Rezension – AS Verlag / Stefan König Alpingeschichte(n) neu geschrieben – die etwas anderen Seiten der Bergwelt


 
10.12.15
 

Mont Blanc, Matterhorn, Drei Zinnen, Nanga Prabat, Mount Everest und wie sie nicht alle heißen die großen Gipfel dieser Erde. Sie alle sind Teil eines modernen Alpinismus, aber genauso Teil einer alpinen Geschichte, die nicht immer nur verknüpft war mit Heldentum und bergsteigerischen Höchstleistungen. Auch die Wissenschaft steuerte ihren Beitrag zur Eroberung der Berge bei und ebnete damit unwillkürlich den Weg für den heutigen Massentourismus sowie den fortwährenden Raubbau an der Natur – sei es in Form von Skigebieten, Bergbahnen oder durch die generelle Urbanisierung hochgelegener Bergregionen. Bücher darüber gibt es inzwischen mindestens genauso viele wie Gipfel auf aller Welt. Und mit Sicherheit sogar noch deutlich mehr. So gibt es wohl kaum etwas, das noch nicht erzählt, kein Mythos, der nicht durchleuchtet, und kein alpiner Held, der noch nicht protraitiert wurde. Was also kann ein Buch mit dem Titel: „Alpingeschichte(n) – von den Anfängen bis auf den Mount Everest“ schon bieten, außer eine erneute Aneinanderreihung von bereits bekannten Fakten zur Besteigungs- und Eroberungshistorie der Bergwelt?

Schwere Berggeschichte serviert in 24 alpinen Häppchen

Überaus viel, wie wir nach den ersten Kapiteln des 240 Seiten starken Werkes anerkennend feststellen müssen. Anstatt tausende von Daten und Fakten nur in muffige Sätze zu gießen und altebekanntes Wissen erneut auszurollen, serviert der bekannte Autor Stefan König insgesamt 24 alpine Häppchen, um den Leser in die faszinierende Welt der Berge zu entführen. Natürlich dürfen Namen wie Whymper, Messner, Buhl und Bonatti dabei nicht fehlen. Aber auch der Einfluss naturwissenschaftlicher Dichter und Denker wie Goethe und Humboldt wird darin beleuchtet. Gekonnt stellt König so manch ungewöhnliche Frage und gibt darauf ganz untypische, ja liefert sogar teils überraschende Antworten.

Wunderbar unterhaltsam und bespickt mit einer Vielzahl an Randnotizen sowie Anekdoten schreibt der Autor somit seine ganz eigene Alpingeschichte. Dezent portioniert, damit man als Leser nicht völlig übersättigt das Buch nach wenigen Seiten wieder beiseite legt, um die Menge der konsumierten Informationen erst einmal verdauen zu können. Garniert wird das alles mit kleinen Abstechern in die verschiedensten Bereiche und beschränkt sich der Autor nicht wie sonst üblich mit einer Lobhudelei über die heroischen Heldentaten bekannter Gipfelstürmer. Vielmehr wirft König einen Blick über den Tellerand hinaus und geht auch auf Themen wie Kultur, Spiritualität und Tourismus im Allgemeinen ein. Ebenso beschreibt er den Einfluss von Kriegen, Kolonialismus und ökologischer Ausbeutung, die seit jeher in der Bergwelt ihre Spuren hinterlassen. Auf diese Weise gelingt es dem Autor, aus schweren Berggeschichten wirklich leichte Kost zu zaubern, die selbst lesefaule Frischluftfans nicht auf den Magen schlagen, sondern zum Weiterlesen animieren. Das perfekte Buch für gemütliche Hüttenabende oder eine längere Rast auf den Gipfeln dieser Welt.

Die Details:
Titel: Alpingeschichte(n) – von den Anfängen bis auf den Mount Everest
Verlag: AS Verlag
Autor: Stefan König
Umfang: 240 Seiten mit 24 Abbildungen
Preis: 29,90 Euro / 29,80 CHF * (* empf. VK-Preis)

airFreshing-VairLosung* zu Weihnachten

Gemeinsam mit dem AS-Verlag verlosen wir drei Exemplare des Buchs „Alpingeschichte(n)“. Alles was man für eine Teilnahme* tun muss – bis spätestens Sonntag, den 20.12.2014, um 24Uhr eine E-Mail an vairlosung@airfreshing.com, in der ihr folgende Frage richtig beantwortet wird:

Welche berühmten Dichter und Denker werden im Buch für ihren Beitrag zur Alpingeschichte genannt?

*Teilnahmebedingungen: Aktionszeitraum ist vom Freitag, den 18.12. bis einschließlich Sonntag, den 20.12.2015. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren, der bis spätestens zum 20.12.2014 um 24 Uhr eine E-Mail mit der korrekten Antwort an vairlosung@airfreshing.com schickt. Der Gewinner wird direkt über die angegebene E-Mail Adresse benachrichtigt. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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