Testbericht – evil eye Fusor Pro & Trace Pro Qualitativ hochwertige Multisportbrillen für Trailrunner, Berg- und Radsportler


 
23.02.20
 

Seit Oktober 2019 gibt es mit evil eye einen Newcomer im Sportbrillenmarkt, der jedoch bereits über reichlich Erfahrung verfügt. Denn dahinter versteckt sich niemand geringeres als Silhouette International, ein im Familienbesitz befindliches Unternehmen mit rund 1600 Mitarbeitern und Sitz in Linz (Österreich). Einst schmiedete der Brillenspezialist für adidas Sport eyewear die Sportbrillen, die sich für eine eigene Sportbrillen-Kollektion entsprechende Lizenzrechte sicherten.

Die neue Marke evil eye kann somit auf immense Entwicklungsressourcen und jede Menge Know-how zugreifen. „Made in Austria“ bieten alle Brillenmodelle beste Qualität und können mit einer hochwertigen optischen Verglasung in Sehstärke aus eigenem Hause versehen werden. Ob das wirklich gelingt und ob sich die neue Marke hinter dem ehemaligen Premium-Anbieter verstecken muss, haben wir am Beispiel der beiden Multi-Sportbrillen Trace Pro und Fusor Pro für euch getestet.

evil eye Fusor Pro – qualitativ hochwertige Multisport-Brille für anspruchsvolle Bergabenteuer in Eis, Schnee und Fels

Dank der weit nach hinten gezogenen Scheiben soll die Fusor Pro ein besonders großes Sichtfeld und perfekten Windschutz bieten. Das flexible, extrem leichte und dennoch robuste PPX®-Material verspricht enorme Gewichtsvorteile. Dank ihres abnehmbaren Face Fit Foam Pads schützt die Multisport-Brille zuverlässig vor Streulicht, Wind, Schnee und Regen. Zudem verhindert die weiche und sich der Gesichtsform anpassende Polsterung aus allergiefreiem Material, dass Schweiß ungehindert in die Augen läuft. Für maximale Performance ohne ein Beschlagen der Gläser verspricht das durchdachte Ventilationssystem. Die dynamische Belüftungstechnologie leitet feuchte Luft vom Gesicht ab und soll die Gefahr des Beschlagens der Filter verhindern.

Außerdem verfügt die Multisportbrille über eine stark gewölbtes Wrap-around Design, wodurch das Gesicht besonders weit umschlossen und ein extrem weites Sichtfeld gewährleistet werden soll. Indem sich sowohl die Höhe und Breite der Nasenauflage als auch die Winkel zwischen Filter und Bügel individuell anpassen lassen, kann die multifunktionelle Sportbrille bei den verschiedensten Sportarten zum Einsatz kommen. Die spezielle traction grip Struktur an den Bügelenden und der an die Gesichtsergonomie angepasste Rahmen soll ein Verrutschen der Brille verhindern.

Die Fusor Pro wird in zwei Größen und fünf Farben angeboten und ist, wie die weitere evil eye Kollektion, seit Herbst 2019 im Handel erhältlich. Wie alle evil eye Sportbrillen gibt es auch die Fusor Pro mit optischer Verglasung in der Sehstärke des Trägers – natürlich “Made in Austria”.

Das af-Testurteil von Veit: Die Eistonne für unterwegs – praktische Kühlpads für eine effektive Regeneration der Muskeln

Als absoluter Fan der genialen und mittlerweile leider nicht mehr produzierten Terrex Pro von Silhouette war ich natürlich neugierig auf das quasi Nachfolgemodell der Tycane Pro, die wir ebenfalls bereits getestet haben und das getrost als Flaggschiff der Brillenkollektion bezeichnet werden kann. Zwar ist die Multisportbrille deutlich graziler als der alpine Klassiker, aber dafür trumpfen die schlanken Schwesternmodelle durch ihr minimales Gewicht und maximale Funktionalität auf. Schlank fällt auch die generelle Rahmengeometrie aus, die eher etwas für schmalere Gesichter ist. So sitzt die Fusor Pro bei mir zwar wunderbar eng am Kopf an und bildet eine wunderbare Einheit. Allerdings wird das seitliche Sichtfeld in meinen Augen deutlich eingeschränkt.

Wie gewohnt flexibel und individuell auf die jeweilige Sportart anpassbar, sind die funktionalen und altbekannten Features. So lassen sich sowohl die Brillenbügel, als auch die Nasenpads in verschiedenen Winkeln anpassen. Wunderbar einfach gelingt auch das Wechseln der Gläser bzw. das Herausnehmen des mit weichem Schaumstoff ausgestatteten Innenrahmens, der bei Bedarf zusätzlichen Schutz gegen eiskalten Wind und Streulicht bietet. Wird dieser verwendet, sitzt die Brille deutlich lockerer auf der Nase und dem Gesicht und hat leider etwas Spiel. In diesem Fall empfiehlt es sich definitiv das optionale Kopfband anzulegen, um ein ständiges Verrutschen zu verhindern.

Ich selbst bin von Haus aus ein Mensch, der recht schnell und stark schwitzt. Dieser Umstand bringt die Fusor Pro definitiv an ihre Grenzen. Bei milderen Temperaturen und schweißtreibenden Aktivitäten bildet sich jedes Mal ein regelrechter Feuchtigkeitsfilm auf der Innenseite der Brillengläser – auch bei einer Skitour. Dabei fällt auf, dass es sich um Kondenswasser handelt und nicht um Wasserdmpf, der mit dem nächsten Windzug wieder verfliegt. Dadurch wird die Sicht beeinträchtigt und muss das Glas erst wieder trocken gerieben werden, bevor es weitergeht. Zudem rutscht mir die Brille recht leicht vom Nasenrücken, obwohl die silikonisierten Nasenpads optimal aufliegen.

Das Gesamtfazit: So richtig warm wollten die Fusor Pro und ich irgendwie nicht werden. Die Multisportbrille ist zwar wunderbar leicht, liegt gut an und stört kaum beim Tragen. Aber das mangelhaft funktionierende Ventilationssystem sorgt dann doch zu oft für frustrierende Momente beim Bergsteigen, Skitourengehen oder Trailrunning. Das könnte an der engen Pass- oder meiner recht breiten Gesichtsform liegen, ist für die gewohnte Qualität von Silhouette dann aber doch recht ungewöhnlich.

+ eng anliegende Passform
+ super Halt bei ruckartigen Bewegungen
+ abnehmbarer Innenrahmen für optimalen Windschutz
+ austauschbare Wechselgläser

– Kondenswasser bildet sich auf den Innenseiten der Scheiben
– verhältnismäßig kleines Sichtfeld
– rutscht relativ leicht von der Nase
– recht hoher Preis

Die Details:
Besonderheiten:
10-Base Vision Advantage PC lens, Tri.fit, Flex Zone, Quick-change Lens System, Quick-Release Hinge, Wrap-around Design, Traction Grip, Ventilation System, Clip-in, Adapter, Direktverglasung, Blende inkludiert, Double-Snap Nasenpads, inklusive Hardcase und Mikrofaserbeutel, Schwimmkörper und silikonisiertes Headband optional erhältlich
Material: PPX®
Gläser:
LST™ blue light Vario blue mirror
Größe: S + L
Gewicht: ca. 33 Gramm inkl. Innenrahmen / ca. 28 Gramm ohne Inennrahmen
Preis: 229,- Euro (UVP)

evil eye Trace Pro – leichte Multisport-Brille für ambitionierte Laufsportler und schnelle Bergabenteuer

Die Trace Pro ist laut Herstellerangaben ein äußerst effektiv belüftetes und vielseitiges Halfrim-Modell. Dadurch soll sich die Sportbrille vor allem für Ausdauersportarten empfehlen, die ein weites Sichtfeld und beste optische Qualität erfordern. Der aus dem flexiblen und robustem PPX®-Material gefertigte Rahmen sei extrem leicht und verfügt über zahlreiche Einstellmöglichkeiten. So bietet die Trace Pro bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen und Sportarten besten Durchblick. Dafür sorgt auch das Wrap-around Design, das ein extrem großes Sichtfeld sicherstellen soll.

Für optimalen Tragekomfort bietet die Sportbrille eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten – von der Höhe und Breite der Nasenauflage bis hin zum individuell wählbaren Winkel der Brillenbügel. Damit die Gläser auch bei anstrengenden Aktivitäten nicht beschlagen, lenkt das dynamische Ventilation System die Luft so,  dass ein Beschlagen der Scheibe verringert, die Feuchtigkeit abgeleitet und die Beeinträchtigung der Sicht verhindert wird. Eine abnehmbare Sweat Bar liegt an der Stirn an und schützt so die Augen vor herunter laufendem Schweiß. Zudem sitzt die Brille auch schwitzigen Aktionen sicher auf der Nase, wozu auch der Traction grip beiträgt, ein strukturiertes Element an den Bügelenden.

Das Multitalent ist seit Herbst 2019 im Handel und wird in drei Größen sowie sechs Farben angeboten. Wie alle evil eye Sportbrillen gibt es auch die trace pro mit optischer Verglasung in der Sehstärke des Trägers.

Das af-Testurteil von Veit: Die Eistonne für unterwegs – praktische Kühlpads für eine effektive Regeneration der Muskeln

Bei Laufbrillen bin ich generell sehr wählerisch. Denn während die eine eng genug anliegt, schränkt die andere wieder das Sichtfeld unnötig ein. Auch wenn die Trace Pro kein klassisches Running Modell sein will, so trage ich es doch bevorzugt beim Trailrunning. Natürlich eignet sich das Multitalent auch für andere Sportarten, spielt aber gerade beim Laufsport seine Stärken aus. So ist das Modell wunderbar leicht, liegt gut auf der Nase und überzeugt durch ein hervorragendes Sichtfeld. Was sitzt, hat Luft und wackelt nicht. Perfekt für ruckartige Bewegungen im Downhill – sei es nun zu Fuß oder mit dem Mountainbike in den Trails.

Zwar empfinde ich persönlich den weich gepolsterten “Steg zur Schweißaufnahme” etwas überflüssig, aber dieses kleine Detail sorgt mitunter für zusätzlichen Komfort. Wen es stört, der kann es auch mit wenigen Handgriffen entfernen. Gleiches gilt auch für die Nasenflügel aus weichem Silikonmaterial, die sich nicht nur individuell anpassen lassen, sondern bei Bedarf auch ausgetauscht werden können. Gerade bei intensiven Sportarten ein willkommener Pluspunkt. Hervorhebenswert ist auch der kontrastreiche Durchblick, den die Filter sicherstellen – ohne zu beschlagen.

Das Gesamtfazit: Mit der Trace Pro haben die Entwickler eine wunderbare Laufbrille bzw. eine Multisportbrille konzipiert, die kaum bis gar keinen Kritikpunkt erntet. da passt einfach vieles zusammen. Lediglich der Preis ist für meinen Geschmack noch etwas zu hoch angesetzt. Aber dafür bekommt man für viel Geld auch viel Leistung und top Qualität.

+ eng anliegende Passform
+ verstellbare Nasen- und Brillenbügel
+ bperfekter Halt auch bei ruckartigen Bewegungen
+ leicht im Gewicht
+ gut funktionierende Ventilation

– recht hoher Preis

Die Details:
Besonderheiten: Lens lock-system, Quick-change Lens System, 10-base vision advantage PC lens, Ventilation System, Double-snap Nose Bridge, Tri.fit, Wrap-around Design, Traction grip, inklusive Sweat Bar, Flex Zon, Quick-release Hinge, Clip-in, Adapter, Direktverglasung, inklusive Hardcase und Mikrofaserbeutel, Schwimmkörper und silikonisiertes Headband optional erhältlich
Material: PPX®
Gläser:
LST™ active silver
Größe: XS + S + L
Gewicht: ca. 32 Gramm inkl. Swetstopper / ca. 30 Gramm ohne Inennrahmen
Preis: 209,- Euro (UVP)

*Hinweis der Redaktion zur Kennzeichnungspflicht: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Über den Produktwert hinaus flossen keine weiteren Zahlungen oder Gegenleistungen. Das Urteil der Redaktion ist dennoch unabhängig und die spezifischen Marken haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.

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