Testbericht – Berghaus Winterkollektion 2019/20 Die feine englische Art, multifunktionale Outdoor-Klamotten zu tragen


 
14.01.20
 

Berghaus. Klingt beim ersten Hören ziemlich Deutsch – und genau das ist es auch, was die beiden Gründer Peter Lockey und Gordon Daviso beabsichtigten, als sie 1966 die englische Firma Berghaus ins Leben riefen und dafür nach einem passenden Namen suchten. Seinerzeit dominierten Outdoorartikel aus Deutschland und Österreich den Markt und standen für hohe Qualität. Mit der deutschen Bezeichnung wollten die beiden Engländer ihrer Marke eine höhere Glaubwürdigkeit verschaffen und direkt klar machen: Hier gibt es hochwertiges Equipment für den Einsatz draußen am Berg.

Mittlerweile hat sich Berghaus zu einer festen Größe im Outdoorgeschäft entwickelt. Geblieben ist nurmehr der deutsch klingende Name, denn mit „fremden Federn“ müssen sich die Britten längst nicht mehr schmücken, um ein Qualitätsversprechen a la “Made in Germany” abzugeben. Vielmehr steht Berghaus für Technik, Funktionalität und Performance sowie ein anständiges Preis-Leistungsverhältnis. Während die klassische Dreilagen-Hardshell bei vielen bekannten Herstellern wie Mammut oder Arc‘teryx die Grenze von 500.- Euro längst überschritten hat, wird man bei Berghaus auch für rund 300.- Euro noch gut fündig. Ganz nebenbei erwähnt, war Berghaus auch einer der ersten europäischen Hersteller überhaupt, welcher die Gore-Tex Membrane in der eigenen Outdoorbekleidung einsetzte und bis heute als festen Bestandteil im Sortiment behalten hat. Kein Grund sich auf der Forschungs- und Entwicklungsarbeit anderer auszuruhen. So arbeitet die britische Outdoormarke auch inhouse stetig an der Weiterentwicklung seiner Technologien. Beispiele hierfür sind unter anderem das Bioflex-Tragesystem für Rucksäcke oder auch die wasserabweisende Hydrodown. Dabei wird die empfindliche Daune durch eine spezielle DWR-Beschichtung vor Feuchtigkeit geschützt und behält so auch bei Nässe ihre unübertroffene Wärmeleistung bei.

Damit sind auch schon die wichtigsten Schlagworte für den nun folgenden Testbericht gefallen. Wir haben für euch einige Teile aus der aktuellen Winterkollektion unter die Lupe genommen, die genau auf eben jene Technologien setzen, die für Berghaus typisch sind. Mit dabei: Die Ramche MTN Reflect Daunenjacke mit der bereits erwähnten Hydrodown-Isolation, die Changtse Regenjacke mit Gore-Tex Active Shell und Gore-Tex Paclite sowie zwei funktionale Baselayer aus geruchshemmenden Materialien. Ob uns die Produkte überzeugen konnten und ob die Kollektion bei uns auch optisch punkten konnte, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Berghaus WMN’s Ramche MTN Reflect Jacket – Die High-End Daunenjacke

Die Women’s Ramche Mountain Reflect Down Jacket von Berghaus wurde entwickelt, um selbst bei widrigsten Verhältnissen für zuverlässige Wärme zu sorgen. Mit weniger als 500 Gramm ist sie dabei ein echtes Leichtgewicht. Gefüttert ist die Isolationsjacke mit hochwertiger Gänsedaune mit einer Bauschkraft von 700 cuin bei einem Daunen-Feder-Verhältnis von 90/10. Während normale Daunen mit Nässe auf Kriegsfuß stehen, sorgt bei der sogenannten Hydrodown eine spezielle Nikwax DWR-Imprägnierung für konstante Wärmeleistung auch bei Nässe. Das Pertex Quantum Außenmaterial verspricht obendrein Robustheit und Langlebigkeit.

Die Daunenjacke ist getreu dem Bodymapping-Prinzip aufgebaut und dementsprechend an den besonders kritischen Stellen bzw. an den besonders empfindlichen Körperpartien zusätzlich isoliert. So ist die Jacke bspw. im Brustbereich stärker gefüttert als an den Ärmeln wodurch auch die Bewegungsfreiheut erhalten bleibt. Dank dem Wärme reflektierenden Innenmaterial soll die vom Körper produzierte Hitze wieder zurückgegeben werden und nicht verloren gehen. Wer es noch ein bisschen wärmer möchte, der setzt einfach die gut gepolsterte Kapuze auf und macht die Armbündchen enger, so dass kaum bis gar keine Körperwärme mehr entweichen kann. Der Schnitt ist körperbetont und die Rückenpartie fällt länger aus. Die beiden Fronttaschen sind so platziert, dass sie auch mit Rucksack und Klettergurt gut zu erreichen sind.

Das af-Testurteil von Vroni: Komfortables Wärmewunder für fröstelnde Frischluftmädels

Eine Daunenjacke gehört bei mir im Winter immer mit ins Gepäck. Schließlich gibt es kein Kleidungsstück, das besser wärmt und gleichzeitig so wenig ins Gewicht fällt. Mit der Berghaus Ramche Daunenjacke ist man bei winterlichen Unternehmungen in vielerlei Hinsicht gut beraten. Die Jacke ist ein echter Isolations-Allrounder – auch bei eisiger Kälte und zweistelligen Minusgraden. Dank der Pertex Quantum Außenschicht ist das Modell nicht zu empfindlich und man muss keine Angst haben, dass man beim ersten Kontakt mit Ästen oder scharkkantigen Felswänden sprichwörtlich gleich Federn lässt. Die Nikwax DWR Imprägnierung der Daunen sorgt dafür, dass die Jacke auch bei ein paar Schneeflocken oder leichtem Schneeregen nicht an Wärmeleistung einbüßt und die Füllung nicht verklumpt. Dauerhaften Regen sollte man aber trotzdem meiden, denn auch die Hydrodown ist nicht genzenlos belastbar.

Der Schnitt der Ramche Daunenjacke ist körperbetont, aber nicht zu eng. Die beiden Fronttaschen sind etwas höher platziert, wodurch sie auch mit Rucksack gut zu erreichen sind. Praktisch ist auch die kleine RV-Tasche auf der Innenseite für Geld oder Handy. Besonders hervorzuheben ist der verlängerte Rücken der Jacke, durch den die empfindliche Nierenregion bestens geschützt bleibt. Die Kapuze ist gut gepolstert und passt hervorragend über einen Kletterhelm. Einziges kleines Manko: Die Kapuze besitzt keinen Kordelzug, um sie beispielsweise bei starkem Wind enger ins Gesichts ziehen zu können.

Trotz der hohen Bauschkraft und der damit verbundenen Wärmeleistung trägt das High-End Modell nicht allzu sehr auf. Man kann die Daunenjacke notfalls auch unter eine etwas weiter geschnittene Hardshell ziehen. Ohne, dass man sich dadurch allzu sehr eingeengt fühlt. Die Optik meiner Testjacke in schwarz mit beerenfarbenen Akzenten und Innenfutter gefällt mir persönlich wirklich gut, da sie sich dadurch perfekt kombinieren lässt. Für die etwas mutigeren Damen gibt es die Jacke auch in knalligem Rot. Mit ihren 300.- Euro liegt die Berghaus Ramche Jacke für Damen sicher nicht im unteren Preissegment. Für ein High-End Modell mit einer derart hohen Wärmeleistung, RSD-zertifizierter Daune und 90% bluesign zertifizierten Materialien kann man aber wirklich nicht meckern.

+ sehr gute Wärmleistung bei geringem Gewicht
+ gute Passform mit längerem Rücken
+ Wasserabweisende Daune
+ Robuste Außenschicht

– Kapuze ohne Kordelzug
– Kein Packsack für den Transport

Die Details:
Besonderheiten:  Hydrodown mit Nikwax DWR Imprägnierung, Daune nach RDS zertifiziert, durchgehender Front-RV mit Kinnschutz, verstellbare Bündchen, 2 Front RV-Taschen, langer Rücken, Innentasche mit RV, Netztasche Innen
Material: Hauptmaterial: 100 % Polyamid mit Pertex Quantum; Füllmaterial: Daune mit 700 cuin Bauschkraft, Verhältnis Daune-Feder 90/10
Größen:  UK Größen 14 – 18 (entspricht 38 – 42)
Farben:  Schwarz, Rot
Gewicht: 489 g
Preis: 300.- Euro (UVP)

Berghaus WMN’s Changtse Waterproof GORETEX Jacket – Hardshell mit cleverem Materialmix

Die Berghaus Changtse Hardshell ist aus einer funktionellen Materialmischung aus Gore-Tex Paclite Plus und Gore-Tex Active Shell gefertigt. Dadurch verspricht sie nicht nur dauerhaft wasserdicht und windundurchlässig zu sein, sondern ist zugleich auch besonders atmungsaktiv und bewegungsfreundlich. Ausgestattet ist die Jacke mit einem hohen Kragen und wetterfester Kapuze. Zudem verfügt die Hardshell über Ventilationsöffnungen unter den Armen, die bei anstrengenden Anstiegen oder Kletterpassagen für zusätzliche Luftzirkulation sorgen. Sowohl am Saum als auch an den Armbündchen setzt Berghaus auf robustes GORE-TEX Topo Stretch Gewebe, um mehr Komfort und bessere Bewegungsfreiheit zu erreichen.

Mit ihren 284 Gramm fällt das Modell sehr leicht ins Gewicht und lässt sich für den Transport im Reise- oder Tourengepäck sehr gut komprimieren. Der Schnitt ist körperbetont und fällt generell etwas länger aus, wodurch vor allem die empfindliche Nierenpartie bestens geschützt bleibt. Zum Verstauen von Kleinigkeiten verfügt die Jacke noch über eine Brusttasche mit Reißverschluss.

Das af-Testurteil von Vroni: Durchdachtes Leichtgewicht mit viel Bewegungsfreiheit

Die Berghaus Changtse Jacke überzeugt bereits beim ersten Auspacken durch ihr geringes Gewicht. 284 Gramm sind für eine voll ausgestattete Hardshelljacke eine extrem gute Hausnummer. Aber nicht nur beim Gewicht kann die Changtse punkten, sondern vor allem auch beim Tragekomfort und der Atmungsaktivität. Die Jacke ist gerade geschnitten und fällt am Rücken etwas länger aus.

Die Hardshell sitzt sehr gut am Körper und bietet trotzdem ausreichen Bewegungsfreiheit. Das Gore-Tex Active Material trägt sich sehr angenehm und ist nicht so starr wie man es früher von Hardshelljacken gewöhnt war. Es besitzt eine sehr gute Atmungsaktivität, wodurch man auch bei schweißtreibenden Anstiegen nicht allzu sehr ins Schwitzen kommt. Falls doch, dann sorgen die großzügigen Unterarm-RV für zusätzliche Abkühlung.

Für maximale Robustheit und Abriebfestigkeit setzt Berghaus auf einen cleveren Materialmix und verwendet an den besonders beanspruchten Stellen wie den Schultern und den Armen Gore-Tex Paclite Plus. Besonders hervorhebenswert ist die perfekt geschnittene Kapuze und der hoch gezogene Kragen. Über einen Gummizug im hinteren Bereich lässt sich die Kapuze sehr gut enger ziehen. Auch der Kopf und Halsbereich bleiben selbst bei starkem Wind rundum bestens geschützt, ohne das Sichtfeld unnötig einzuschränken. Wie es sich für eine Jacke für den alpinen Einsatz gehört besitzt die Changtse Jacke einen leichtgängigen und laminierten Zwei-Wege-RV, weshalb sie sich problemlos mit Klettergurt getragen werden kann.

Auf seitliche Fronttaschen haben die Entwickler bewusst verzichtet und stattdessen die Brusttasche etwas großzügiger konzipiert. Kann man generell so machen, etwas höher platzierte RV-Taschen hätten aber auch nicht geschadet, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen oder um die Hände bei Regen bzw. zum Aufwärmen darin vergraben zu können. Apropos Hände: Etwas gewöhnungsbedürftig sind für mich die elastischen Einsätze an den Armbündchen. Zwar schließen diese sehr gut ab, aber sie sind eben nur gerade so weit geschnitten, dass die Handgelenke durchpassen.

Mit Handschuhen gestaltet sich das Ganze dann schon deutlich schwieriger. Dennoch sollte man in jedem Fall seine Fingerwärmer anziehen bevor man die Jacke anzieht. Denn einmal in die Ärmel gefahren, kann man die Handschuhe im Nachhinein kaum noch unter die ziemlich eng anliegenden Bündchen stopfen.

+ sehr leicht und klein komprimierbar
+viel Bewegungsfreiheit
+ sehr gute Atmungsaktivität
+ hoher Tragekomfort

– elastische Armbündchen etwas gewöhnungsbedürftig
– keine seitlichen Taschen

Die Details:
Besonderheiten:  Gore-Tex Active und Gore-Tex Paclite; Reißverschluss: Zwei-Wege, mit Kinnschutz, YKK®, wasserabweisend, Ventilationsöffnungen, Unterarmbelüftung, Brusttasche mit Reißverschluss, Materialverstärkungen, helmtaugliche Kapuze, verschweißte Nähte
Material: Hauptmaterial: 100 % Polyamid; Einsatz: 37 % Polyamid, 44 % Polyester, 19 % Elasthan
Größen:  8 – 16 (entspricht 32 – 40)
Farben:  Schwarz, Blau-Blau, Orange-Blau
Gewicht: 284 g
Preis: 350.- Euro (UVP)

Berghaus Women’s Redonda Hooded Fleece Jacket – multifunktionale Fleecejacke fürs gesamte Outdoorjahr

Die Women’s Redonda Hooded Fleece Jacket von Berghaus ist vielseitig im Einsatz und kann sowohl als Midlayer als auch als Außenschicht getragen werden. Das weiche, qualitativ hochwertige Fleece-Material wurde laut Berghaus speziell entwickelt, um die Wärme optimal zu speichern und den ganzen Tag lang warm zu halten. Demnach bietet die Jacke ein optimales Wärme-Gewicht-Verhältnis. Zudem sollen die feuchtigkeitsleitenden Kunstfasern für ein dauerhaft trockenes Tragegefühl sorgen.

Der natürliche Stretch erlaubt maximale Bewegungsfreiheit und macht die Fleecejacke zu einem idealen Begleiter für sportliche Outdoor-Aktivitäten jeder Art. Für optimalen Tragekomfort sorgen eine hoch gezogener Kragen und eine eng am Kopf anliegende Kapuze. Der feminine FLATTERING FIT-Schnitt mit elastischen eingefassten Abschlüssen an den Ärmeln betont die weibliche Figur, ohne einzuengen. Zwei seitlich platzierte RV-Taschen bieten zudem ausreichend Platz für wichtige Utensilien. Solo oder als mittlere Schicht getragen, ist die Women’s Redonda Hooded Fleece Jacket laut Berghaus eine gute Wahl für jede Gelegenheit.

Das af-Testurteil von Kathrin: Praktischer Allround-Midlayer für die verschiedensten Outdoor-Abenteuer

Die Fleecejacke von Berghaus kommt bei mir eigentlich bei fast allen Outdoor-Aktivitäten zum Einsatz. Dabei sorgt die körperbetonte Schnitt dank stretchigem Material für angenehmen Tragekomfort beim Wandern, Bergsteigen oder Skitouren. Der praktische Midlayer hält zwar fein warm, stößt an richtig kalten Tagen allerdings schnell an seine Grenzen – sofern man ihn als reine Außenschicht trägt. So wäre mir die Fleecejacke bei knackigen Minusgraden dann doch einen Tick zu dünn.

Dafür überzeugt das Fleece durch ein recht gutes Klima, sodass es selbst bei anstrengenden Aktivitäten nicht zum Hitzestau kommt. Allerdings bleibt man nach anstrengenden Aufstiegen nicht ganz trocken, was darauf schließen lässt, dass die Regulierung des Körperklimas nicht ganz optimal funktioniert. Dafür trocknet das Material überaus schnell.

Besonders praktisch sind die beiden großen Einschubtaschen mit RV, die viel Platz für Kleinigkeiten bieten und die Hände bei Bedarf schön warm halten. Die Kapuze liegt wunderbar am Kopf an und ist großzügig geschnitten, wodurch auch längere Haare darunter problemlos Platz finden. Der hoch geschlossene Kragen mit Kinnschutz ist mein persönliches Highlight, schützt dieser doch zuverlässig vor unangenehm kalten Wind. Einziges Manko ist das für einen Midlayer doch recht hohe Gewicht.

+ super Passform
+ praktische Einschubtaschen
+ hoher Kragen und gut sitzende Kapuze
+ extravagante, weibliche Farbe

+/- nur mittelmäßige Regulierung des Körperklimas

– etwas zu dünn für kalte Tage
– relativ hohes Gewicht für eine Fleecejacke

Die Details:
Besonderheiten:  Kapuze, Front-RV mit Kinnschutz, elastisch eingefasste Abschlüsse an den Ärmeln, zwei RV-Taschen, Flachnähte
Material: 100% Polyester (Fleece 235g/m²)
Größen:  8 – 18 (entspricht 32 – 42)
Farben:  Black / Carbon; Dusk / Vintage Indigo; Deep Lagoon / Tahitian Tide; Sangria / Poinsettia
Gewicht: 365 g (Gr. M)
Preis: 85.- Euro (UVP)

Berghaus Men’s Thermal Tech Tee Long Sleeve Baselayer – warmes Langarmshirt zum Drunter- und Drüberziehen

Das Thermal Tech Tee von Berghaus ist ein langärmeliger Baselayer mit feuchtigkeitsableitenden und geruchshemmenden Eigenschaften. So sorgt laut Hersteller die sogenannte ARGENTIUM®-Technologie mit ihren Silber-Ionen und der kanalisierte Garne dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit leicht abtransportiert und die Entstehung von Gerüchen dauerhaft unterbunden werden kann. Die speziell entworfene Strickstruktur soll zudem unangenehme Zugluft draußen halten und dennoch für ein optimales Körperklima sorgen.

Durch die Verwendung von UV-Absorbern und eine verbesserte Gewebestruktur soll das Material zudem optimal vor der Sonne geschützt sein. Wird es doch einmal zu warm, bietet der 1/3 Zipper auf der Front eine willkommene Abkühlung und erleichtert zudem das Überziehen. Der VERSATILE FIT bietet eine vielseitige Passform für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche und erlaubt die Kombination mit anderen Schichten im Zwiebelprinzip – ob nun als Single- oder Baselayer zum Drüberziehen.

Das af-Testurteil von Veit: relativ schwerer und verhältnismäßig dicker Baselayer für kältere Tage

Der Men’s Thermal Tech Tee Long Sleeve Baselayer von Berghaus ist ein lässig geschnittenes Langarmshirt, das nicht so recht weiß, ob es nun Funktionsunterwäsche oder Außenschicht sein will. Denn für einen Baselayer ist das Material definitiv zu dick gewählt und für einen wärmenden Sweater wiederrum viel zu dünn. Dadurch gestaltet sich das Kombinieren mit anderen Bekleidungsschichten immer etwas schwierig.

Direkt auf der Haut getragen, fühlt sich das Material sehr angenehm an. Allerdings wird der funtionale Layer schnell zu feucht, da sich das Material mit der aufgenommenen Feuchtigkeit vollsaugt. Durch den weit gefassten Saum gelangt zudem kühle Luft an den empfindlichen Nierenbereich. In die Hose gestopft ist aber wiederrum zu viel Material vorhanden, welches am Hosenbund unangenehm drücken kann. Immerhin können die geruchshemmenden Eigenschaften überzeugen, wodurch das “Sweatshirt” bei mir vor allem im Alltag zum Einsatz kommt. Bei den meisten meiner Outdooraktivitäten hingegen muss der verhältnismäg schwere Layer leider daheim bleiben.

+ angenehmer Tragekomfort
+ geruchshemmende Eigenschaften
+ hoher Kragen und flache Nähte

– etwas zu dick und zu schwer für einen Baselayer
– kein optimales Feuchtigkeitsmanagement

Die Details:
Besonderheiten: Stehkragen mit 1/3 Zipper, Flachnähte, Anti-Geruchs-Behandlung mit Silbertechnologie
Material: 100% Polyester
Größen:  S – XXL (entspricht EU 46 – 62)
Farben:  Black / Carbon; Dusk / Vintage Indigo; Deep Lagoon / Tahitian Tide; Sangria / Poinsettia
Gewicht: ca. 340 g (Gr. M)
Preis: 60.- Euro (UVP)

Kommentare sind geschlossen.

Bilder