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SAAC – Lawinenkunde, ein Muss für alle Bergfreaks


 
30.10.09
 

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Jeden Winter treffen sich Tausende von Snowboardern und Skifahrern in den Alpen, um sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen, die herrlichen Ausblicke zu genießen und vor allem um Spaß im Schnee zu haben. Viele lockt dabei besonders das unberührte Weiß abseits aller Touristenströme und Pistenregeln. Es ist auch eine herrliche Sache, in den frischen Pulverschnee einzutauchen und eins mit der Natur zu werden. Dieses berauschende Gefühl soll so lange wie möglich anhalten. An ein Worstcase-Szenario denkt dabei fast niemand. Auch wenn man sich nicht gleich das Schlimmste ausmalen muss, sollte man doch für die Fahrt im Gelände gut vorbereitet sein. Denn Gefahren lauern dort überall. In der Euphorie übersieht man sie jedoch leicht. Daher ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren, sich richtig auszurüsten und sich Tipps von Experten zu holen.
Solche Experten findet man bei einem SAAC – snow & avalanche awareness camp. Die SAAC Guides haben als staatlich geprüfte Berg- und Skiführer die richtige Ausbildung und jahrelange Erfahrung, um die Gefahren und die richtigen Verhaltensmaßnahmen im alpinen Gelände zu vermitteln. Alle SAAC Guides sind zudem junge Freeridecracks, die auch selber nicht auf den Powder verzichten wollen, aber wissen worauf es ankommt, um das Risiko zu minimieren.


Ein SAAC Lawinencamp ist ein informatives Erlebnis für jeden Backcountryliebhaber – egal ob junger Freeridefan oder arrivierter Skitourengeher. Mitmachen kann bei SAAC jeder und jede SnowboarderIn und SkifahrerIn ab 14 Jahren. Für Manche mag das SAAC-Programm vielleicht zu „cool“ sein, viele finden’s aber einfach „geil“, was die bereits über 8.000 ehemaligen SAAC-Teilnehmer bestätigen. Bei SAAC heißt die Devise nicht büffeln, verbieten und bestrafen, sondern gemeinsam mit Gleichgesinnten den Powder genießen und dabei auf lockere Art und Weise viel lernen, um das eigene und das Leben anderer im alpinen Gelände zu schützen.
Bei kostenloser Teilnahme und Gratis-Leihnotfallausrüstung findet niemand mehr eine Ausrede nicht teilzunehmen, sondern sucht sich online sofort eine passenden Ort und einen passenden Termin. Wer also an einem SAAC teilnimmt, kann nur gewinnen – an Information, Spaß und Freunden.
Und wie läuft nun so ein SAAC ab? Ganz easy. Man meldet sich zuerst rechtzeitig online auf www.saac.at an, um einen der 50 Plätze pro Termin zu ergattern, packt dann seine Snowboard- oder Skiausrüstung inkl. Rucksack zusammen und kommt zum Treffpunkt. Bei der Theorie am ersten Nachmittag geht’s um Lawinenlagebericht, Geländekunde, Wetter, Lawinenarten, Ausrüstung und vieles mehr – via Power-Point und Videos von den netten SAAC-Guides locker präsentiert. Wer aktiv mitarbeitet und gelegentliche Fragen der vortragenden Bergführer beantworten kann, wird mit Goodies der Sponsoren belohnt. Die Bergführer stehen während und nach dem Theorieteil gerne jedem Rede und Antwort. Nach ca. drei Stunden werden die Teilnehmer mit neuem Wissen voll gepackt in den Abend entlassen.
Am nächsten Morgen heißt es pünktlich um 08:45 Uhr mit Ski- oder Snowboardausrüstung bei der Talstation bereit sein. Dort wird die Leih-Notfallausrüstung ausgeteilt und danach werden Gruppen mit maximal 10 Personen pro Bergführer eingeteilt. Nach einem Gerätecheck geht es dann mit dem SAAC-Bergführer ab ins Gelände. Am Berg wird das Theoretische vom Vortag dann praktisch umgesetzt. Übungen zu Geländekunde, Lawinen- und Schneekunde werden mit dem Vergnügen des Tiefschneefahrens verbunden. Für den Ernstfall wird auch noch eine Verschüttetensuche geprobt, bevor es gegen 15:30 wieder Richtung Tal geht. Bei einem gemütlichen Umtrunk haben dann die Teilnehmer noch die Möglichkeit über das Erlebte zu diskutieren und sich über die nächste Stufe in der SAAC Lawinenausbildung – einem SAACnd Step Camp – zu informieren.

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