass plus eine Nacht in einer Ferienwohnung, in den in diesem Preisvergleich berücksichtigten Regionen, liegen zwischen 67 und 122 Euro in der Haupt- bzw. zwischen 60 und 95 Euro in der Nebensaison pro Person. Sowohl das teuerste als auch das billigste Skigebiet liegen dabei in Schweden. Die durchschnittlichen Preise für Skiregionen in Finnland variieren ebenfalls recht stark – je nach Gebiet zahlt man in der Hauptsaison über 100 Euro (Levi) oder 72 Euro (Himos) für eine Übernachtung und das Ticket. Preisliche Unterschiede zwischen den Saisons gibt es in Finnland kaum. Nur das Skigebiet Saariselkä ist im März etwa 18 Prozent billiger als im Dezember/Januar. Schottland und Norwegen wiederum nehmen sich preislich nicht viel. Hier kostet ein Skitag mit Übernachtung eine Person etwa 90 Euro im Winter. Billiger wird es nur im norwegischen Skigebiet Hovden, in dem für die gleichen Konditionen 78 Euro fällig werden.

Über die Studie der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu

Die Daten für diese Studie wurden im Oktober 2018 von der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu aus der Holidu-Datenbank erhoben. Gesucht wurde ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung für mindestens eine Person im Zeitraum vom 29. Dezember 2018 bis 5. Januar 2019 (Hauptsaison) und vom 2. März bis zum 9. März 2018 (Nebensaison) in bekannten Skigebieten. Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht, wobei für besonders verlässliche Daten der Mittelwert über dem Median gebildet wurde und statistische Ausreißer nicht berücksichtigt wurden. Für diese Zeiträume wurden zusätzlich die Preise der Skipässe in den betrachteten Regionen für einen Tag recherchiert und somit die teuersten und billigsten Skigebiete ermittelt.

Quelle: Holidu

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