Review – Mammut Touren Winterausstattung Herron Jacket – Broad Peak II Jacket – Nirvana Pro Rucksack


 
15.04.11
 

Die letzten Wochen hatten wir die Möglichkeit mehrere Produkte von Mammut ins Gelände zu entführen. Die Softshell mit dem Namen Herron Jacket, die Dauenjacke Broad Peak II und den Rucksack Nirvana Pro stellen wir in der ersten Runde vor. Im zweiten Artikel folgen dann der Bericht zur Comfort Pump Mat fire und der Stirnlampe Lucido TX1. Nachfolgend findet ihr unsere ersten Erfahrungsberichte. Falls ihr noch spezielle Fragen zu den Produkten haben solltet, einfach einen Kommentar hinterlassen.

Mammut Herron Jacket

Das Mammut Herron Jacket wird vom Hersteller als bomb-proof Winter-Softshell bezeichnet. Und genau das ist sie auch, zumindest im ersten Test. Die Jacke fällt mit dem schoeller®-FTC® Stretch-Gewebe und dem 3-Lagen Mammut SOFtech™ Gewebe recht dick und damit warm aus. Für den Winter ist das optimal. Die Jacke funktioniert optimal als Außenschicht beim Skifahren und Skitourengehen. Bei normalen Temperaturen genügen Unterhemd und eine dünne Fleecejacke, um für alles gewappnet zu sein. Eine zusätzliche Schicht braucht es nur bei eisigen Verhältnissen. Das Schoeller Material hat dabei eine sehr ordentliche Wasserdampfdurchlässigkeit. Auch beim Aufsteigen bleibt das Körperklima immer im grünen Bereich. Allerdings besitzt die Jacke keine Belüftungs-Reißverschlüsse. Zusammen mit dem warmen Material ‚limitiert‘ das den Einsatzbereich des Herron Jackets auf den Winter bzw. das sommerliche Hochgebirge. Für Sommer-Bergtouren oder selbst Frühjahrs-Skitouren ist sie etwas zu warm.

Die Wetterbeständigkeit ist hervorragend. Kein Lüftchen weht durch das Material und nichts was einem im Winter an Niederschlag für gewöhnlich begegnet kann ihr stark zusetzen. (Starker Regen ist sicher ein anderes Thema aber das muss keine Softshell aushalten und ist beim Skifahren ‚Gott sei Dank‘ auch eher selten). Dabei spielt das Herron Jacket die Vorteile einer Softshell Jacke optimal aus. Das Material ist weich, sehr elastisch und trägt sich damit äußerst angenehm, auch die Bewegungsfreiheit ist vorbildlich. Die Jacke ist schön minimalistisch geschnitten, hat alles an Taschen und Verstellmöglichkeiten, die man unterwegs benötigt, aber auch nicht mehr. Auch optisch kann sie voll und ganz überzeugen.

Das Herron Jacket ist ein optimaler Ersatz für eine Hardshell als ‚everyday‚ Ski-Jacke. Dafür bekommt sie eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Absolut keine Empfehlung bekommt sie als Ganzjahres-Allround-Softshell. Nebenbei bemerkt, die Jacke fällt nicht allzu groß aus. Daher für den Winter lieber eine Nummer größer kaufen. Ob das Herron Jacket wirklich bomb-proof ist, wird ein Langzeit-Test zeigen müssen.

Mammut Broad Peak II Jacket

Kleines Packmaß – große Wärmeleistung. So würde ich das Broad Peak II Jacket kurz und knapp beschreiben. In der umgestülpten Brusttasche klein verpackt findet die Daunenjacke in jedem Rucksack noch seine Plätzchen. Und nach einer anstrengenden Tour am Gipfel ist es mir früher ein paar Mal passiert, keine wärmende Schicht dabeizuhaben. Die Sonne scheint, kein Problem, wird schon nicht so kalt sein. Denkste! Aber man ist ja lernfähig. ‚Safety first‘ und mittlerweile ist immer etwas ‚Wärmendes‚ im Rucksack mit dabei. Diesmal das Broad Peak II Jacket.

Ausgepackt hat man mit 110 Gramm gefüllter 90/10er Gänsedaune und 750 cuin Fillpower einen körperbetont geschnittenen Wärme-Layer, der nicht zu dick aufträgt. Schon nach kurzer Zeit bemerkt man die für Daune bekannte Isolationsfähigkeit und es wird einem warm. Die äußere Schicht ist aus Pertex Quantum, die sich als sehr robust erweist. Sollte es mal kurz naß werden, hält das die Jacke aus. Bei den ersten Test Einsätzen ist mir aufgefallen, dass sich immer wieder mal eine Daune aus der Jacke verabschiedet hat. Dieses Phänomen hat sich aber nach ein paar mal Tragen erledigt. Der Kordelzug am Saum lässt sich relativ gut mit einer Hand bedienen, hilfreich wenn es mal schnell gehen muss.

Wer eine kleine, aber feine Daunenjacke für Skitouren, Hochtouren, Klettern oder einfach nur für eine Zwischenportion Wärme sucht, macht mit dem Broad Peak II Jacket sicher keinen Fehler. Es handelt sich um eine solide und kompakte Jacke, die ein breites Einsatzgebiet hat.

Mammut Nirvana Pro

Ich hatte schon einige Rucksäcke in der Hand und im Einsatz. Eine Bedienungsanleitung habe ich dafür noch nie gebraucht. Bis jetzt. Der Mammut Nirvana Pro besitzt derart viele Detaillösungen dass ich allen Ernstes mehrfach nachschlagen musste, wozu einige der Features zu gebrauchen sind. Allerdings sind sie alle wirklich durchdacht und machen Sinn. Der Nirvana Pro ist ein gelungener Skitouren- und Freeride-Rucksack. Für mich persönlich das wichtigste Feature: Das Hauptfach kann auf der Rückseite großflächig geöffnet werden. Dadurch kann man ihn jederzeit abnehmen, einfach in den Schnee legen und hat den gesamten Inhalt übersichtlich und perfekt zugänglich vor sich. Toll! Das abgetrennte Fach für die Sicherheitsausrüstung ist hervorragend organisiert, so dass man im Ernstfall seine Lawinenausrüstung schnell und ohne zu Suchen zur Verfügung hat.

Das System für Ski oder Snowboard erlaubt verschiedenste Befestigungsarten und auch dieses funktioniert vorbildlich. Ebenso wie die Helmhalterung, sehr gut vor allem in Kombination mit der Rückenöffnung des Rucksacks. Das anpassbare U-Rahmen Tragesystem aus Alu passt auf meinem Rücken gut (vorher auf alle Fälle ausprobieren, da bei uns die Zufriedenheits-Skala je nach Redaktions-Rücken geschwankt hat), auch ein ‚Mehr an Gewicht‘ lässt sich so sehr bequem über lange Zeit tragen. Mit weniger Pack-Gewicht beim Freeriden bemerkt man den Nirvana Pro kaum.

Der Nirvana Pro überzeugt auf ganzer Linie. Einen Kritikpunkt zu finden ist mir tatsächlich nicht gelungen. Wie immer bleibt die Frage nach der Dauerhaltbarkeit. Diese spielt bei Produkten für Sport in der freien Natur, wo diese hart beansprucht werden oft eine wichtigere Rolle als die ersten Eindrücke. Deshalb wird auch hier der Langzeit-Test zeigen müssen, wie sich der Nirvana Pro gegen Abnutzung und den Zahn der Zeit zur Wehr setzt.

4 Kommentare zu
Review – Mammut Touren Winterausstattung: Herron Jacket – Broad Peak II Jacket – Nirvana Pro Rucksack

  1. Hallo Markus

    Herzlichen Dank für deinen sehr tollen Bericht über die Mammut Produkte! Die Fotos gefallen uns auch sehr… Wir warten nun gespannt auf deinen nächsten Bericht.

    Sollte man zu den tollen Produkten auch noch eine Tour mit Mammut unternehmen wollen, so kann man diese bei der Mammut Alpine School tun. Viel Spass!

    Beste Grüsse
    Dominik

  2. seppo kommentierte:

    schöne fotos, winter is was feines!
    aber sommer wird auch wieder gut.

  3. fred kommentierte:

    hi! gutes review! glaubts du der nirvana pro 35 ist auch groß genug für eine 2-3 tage hüttentour?

    • Hiasn kommentierte:

      Kommt immer drauf an wie Du packst. 😉
      Ich habe grundsätzlich zu viel dabei. Bei mir würde es knapp aber doch gehen. Daher würde ich sagen wenn man sich halbwegs vernünftig beschränkt: ja. Und ein größerer Rucksack macht für Tagestouren keinen Spass mehr.

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