Testbericht – GSI Outdoors Pinnacle Dualist & Glacier Stainless Microlite Ein Rundumsorglos-Paket für kleine und große Outdoorabenteuer


 
20.01.17
 

Wer mehrere Tage hintereinander durch die Gegend stapft und sich unterwegs komplett selbst versorgen will oder besser muss, der sollte ganz besonders auf das dabei zu tragende Gewicht achten. Denn vor allem beim Kochgeschirr kann am Ende ein durchaus beachtliches Sümmchen zusammenkommen, das zumeist auch noch ordentlich Platz einnimmt. Dass es auch anders geht, beweist die US-amerikanische Marke GSI Outdoor mit ihrem überaus praktischen Equipment für die mobile Outdoorküche. Mit darunter auch der während unseres zweimonatigen Neuseeland-Trips getestete „Dualist“, der sich quasi als „Matruschka unter den Koch-Sets“ mehr als nur zum Wasserkochen eignet. Dank seines innovativen, stapelbaren Staukonzepts schluckt er eine komplette Ausstattung für zwei Personen. Und weil selbst die beste Fertignahrung manchmal recht trocken daherkommt, reichten wir uns in den ebenso praktischen wie funktionalen Glacier Stainless Microlite Isolierflaschen ziemlich gerne gegenseitig das Wasser – vor allem weil die daraus servierten Getränke wie Tee, Kakao oder Kaffee sogar nach Stunden noch regelrecht brühend heiß genossen werden können.

Dualist – das aF-Testurteil von Veit: Praktisch stapelbares Koch-Set für die optimal ausgestattete Outdoor-Küche.

Das extrem leichte und kompakte Pinnacle Dualist Kochgeschirr von GSI bietet alles, was zwei Person bei einer ausgedehnten Tour durchs Backcountry benötigen, um sich das ein oder andere Frischluft-Dinner zubereiten zu können. Allein das kleine Packmaß sorgt regelrecht für ein breites Grinsen, wenn man das Kochset im ohnehin schon vollen Rucksack unterbringen will. Warum? Weil der Topf mit seinen 1,8 Litern Volumen neben zwei bruchsichern Plastikschüsseln und zwei extra-isolierten Trinkbechern auch noch die darauf passenden Deckel und zwei in sich verschiebbaren Foons (Gabel-Löffel-Kombinationen) schluckt. Platzsparend ineinandergestapelt lassen sich bei Bedarf auch noch eine Gaskartusche und ein kleiner Kocher im Innern verstauen. Der einklappbare und isolierte Henkel hält in Kombination mit dem Deckel das kompakte Konstrukt zusammen. Besonders praktisch ist zudem der auch als „Waschschüssel“ verwendbare, wasserdichte Packsack aus einer Art Lkw-Planen-Material.

Der Topf selbst ist aus formstabilem Alu gefertigt, das innen mit einer absolut kratzfesten Teflon® Radiance Beschichtung ausgekleidet ist und tatsächlich kaum etwas anbrennen lässt. Nur die vermeintliche Formstabilität des hartanodisierten Ultralight-Aluminium können wir nicht zu 100% unterschreiben, da sich der Kochtopf ohne die darin untergebrachten Schüsseln recht leicht verbiegen lässt. Zudem nimmt die Beschichtung recht stark das Aroma der darin gekochten Gerichte an, weshalb das Kochen von Teewasser nach einer deftigen Rindersuppe eher weniger zu empfehlen ist. Hier lohnt es sich, einen zusätzlichen Topf dabei zu haben. Auch wenn der Plastikdeckel mit seinen integrierten Ausgusslöchern fürs Abseihen des Nudelwassers wirklich praktisch ist, würde eine als Pfanne verwendbare Alu-Version das Gesamtkonzept meiner Ansicht nach absolut abrunden. Zumal sich der am Deckel platzierte Gummidichtring beim Ein- und Auspacken immer wieder löst. Bleiben noch die beiden recht instabilen Löffel die in unserem Fall leider bereits nach nur kurzem Einsatz zerbrochen sind. Alles in allem kann aber ein recht positiver Gesamteindruck unterm Strich bilanziert werden.

Das aF-Gesamtfazit – die Vor- und Nachteile im Überblick:

Der Pinnacle Dualist ist einfach die perfekte Lösung für jede Mehrtages- oder Biwaktour, bei der es vor allem auf wenig Gewicht ankommt. Das Konzept der ineinander verstaubaren Teile spart jede Menge Platz und sorgt für beste Ordnung im Rucksack. Bis auf die wenigen Kritikpunkte können wir für das Koch-Set eine klare Kaufempfehlung abgeben.

+ geringes Gewicht bei maximaler Funktionalität
+ minimales Packmaß
+ All-in-One Lösung für Topf, Teller und Trinkbecher
+ als Waschbassin verwendbarer Stausack
+ Energie-effizientes Material

– Topf verformt sich bei Druck zu leicht
– Material nimmt Geschmack sehr leicht an
– Gummidichtung des Deckels leiert aus
– Material des Gabel-Löffels bricht zu leicht

Die Details:
Besonderheiten: Topfdeckel mit integriertem Ausguss, Essschüsseln mit integriertem und isoliertem Trinkbecher, verstaubare Gabel-Löffel-Kombination, wasserdichter Stausack lässt sich als Abwaschbehälter verwenden
Material
: hartanodisiertem Ultralight-Aluminium mit kratzfester Teflon Radiance Beschichtung, Trinkbecher, Teller und Löffel aus Kunststoff
Maße (HxBxT):
15 cm x 16,3 cm x 15 cm
Volumen: 1,8 Liter
Gewicht:
ca. 612 Gramm
Preis:
79,95 Euro (UVP)

Glacier Stainless Microlite – das aF-Testurteil von Vroni: Der heißeste Tipp des Winters für eine Isolierflasche von Format.

Mit der Glacier Stainless Microlite stellt GSI für 2017 die derzeit leichteste Edelstahl-Vakuumisolierflasche am Markt vor. Die von uns getestete Version mit 0,5 Liter Volumen (es gibt auch noch eine 0,72 Liter Variante) wiegt gerade einmal 224 Gramm und soll Getränke rund acht Stunden heiß bzw. kalt halten. Ein Versprechen, das die Isolierflasche im Gegensatz zu den meisten Thermoskannen in meinem Sortiment zu 100 % einhalten kann – und das sogar bei knackigen Minusgraden im Winter. Grund hierfür ist ein hochwertiges Vakuum mit einer nur zwei Millimeter starken Wandkonstruktion aus rostfreiem und lebensmittelechtem 18/8 Edelstahl. Wer hier aus Gewohnheit zu schnell zum Trinken ansetzt, der kann sich unter Umständen ordentlich die Zunge verbrühen. Ein „Nachteil“, den man für eine heiße Getränkepause aber natürlich gerne in Kauf nimmt.

Über die fünf Zentimeter breite Öffnung lässt sich die Flasche relativ leicht befüllen und auch reinigen. Verschlossen wird sie mit einem praktischen aufklappbaren Deckel, der über einen Schiebemechanismus verriegelt werden kann und zugleich als „Trinkhilfe“ dient. Ein flexibler Silikonpfropfen und ein Dichtungsring sorgen zudem dafür, dass selbst bei ruppigen Stößen im Rucksack nichts ausläuft. Last but not least ist der Boden mit einem rutschfesten Gummi versehen, damit die Flasche zum Beispiel beim Abstellen auf einem leicht abschüssigen Campingtisch an Ort und Stelle bleibt. Einzig die Pulverbeschichtung in sechs verschiedenen Farben ist etwas zu glatt geraten und gleitet schnell einmal aus der Hand – vor allem wenn man Handschuhe trägt.

Das aF-Gesamtfazit – die Vor- und Nachteile im Überblick:

Die Glacier Stainless Microlite Isolierflaschen sind der wohl heißeste Tipp für alle Frischluft-Abenteuer, bei denen man sich zu 100% auf sein Equipment verlassen können muss. Egal wie kalt es draußen auch sein mag, heiße Getränke bleiben über viele Stunden lang zuverlässig warm und machen so aus jeder Gipfelrast das reinste Vergnügen. Aber auch im Alltag leisten die Isolierflaschen im Büro oder auf dem Weg dorthin einen Bärendienst. Ganz klar, schon jetzt zählen die „Glaciers“ zu unseren absoluten Lieblingsteile des Jahres.

+ geringes Gewicht bei maximaler Isolationsleistung
+ auch nach Stunden noch superheiß
+ praktischer und absolut dichter (Trink-)Verschluss
+ Boden mit rutschfestem Silikon
+ hochwertiges Material

– Vorsicht bei sehr heißen Getränken 😉
– passt leider nicht in Pkw-Trinkbecherhalter
– recht rutschiges Außenmaterial

Die Details:
Besonderheiten: verriegelbarer Druckknopf-Verschluss, gummierter Boden, 5 cm weite Öffnung
Material
: lebensmittelechter 18/8-Edelstahl
Maße (HxBxT):
74 x 74 x 234 mm / 74 x 74 x 251 mm
Volumen: 503 / 720 ml
Gewicht:
224 Gramm / 311 Gramm
Preis:
29,95 Euro / 34,95 Euro (UVP)

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