ISPO-Preview – Shops 1rst Try 2014 Die neuesten Snowboard-Highlights für die Wintersaison 2015/16


 
07.02.15
 

Einmal jährlich trifft sich im Januar der Kern der Snowboard-Industrieszene in einem garnicht so abgelegegnen, aber relativ unbekannten Teil Tirols, am Venet, dem Hausberg von Zams bei Landeck. Weil die Stimmung bei solch einem Stelldichein recht gut ist, man sehr direkten Zugriff auf Testmaterial hat und einen guten Überblick darüber erhält, was in der nächsten Saison an Neuigkeiten zu erwarten ist, sind wir für im Frühjahr 2014 über den Fernpass gefahren und waren beim Szenetreff live dabei.

Highlights im Bereich Snowboards:

AMPLID: Peter Bauer ist ein gestandener Boarddesigner, das konnte er schon für den Branchenriesen Burton unter beweis stellen, der ihn jahrzentelang sponserte und für die er auch als Entwickler tätig war. Zum zehnjährigen Firmenbestehen gibt es eine Special Edition die sich 10/30 nennt. Innovatives Design, gute Verarbeitung, hohe Kantentreue und allgemein herrausragende Performance wird den AMPLID-Brettern nachgesagt. Deshalb haben die Jungs aus Fischbachau verdientermaßen den 2015er Award für das innovativste Splitboard gewonnen. Alle Produktionsschritte finden innerhalb eines 400 km Radius um den Firmensitz statt. Wir sagen: Thumbs up und nice!

K2 WorldWideWeapon: K2 hat das World Wide Weapon-Freestyleboard, welches ursprünglich im Jahr 2002 von Travis Parker mit designed wurde, neu aufgelegt. Danny Larsen und Jake Kyuzk haben nochmal nachgeshaped und heraus kam am Ende ein feines Jibberbrett für Freunde von Pipe und Co. JibTip Hybritech™-Konstruktion und Freestyle Tweekend™ Baseline Technology sorgen für mehr Smoothness beim Jibben, während K2’s neues „Butter Zone™ Design dank eines souveränen Sidecuts und Shapes verhindert, dass die Kanten unschön in den Schnee krallen. Der sanfte Übergang zwischen Rocker und Tip-Bereich garantiert mehr Stabilität bzw. Boardfläche und eröffnet neue Möglichkeiten für Presses und Butters.

ROME SDS „MOD ROCKER“: Eigenständiges Shape, toller Pop sowie Flex und ein echt cooles Surffeeling ließ den MOD Rocker zu einer der Highlightboards während des Testings am Venet werden.

GOODBOARDS „Legends 202“: Kaum zu glauben, aber wahr – ein Board mit über 2 Meter Länge, dass definitiv alles andere als schwerfällig ist. Das Legends ist ausschließlich als Camber erhältlich und besitzt trotz seiner Überlänge hervorragende Fahreigenschaften und alles andere als einen großen Radius bei den Turns. Die Optik des Boards ist absolut gelungen (Holzfunier aus Apfelbaum) und ist auf jeden Fall ein absoluter Hingucker. Alles in allem bekommt man mit dem Legends ein Board das mit ordentlich Gas gefahren werden will – egal ob auf der Piste oder beim Freeriden im Backcountry.

Produktneuheiten im Bereich Splitboards:

Splitboards gelten inzwischen längst nicht mehr nur als Nische im Snowboardmarkt und erfreuen sich einer immer gößeren Beliebtheit. Und die Hersteller reiben sich ob dicker Verdienste die Hände. Die aufgerufenen Preise sind gelinde gesagt etwas fragwürdig, denn teilweise kann der Ausarbeitungsstatus der auf den Markt geworfenen Produkte – besonders im Bereich der Bindungssysteme – dem Preis nicht immer gerecht werden. Hier ist definitiv „Vorsicht“ beim Kauf geboten. Am besten sollte man vorher das Web genau checken, bevor zugeschlagen wird. Spark-Bindungen haben beispielsweise ein Harscheisenproblem. Wer diese nicht genau einfädelt, kann sich die Eisen unter Umständen komplett schrottreif treten. Der Heel-Lock, der allein schon entspannte 49,- Euro kostet, kann ebenso ziemlich leicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn man die Funktionsweise bzw. die korrekte Anwendung nicht sofort versteht.

K2 Kwicker-System BC: Das von K2 entwickelte Kwicker-System, das die einstmals in Vergessenheit geratene Clicker-Bindungstechnologie vom Hersteller Shimano wieder aufleben lässt, geht in die dritte Saison und punktet mit geringem Gesamtgewicht. Wer sich bisher am dazugehörigen, reinen BOA-Boot „Starck“ störte, kann sich jetzt über das neue Lacer-Modell „Compass“ für Herren freuen. Darüber hinaus bietet K2 (unserem Wissen nach) als einziger Hersteller „canted pucks“ an, die euch beim Abfahren ergonomisch im Stance unterstützen. Das Kwicker-System ist das einzige Board-Boot-System, das als „geschlossen“ bezeichnet werden kann, weshalb es aktuell das schnellste System am Markt ist was die Umbauzeiten betrifft. Es ist zudem Teil der K2 Backside Collection und mit allen K2 Splitboards inklusive Ultra Split, Panoramic und dem speziell für Frauen entwickelten Northern Lite kompatibel.

Neuheiten im Bereich Softboots:

Die reinen Lacerboots werden weniger, denn BOA und Schnellschürsysteme sind beständig auf dem Vormarsch. Die meisten Hersteller bieten nur noch ein bis drei Lacermodelle an. Diskussionswürdig unserer Meinung nach, denn BOA-Boots sind Geschmackssache. Eine sehr brauchbare Schnellschnürung kommt unserer Meinung nach von Northwave, wobei deren Boots obendrein erfreulich unvoluminös designed sind und sehr hochwertig verarbeitet sind. Ansonsten sind uns noch folgende Hersteller im Bootbereich besonders positiv aufgefallen:

ROME SDS: Schöne Boots, was Material- und Farbwahl angeht, findet Ihr bei ROME. Und gut fahren, lassen sie sich auch noch.

K2: Der recht harte T1 Lace bietet eine Kombi aus Lacer- und BOA-Boot, die leicht zu bedienen ist und ein schnelles Ein- oder Aussteigen ermöglicht. Dankenswerterweise ist der Boot mit einer Vibramsohle ausgestattet. Endo-, Conda- und Harshmellow-Technologie runden das Gesamtkonzept noch zusätzlich ab.

News im Bereich Snowboard-Bindungen:

Ein interessanter und neuer Bindungsansatz kommt von NOW. Der Bindungshersteller versucht über ein mittig platziertes Bindungsgelenk das „Skatefeeling“ ins Snowboarden zu übertragen. Im Einsatz bedeutet das, dass beim Umkanten bzw. bei Vor- oder Rücklage mehr Druck auf die Kante ausgeübt werden kann. Funktionierte beim Testride ziemlich gut, kann und sollte man sich also durchaus mal anschauen.

Ski- und Snowboardhelme:

K2 „Route“: Bisher ungesehen, was Optik sowie Konzept angeht, finden wir den Route Helm von K2 absolut erwähnenswert. Mit gerade einmal 320 Gramm ist er laut Hersteller der leichteste Wintersport-Helm am Markt. Dadurch eignet er sich nicht nur für den Einsatz im Schnee, sondern erfüllt auch die strengen Anforderungen an einen Fahrradhelm. Dank der integrierten Ultra-Cored-Technologie verfügt er zudem über insgesamt 59 Belüftungsöffnungen und ist somit das ganze Jahr über einsatzfähig.

Skibrillen und Goggles:

Anon „M2“: Für den guten Durchblick auf der Piste oder im tiefen Powder steht das Flagschiff von Anon. Mit der Magna-Tech Quick Lens Change Technology ist ein schnelles und unkompliziertes Wechseln der Gläser möglich. Somit ist eine gute Sicht bei jedem Wetter garantiert. Des Weiteren besticht die Brille durch eine sehr gute Passform – egal ob mit oder ohne Helm.

SMITH OPTICS „I/O“ Goggles: „Da kriegt man ja voll die Smith Optics“ war der Ausruf einer unserer Redakteure, nachdem er die „I/O“ zum ersten mal wieder absetzte. Erstaunlich verbieg- und verwindungssteif, Lenses ultraschnell austauschbar, kein Beschlagen (zumindest als wir sie getragen haben) und ein enorm großzügiges Gesichtsfeld, um nur die Hauptmerkmale einer Featureliste zu nennen, die noch deutlich länger ausfällt.

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