Testbericht – Patagonia Nano Puff Jacket Leichte PrimaLoft Isolationsjacke für kalte Tage und ein grünes Gewissen


 
18.10.16
 

In den Kleiderschränken vieler Frischluftfreunde gehören sie zur Standardausstattung im Kampf gegen Wind und Kälte: die Jacken, Hoodies und Westen der Patagonia Nano Puff Kollektion mit ihren typischen Ziegel-Steppnähten. Da diese nicht nur warm, sondern zugleich auch leicht, klein komprimierbar und wetterfest sind, können sie sowohl als Zwischen- wie auch als Außenschicht getragen werden. Und dank der synthetischen PrimaLoft Insulation wärmen sie im Gegensatz zu Daune sogar im nassen Zustand.

Testbericht Patagonia Nano Puff Kollektion: Die beliebten Isolationsklassiker gibt es jetzt auch mit "grünem Anstrich" in Form der neuen PrimaLoft Eco Insulation (© Patagonia) Testbericht Patagonia Nano Puff Kollektion: Die beliebten Isolationsklassiker gibt es jetzt auch mit "grünem Anstrich" in Form der neuen PrimaLoft Eco Insulation (© Patagonia)

In der Herbst-/Wintersaison 2016/17 wurden die „inneren Werte“ der beliebten Isolationsklassiker nun einer Grunderneuerung unterworfen. Getreu der Unternehmensphilosophie: „Stelle das beste Produkt her, belaste die Umwelt dabei so wenig wie möglich und inspiriere andere Firmen, diesem Beispiel zu folgen und Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden“, verwendet Patagonia in der Kollektion künftig ausschließlich die neue PrimaLoft Gold Insulation Eco. Dank eines Recyclinganteils von 55% Prozent bei 100% Funktionalität, stellt die innovative Isolierung dabei eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Synthetik-Materialien dar. Patagonia ist Vorreiter bei der Verwendung der neuen Insulation. Ab der Sommersaison 2017 sollen dann alle PrimaLoft Gold Isolierungen durch PrimaLoft Gold Eco ersetzt werden. Zweifellos ein wichtiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit und eine geringere Umweltbelastung durch die Outdoor-Industrie.

Wir haben die überarbeitete Nano Puff Jacke für Mädels zum Saisonstart genauer unter die Lupe genommen. Nach einigen Touren, bei denen es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns meinte, möchten wir sie schon jetzt nicht mehr missen. Warum? Das erfahrt ihr im Testbericht.

Patagonia Nano Puff Jacket Women mit PrimaLoft Gold Insulation Eco – Nachhaltigkeit ohne Kompromisse

Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Umwelt wird bei Patagonia überaus groß geschrieben. Gleichzeitig müssen die Produkte aber in technischer Hinsicht höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Nicht immer sind diese beiden Komponenten so einfach in Einklang zu bringen. Bei der neuen Nano Puff Kollektion ist es dem US-amerikanischen Unternehmen aber laut eigener Aussage gelungen, einerseits die Umweltbelastung zu reduzieren und andererseits 100% Funktionalität zu liefern – dank PrimaLoft Gold Insulation Eco mit 55% Recyclinganteil und weiterer „grüner“ Details wie recycelte Etiketten und Reißverschlüsse.

Testbericht Patagonia Nano Puff Jacket: Perfekt geeignet für die Gipfelpause (© airfreshing.com)

Bei der Nano Puff Jacke kommen 60 g/m² der besagten PrimaLoft Gold Insulation Eco zum Einsatz. Damit befindet sich die Jacke am Anfang der Skala in punkto Wärmeleistung. Zum Vergleich: Bei sehr warmen Winterjacken oder Mänteln kommen bis zu 200 g/m² PrimaLoft zum Einsatz. Diese Modelle sind aber natürlich deutlich schwerer. Bei der Isolierung der Nano Puff liegt der Fokus hingegen auf einem möglichst optimalen Wärme-Gewicht-Verhältnis. Selbst in nassem Zustand soll die Jacke noch 98% ihrer Isolierkraft bewahren. Dabei ist sie zudem dampfdurchlässig, klein komprimierbar und trägt optisch kaum auf. Das Außenmaterial und das Futter des Nano Puff Jackets bestehen wiederum aus 100% Recycling-Polyester mit DWR Imprägnierung. Dieses weist Feuchtigkeit ab und minimiert zugleich die Reibung, wenn die Jacke als Zwischenschicht zum Einsatz kommen soll. So ist die Nano Puff laut Hersteller auch bei nass-kaltem Wetter ein perfekter Begleiter, kommt bei den verschiedensten Outdooraktivitäten zum Einsatz und hält bei der Gipfelpause zuverlässig warm.

Der Schnitt der Jacke ist enganliegend und in der Damenversion noch zusätzlich tailliert. Optisch besticht die Nano Puff durch ihre Steppnähte in Ziegelmuster, welche die Isolierung optimal fixieren sollen. Zur weiteren Ausstattung der Jacke zählen ein durchgehender Front-Reißverschluss mit nässeableitender Innen-Windleiste und Schieberabdeckung, welche den Komfort im Kinnbereich erhöhen soll. Außerdem besitzt die Jacke zwei seitliche RV-Taschen zum Wärmen der Hände und Aufbewahren von Gegenständen, eine Brusttasche, Elastikbündchen und einen 2-fach regulierbaren Zugkordelsaum.

Das af-Testurteil von Vroni: Nachhaltig + technisch ausgereift = perfekte Kombination

Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von Daune – sofern sie ethisch einwandfrei gewonnen wurde. Synthetische Materialien können der Naturfaser hinsichtlich Wärme, Gewicht und Tragekomfort oft nur schwer das Wasser reichen. Aber natürlich hat Daune auch einige bekannte Nachteile: Bei Regen kann man die Jacke – sofern sie nicht über ein wasserfestes Außenmaterial verfügt – getrost in den Rucksack packen. Zudem ist Daune leider nicht gerade pflegeleicht und man kann sie nicht einfach schnell in die Waschmaschine stecken. Isolationsjacken aus synthetischen Materialien sind da zumeist doch etwas genügsamer und haben daher definitiv ihre Daseinsberechtigung. Bei vielen Outdooraktivitäten sind sie einfach praktischer und universeller einsetzbar als ihre federige „Konkurrenz“.

Testbericht Patagonia Nano Puff Jacket: Synthetischer Isolationsschutz mit geringem Gewicht und hoher Wärmeleistung (© airfreshing.com)

Das Nano Puff Jacket von Patagonia zählt seit vielen Jahren zu den Klassikern unter den synthetischen Isolationsjacken – und das absolut zu recht. Umso erfreulicher ist es, dass mit der neuen Eco Variante der PrimaLoft Gold Insulation nun auch ein wichtiger Erfolg in punkto Nachhaltigkeit erzielt werden konnte ohne Abstriche bei der Funktionalität hinnehmen zu müssen.
Die Jacke ist sehr leicht und dünn, wirkt optisch recht schlank und spendet gleichzeitig viel Wärme. Die 60 g/qm PrimaLoft Insulation ist bei Temperaturen bis ca. 0 Grad meiner Erfahrung nach absolut ausreichend. Danach empfiehlt es sich, nochmals eine Schicht draufzupacken oder bei den Baselayern entsprechend aufzurüsten. Dank der Polyester-Außenschicht mit DWR-Imprägnierung kann man die Jacke auch bei feucht-nebligem Wetter oder leichtem Nieselregen bzw. ersten Schneeflocken problemlos tragen. Gerade für die Übergangszeit, wenn sich die Schneefallgrenze langsam aber sicher dem Tal nähert, ein echter Pluspunkt. Der Schnitt der Nano Puff ist körperbetont und tailliert. Insgesamt fällt sie aber recht groß aus. Mir reichte die Größe S jedenfalls problemlos und ich trage normalerweise bei 1,71m eine Konfektionsgröße 38.

Testbericht Patagonia Nano Puff Jacket: Zwei seitliche Einschubtaschen zum Händewärmen (© airfreshing.com)

Generell ist die Jacke sehr hochwertig verarbeitet. Die Reißverschlüsse sind leichtgängig und die Taschen auch mit aufgesetztem Rucksack noch gut zu erreichen. Der Tragekomfort ist angenehm und das Material fühlt sich insgesamt sehr weich an und raschelt kaum. Abgerundet wird das „Wohlfühl-Konzept“ durch elastische Armbündchen und eine flauschige Innenleiste im Kinnbereich. Der kurze Kragen ist mir persönlich allerdings ein wenig zu weit geschnitten, um sicher vor Wind und eisigen Temperaturen zu schützen. Die abgesteppte Optik des Nano Puff Jacktes ist wiederum eine Geschmacksfrage. Technisch gesehen ist die Konstruktion aber absolut sinnvoll. Die Isolierung bleibt dadurch dort, wo sie auch hingehört und verrutscht nicht in der Jacke.

Das Gesamtfazit – Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Mit der Umstellung der Nano Puff Kollektion auf die neue PrimaLoft Gold Insulation Eco unternimmt Patagonia einen weiteren wichtigen und begrüßenswerten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dennoch müssen bei Funktionalität und Qualität hierfür keinerlei Abstriche hingenommen werden. Damit ist das Nano Puff Jacket zu recht ein beliebter Klassiker und zählt unter den synthetischen Isolationsjacken zur Creme de la Creme. Uns überzeugte dabei vor allem die hohe Wärmeleistung sowie das angenehme Tragegefühl und die hochwertige Verarbeitung.

+ sehr leicht und klein komprimierbar
+ hohe Wärmeleistung und sehr guter Tragekomfort
+ wind- und wasserabweisend
+ pflegeleicht und in der Maschine waschbar
+ sowohl als Zwischen- wie auch Außenschicht einsetzbar

– Kragen etwas weit geschnitten
– fällt insgesamt recht groß aus
– Steppmuster ist Geschmackssache

Die Details:

Besonderheiten: Steppnähte in Ziegelmuster, robuster Faden sorgt für lange Haltbarkeit, Front-RV mit nässeableitender Innen-Windleiste und Schieberabdeckung am Kinn, Zwei RV-Handwärmtaschen mit versäuberter Schieberabdeckung, RV-Brustinnentasche mit verstärkter Karabinerschlaufe dient zugleich als Packbeutel, Saum mit Kordelzug.
Material: Bezug und Futter: 47 g/m², 22-Denier Gewebe aus 100% Recycling-Polyester mit DWR (Durable Water Repellent) Imprägnierung; Isolierung: 60 g/m² PrimaLoft® Gold Insulation Eco aus 100% Polyester (55% recycelt); bluesign™ zertifiziert
Farbe: Birch White, Black, Epic Blue, Feather Grey, French Red, Harvest Moon Bue, Mogul Blue, Sulphur Yellow
Gewicht: 283 Gramm (Größe M)
Größe: XS – XL
Preis: 210,00 (UVP)

Ein Kommentar zu
Testbericht – Patagonia Nano Puff Jacket: Leichte PrimaLoft Isolationsjacke für kalte Tage und ein grünes Gewissen

  1. Otto Mederle kommentierte:

    Hallo Vroni

    gut schausch aus

    Otto und Petra und Julia

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