Review: Outdoor-Brille TERREX pro von adidas eyewear im Test - Nasenschutz

Review – adidas TERREX PRO Outdoor-Brille von adidas eyewear im Test


 
24.08.10
 

So herrlich der blaue Himmel und die wärmenden Sonnenstrahlen auch sein mögen, vor allem die gleißende Höhensonne und das gespiegelte Gletscherlicht machen in den Bergen den Augen zu schaffen. Um sich vor gefährlichen UV-Strahlen entsprechend zu schützen, sollte auf eine gut abschließende Sonnenbrille mit entsprechendem UV-Filter geachtet werden. Ansonsten erleidet man recht schnell eine Sonnen- bzw. Schnee-blindheit, bei der die empfindliche Hornhaut (Cornea) der Augen austrocknet oder schlimmstenfalls schmerzhafte Verbrennungen davonträgt.

Sonnenbrillen gibt es natürlich viele am Markt und jede besitzt eine besondere Eigen-schaft, die sie laut Hersteller unabkömmlich macht. Wenn es nach ihnen ginge, müsste jeder Bergmensch gleich zwei oder drei Alternativen in seinem Rucksack mit auf den Gipfel tragen. Die „eierlegende Wollmichsau“ hat sich da so mancher Wandersmann schon herbeigewünscht und blieb bei seiner Suche nach einer Allround-Brille für diverse Aktivitäten stets erfolglos. Gerade im Winter ist es aufgrund der ständig wechselnden Wetterbedingungen ein ständiges Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab, Schneebrille auf, Schneebrille ab. Wie herrlich wäre es da doch, wenn man gleich eine Sonnenbrille dabei hätte, die die Funktionen beider Brillen miteinander vereint und bei allen Wetterbedingungen bestmöglichen Schutz bietet.

Scheinbar hat die Suche nun ein Ende, denn die TERREX PRO von adidas eyewear deckt einen Großteil der beliebtesten Sportarten ab und präsentiert sich als regelrechtes Multitalent. Egal ob als stylische Sonnenbrille in der Stadt, zum Joggen oder Wandern, beim Radfahren oder im Winter als Schneebrille, die TERREX PRO überzeugt durch perfekten Sitz und ausgeklügelte Funktionalität. Ausgeliefert wird das Leichtgewicht in einem Hardcase Brillenetui inkl. Schutzbeutelchen, das gleichzeitig als Putztuch fungiert. Ebenso dabei sind zwei abklippbare Nasenflügel, ein verstellbares Gummiband, ein abnehmbarer „Twin-Filter“ mit weicher Schaumstoffumrandung sowie ein Sonnenschutz für den Nasenrücken.

Die Brille überzeugt vor allem durch ihren perfekten Sitz, der durch in drei Positionen verstellbare Bügel an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Egal wie ruck- artig man den Kopf bewegt, die TERREX PRO rutscht keinen Zentimeter im Gesicht herum und klebt förmlich am Kopf. Auch der weiche Nasenflügel aus Silikon kann durch leichten Druck verändert werden und schmiegt sich selbst um den knochigsten Riecher. Im Winter oder bei schlechten Wetterbedingungen können zusätzlich die Bügel durch das Gummiband ersetzt werden, wodurch die Brille noch fester am Kopf sitzt. Trennt man den Nasenflügel ab und klippt hier den Twin-Filter mit Antifog-Beschichtung ein, ersetzt die TERREX PRO fast komplett eine Schneebrille und macht dadurch das nervige Wechseln obsolet. Selbst die großzügigen, bruchsicheren Brillengläser können bei Bedarf gewechselt werden. Optional kann der Träger hier zwischen verschiedenen Filtern (-paketen) auswählen und je nach Wetter dunklere oder hellere Gläser (drei Filterpakete jeweils  inkl. LST bright; oder den LST vario, der sich der Helligkeit anpasst) einsetzen. Montiert man dann noch den Nasenschutz von außen auf das Gehäuse auf, ist der alpine Rundum-Schutz perfekt. (Alle Details zur TERREX PRO)

Auch wenn die TERREX PRO viele Vorteile bietet, einige wenige Schwachstellen müssen dennoch genannt werden. So wunderbar die verstellbaren und austauschbaren Features auch sein mögen, mit zunehmendem Alter der Brille dürfte der Materialverschleiß hier für Probleme sorgen. Die ausgeleiherten Fassungen für die Bügel, die Nasenflügel und das Gummiband könnten sich negativ auf den Halt der Brille auswirken. Auch das Silikon der Nasenflügel wird mit der Zeit immer weicher und verliert durch herunterlaufenden Schweiß an Konsistenz. Zwar können sie problemlos nachgerüstet werden, was aber nicht ganz billig ist. Auch der relativ hohe Preis für die TERREX PRO dürfte so manchem Geld- beutel weh tun.

Fazit:

Alles in allem lässt sich sagen, dass mit dem Allround-Modell aus der adidas eyewear Reihe eine Outdoor-Brille entwickelt wurde, die nicht nur Profis des Alpinsports begeistern wird, sondern auch für ambitionierte Berg- und Freizeitsportler interessant sein dürfte. Zwar ist die TERREX PRO verhältnismäßig teuer, aber dafür erhält man auch eine Brille, mit der man lange Freude hat und die kaum Wünsche offen lässt. Und wenn man zusammenrechnet, wieviel Geld man in eine vergleichbare Ski- sowie Sportbrille investieren würde, kommt man am Ende vielleicht sogar etwas günstiger davon.

Details:

Farben: black, aluminium, phantom/red, matt mud
Filter: Vision AdvantageTM PC lens (LST active (antifog) + LST bright (af) | LST active silver + LST bright (af) | Space lens + LST bright (af) | LST vario)
UVP: 289,- Euro

8 Kommentare zu
Review – adidas TERREX PRO: Outdoor-Brille von adidas eyewear im Test

  1. Mister X :) kommentierte:

    Hey 😉

    Super Test 🙂 !

    Ich überlege mir die Terrex Pro zu kaufen, habe da aber noch ein paar Fragen;) :
    Ich will sie auch zum Skifahren an feuchten und nebeligen Tagen tragen, du konntest die Brille ja schon ausreichend testen, beschlägt das Glas bei schlechtem und feuchtem Wetter oder gar nicht???
    Zu dem Vario-Mechanismus: Gibt es zwischen hell und dunkel einen merkbaren Unterschied???
    Wie schnell funktioniert das von hell zu dunkel und anders herum???
    Ist das Glas wenn es „hell“ ist, auch hell genung um bei schlechtem Wetter im Nebe zu fahren, oder reicht es dazu nicht???
    Sind die Vario-Gläser verspiegelt (wichtig gegen große Infrarot-Belastung im den Bergen?)???

    Vielen Dank!

    lg Mister X 🙂

    • airFreshing kommentierte:

      Servus Mister X

      vielen Dank für deinen Post und dein positives Feedback. Gerne klären wir für dich die Fragen.

      zu Frage 1:
      wir hatten die Brille an einem recht diesigen und vor allem nebeligen Tag dabei. Lediglich bei direkter Atemluft ist sie beschlagen, also, wenn man den Kragen zu weit hochzieht und beim Ausatmen quasi direkt in die Brille hineinhaucht. Ansonsten ist die Brille sowohl mit als auch ohne „Skibrillen-Aufsatz“ nie bzw. kaum beschlagen.

      zu Frage 2 und 3:
      da müssen wir ehrlich gesagt nachlegen und werden die Brille einem Zweittest unterziehen. Sobald wir da Ergebnisse vorliegen haben, lassen wir es dich wissen.

      zu Frage 4:
      die Brille ist in dem Sinne nicht so stark verspiegelt, wie man es von Expeditionsbrillen her kennt. Dennoch verfügt die Terrex über einen ausgezeichneten UV-Filter und sollte dich optimal schützen. Wie es allerdings mit der Infrarot-Strahlung ausschaut, müssten wir selber erst einmal nachprüfen.

      Beste Grüße

      • Mister X kommentierte:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort 🙂 !!!

        Das mit den Beschlagen, oder besser mit dem „Nicht-Beschlagen“ hört sich ja schon richtig gut an und steiegert mein Intresse an der Brille.
        Es ist echt super von euch das ihr die Brille nur wegen einen Leser noch mal unter die Lupe nehmen wollt 🙂
        Wäre sehr an den Ergebnissen interresiert, wenn sie vorliegen.
        Nochmals Danke und beste Grüße!
        PS: Sorry dass meine Antwort so lange auf sich warten gelassen hat, war in einem langen Urlaub 😉

        • veischu kommentierte:

          Servus Mister X,

          entschuldige, dass eine Antwort so lange auf sich warten lassen hat, aber wir mussten da selbst erst einmal Erkundungen einholen. Wir haben uns direkt bei adidas schlau gemacht und die TERREX PRO selbst auch noch einmal ausgiebig getestet. Hier nun das Fazit:

          Die TERREX PRO passt sich zwar den Lichtverhältnissen an, aber nicht so schnell, wie du evtl. erwartest. Fährt man bspw. in einen dunklen Tunnel hinein, dauert es ein paar Sekunden bis sich die Brillengläser angepasst haben. Bei schnellen Rides im Schnee sollte man daher keine Wunder erwarten. Laut Aussage von adidas ist man sich dessen durchaus bewusst und arbeitet intensiv an einer Optimierung des „Problems“.

          Nichtsdestotrotz ist die TERREX Pro im Gegensatz zu herkömmlichen Sportbrillen durchaus zu empfehlen, da sie durchweg mit nützlichen Features überzeugt. Wir waren zufrieden und auch wir sind der Meinung, dass man keine Wunder erwarten sollte, denn da stößt die Physik bzw. die Technologie aktuell schlichtweg (noch) an ihre Grenzen.
          Wir hoffen, dass dieser „Nachschlag“ deine Fragen beantwortet hat und deine Entscheidung erleichtern wird.

          Beste Grüße

  2. Marcel Seibel kommentierte:

    Hallo

    Ich bin auch an der Adidas Terrex Brille sehr interesiert und wollte fragen ob die seiten komplett vor seitlichen lichteinfall schützen? da ich bald, eine Alpineausbildung vor mir habe und mich auf mein Material verlassen können muss.

    • veischu kommentierte:

      Hallo Marcel,
      wir können dir die adidas Terrex Pro wärmstens empfehlen. Sie schließt sehr gut ab und schützt auch vor seitlich einfallendem Sonnenlicht recht gut. Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass es immer auf die Ergonomie des Gesichts des jeweiligen Sportbrillenträgers ankommt. Daher können wir auch nur für uns sprechen. Wie die Brille vom Nasensteg her bei dir sitzt und ob sie eine perfekte Einheit mit deinen Wangenknochen etc. bildet, solltest du optimalerweise direkt im Geschäft testen. Absolut dicht ist sie aber auf alle Fälle, wenn du den Schaumstoffeinsatz einclipst. Damit machst du die Terrex Pro nicht nur zum Skibrillen-Ersatz, sondern auch zu einer hervorragend abschließenden und winddichten Gletscherbrille.

      Wir hoffen, dass dir das weiterhilft. Bei weiteren Fragen kannst du uns jederzeit wieder kontaktieren oder auch auf Facebook posten: http://www.facebook.com/airFreshing. Ansonsten viel Spaß mit der Terrex Pro. 🙂

      Dein airFreshing-Team

  3. Dost kommentierte:

    Kritik zur Adidas Terrex Pro

    habe sie wegen einer Winkelfehlsichtigkeit als Rennradbrille gekauft und bin für diese Nutzung damit sehr zufrieden. Nun habe ich sie zum 1. Mal als Skibrille mit Band um den Helm und „beschlagfreiem“ Einsatz genutzt und muss feststellen: auch ohne hohen Jackenkragen und ohne Richtung Brille zu schnaufen, beschlägt sie nach kürzester Zeit total und ausnahmslos, besonders wenn man kurz anhält um auf Mitfahrende Skifahrer zu warten. Und das bei MInus 10 Grad und kälter, jetzt stellt euch das mal um den Gefrierpunkt vor… Sitzt viel zu nach am Gesicht… Nach 2 nervigen Tagen hab ich die Brillenbügel wieder montiert und und die 2. „Schicht “ rausgenommen und sie als normal Sonnenbrille mit optischem Einsatz (Winkelfehlsichtigkeit) benutzt … selbt da läuft sie noch an, wenn man beim Skifahren stehenbleibt und auf jemanden wartet… Gibt es nicht ein „anti-fog-spray“ für Brillen ? Als einfache Sportbrille ist sie top, aber das Pro Equipment hätte ich mir absolut sparen können…

    • veischu kommentierte:

      Hallo Anja,

      vielen Dank für deinen Post und die kritischen Anmerkungen. Das ist ärgerlich, dass du solche Erfahrungen mit der Terrex Pro gemacht hast. Wir hatten da anscheinend mehr „Glück“ oder haben andere Erfahrungen gemacht. Wir hatten die Brille – unabhängig vom Testbericht hier – im Rahmen des Mammut Peak Projects (http://www.airfreshing.com/mammut-mammut-peak-project-airfreshing-com-goes-top-of-europe.html) auf dem Mönch mit dabei und waren mehr als zufrieden mit der Brille. Ich denke, dass sie eine Skibrille nicht ersetzen kann. Für den Skisport liegt sie womöglich einfach zu eng am Gesicht an und stoßen die Belüftungsöffnungen einfach an ihre Grenzen. Wir haken da aber noch einmal nach – auch in puncto „Anti-Fog-Spray“.

      Meinem Wissen nach gibt es da tatsächlich entsprechende Sprays, die ein zu rasches Beschlagen einer Brille helfen. Viell. hilft aber auch ein kleiner „Haushalts-Tipp“ meines Großvaters. Schmier die Scheibeninnenseiten doch einmal leicht mit einem Geschirspülmittel ein und wasch es dann leicht ab…bei meiner Autoscheibe hat es tatsächlich funtkioniert. 🙂

      Berichte uns doch gerne, wenn du eine Lösung gefunden hast.
      Sportliche Grüße

      Veit vom airtFreshing-Team

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