Review – Icebreaker Realfleece 260 Cascade Zip-Hoody Women Flauschiger Merino-Hoody für Outdoormädels im Alltags- und Geruchstest


 
29.10.13
 

Synthetik? Nein Danke! So lässt sich mit wenigen Worten der Trend beschreiben, den die neuseeländische Marke Icebreaker mit ihren Merino-Klamotten vor einigen Jahren losgetreten hat. Während die Outdoor- und Sport-Industrie über eine lange Zeit wie besessen forschte, um immer leichtere, atmungsaktivere und funktionellere Materialien herzustellen, ging Icebreaker „back to basics“ und brachte mit Kreationen aus Merinowolle neuen Schwung in den Markt für Funktionswäsche. Den Anfang machte Icebreaker dabei mit klassischen Tech-Shirts bzw. First- und Mid-Layern. Inzwischen umfasst das Sortiment aber auch Jacken, Hosen und Röcke sowie neuerdings auch eine eigene Softshell-Linie. Natürlich ließen auch die „Nachahmer“ nicht lange auf sich warten. Und so tummeln sich mittlerweile einige Marken auf dem boomenden Markt für Merino-Bekleidung.

Nachdem die männliche airfreshing-Fraktion bereits ein buntes Sortiment an Funktionswäsche und Shirts von Icebreaker im Test hatte, haben wir es uns nicht nehmen lassen, nun auch einmal die klassischen Fleecejacken aus Merino für Mädels unter die Lupe zu nehmen. Freundlicherweise von den Bergfreunden in Größe M zur Verfügung gestellt, werfen wir einen Blick auf den Womens Reelfleace 260 Cascade Zip-Hoody (Modell 2011) – kurz: „warme Jacke mit Kapuze“.

Die Fakten:

Die Cascade Fleecejacke von Icebreaker ist aus 100 % reiner Merinowolle gefertigt. Laut Herstellerangaben soll sich die Jacke wie ein herkömmliches Fleece anfühlen, ist aber dank der reinen Merinowolle weitaus atmungsaktiver und im Gegensatz zum Polyesterfleece von Natur aus stark gerinnungshemmend. Auch im feuchten Zustand und nach längeren, schweißtreibenden sportlichen Aktivitäten soll die Cascade Fleecejacke laut Icebreaker nicht unangenehm riechen. Und auch die Wärmeleistung wird vom neuseeländischen Hersteller angepriesen: Mit einer Materialstärke von 260 g / m² soll sie verfrorenen Mädels an kalten Wintertagen mollig warm halten. Der Hoody verfügt zudem über eine am Kragen angeschnittene Kapuze, einen durchgehenden Front-Reißverschluss, zwei seitlich platzierte RV-Taschen und eine kleine RV-Tasche am Ärmel. Der Schnitt ist sportlich und figurbetont bzw. tailliert gehalten, soll aber dennoch ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.

Das Fazit:

Wir hatten die Cascade Fleecejacke während der letzten Monate bei zahlreichen Bergtouren im Gepäck sowie als sportlichen Hoody im Alltagsgebrauch. Zum Einsatz kam die Jacke dabei als klassischer Midlayer über der Funktionsunterwäsche und – je nach Wetterbedingungen – mit entsprechender wasserdichter Überschicht. Beim ersten Anprobieren war sofort klar: „figurbetont“ ist bei Icebreaker nicht nur eine leere Worthülse. Das meinen die echt ernst. So ist die Cascade wirklich “sehr schmal” geschnitten. In Größe M saß sie der Testperson (1,72 Körpergröße und sportlich-schlanke Figur) gerade noch angenehm. Winterspeck hat da kaum Platz, wenn die Jacke auch in den kalten Monaten noch passen soll. Daher unser Tipp: Wenn man ohnehin zwischen zwei Größen steht, sollte in jedem Fall die größere Variante gewählt werden. Und auch für Mädels, die das Attribut „zierlich“ nicht für sich beanspruchen, dürfte eine Nummer größer wohl die bessere Wahl sein.

Das Material der Jacke haben wir als sehr angenehm empfunden, wenn auch anfangs ein klein wenig kratzig. Die Cascade wärmt wunderbar und auch die angepriesene „No stink“-Eigenschaft können wir erneut nur bestätigen. Sofern man nicht gerade zu den Extrem-Schwitzern gehört, kann die Jacke problemlos auch nach einer Bergtour im Büro herhalten. Auch hinsichtlich der Optik fällt unser Fazit durchweg positiv aus – die Cascade macht wirklich was her. Das orangene Futter der Kapuze ist ein netter Blickfang, hebt sich vom häufig anzutreffenden Einheitsschwarz ab und weiß Akzente zu setzen. Zudem betont der taillierte und etwas längere Schnitt die Figur an den richtigen Stellen.

Einziger Kritikpunkt ist aus unserer Sicht der Kragen. Für unsere Begriffe ist er eindeutig zu kurz geraten. Zieht man den Reisverschluss komplett zu, so schneidet der Reißverschluss am vorderen Halsbereich ein und lässt den Hals weitestgehend frei. Auch auf eine Abdeckung in Form eines Fähnchens wurde an den Reißverschlussenden verzichtet – dadurch ist unangenehmes Drücken vorprogammiert. Hier wäre es unserer Meinung nach besser gewesen, wenn die Kapuze bis hoch zum Kinn gezogen  und somit auch der empfindliche Bereich am Hals ausreichend vor Kälte geschützt worden wäre. So muss immer ein Schal oder ein Buff-Tuch herhalten. Gerade mit einer über den Hoody gezogenen Jacke kommt es so gerne einmal zu einem unpraktischem „Gewurschtel“ am Hals.

Die Details:

Besonderheiteiten: RV-Windschutzleiste innen, verlängerte Rückenpartie, hoher UV-Schutz
Material: 100% Merinowolle, Materialstärke 260 g/m²
Farben: Cognac/Garnet G56, Black, Magenta, Red
Größen: XS – XL
Preis: 179,95 Euro (UVP)

Weitere Infos gibt’s hier.

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