Testbericht – JUNG Klettermode Vom Hutmacher zur Manufaktur für stylishe Klettersport- und Boulderklamotten


 
25.03.15
 

Wer beim Bouldern bzw. beim Sportklettern in der Halle oder draußen am Fels mit den falschen Beinkleidern unterwegs ist, der kann ein Liedchen davon singen, wie wichtig doch eine Kletterhose sein kann – sei es nun in puncto Material oder Passform. Denn neben dem Schutz der Knie vor scharfkantigen Vorsprüngen und rauen Oberflächen sollte die Hose auch die nötige Robustheit mitbringen, um nicht schon beim kleinsten Felskontakt in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Dass dabei modische Aspekte, legerer Tragekomfort und Reißfestigkeit dennoch eine ansehnliche Symbiose eingehen können, beweist das Kölner Lable JUNG. Erfrischend anders präsentiert sich deren Klettermode, die sowohl in der Boulderhalle als auch am Fels für Aufsehen sorgt und farbliche Akzente setzt. Wir haben die stylishen Modelle “Fritzi” und “Emil” aus der kleinen aber feinen Kollektion getestet.

Handmade by JUNG – alles nur keine Massenware

Es war die Hutmacherin Kristin Jung, die einst keine passende Kletterhose finden konnte und sich deshalb mithilfe von Skizzen, Mustern und Modellen eine eigene Kollektion kreierte und per Hand an der Nähmaschine selbst schneiderte. Seit 2010 produziert das kleine Lable nun Kletterhosen für die Vertikale, die nicht nur schick aussehen, sondern obendrein auch überaus bequem sein und die maximale Bewegungsfreiheit gewährleisten sollen. Das Besondere daran: Es wird absolut keine Massenware angeboten. Die einzelnen Linien werden in kleinsten Auflagen von aktuell maximal 300 Stück pro Farbe vertrieben, in Deutschland entworfen und in Polen aus ökologischer Bio-Baumwolle gefertigt. Der Vertrieb erfolgt in erster Linie über die eigene Website (www.jung-ware.de) sowie über diverse Onlineshops im Berg- und Klettersportbereich.

Besonders viel Wert legt das Kölner Lable dabei auf Qualität, Design und Passform der eigenen Produkte. Aber auch der Herstellungsprozess, der komplett in Europa stattfindet, lag der Gründerin von JUNG am Herzen, um einen engen Kontakt sowie ein persönliches Verhältnis zu den Mitarbeitern und die Transportwege der limitierten Ware möglichst kurz halten zu können. Darüber hinaus engagiert sich JUNG auch für soziale Belange und unterstützt eine Förderschule in Köln, in der seit Herbst 2013 eine Kletter-AG angeboten wird. Mit diesem Engagement sollen vor allem Kinder mit besonderem sozialem Hintergrund angesprochen werden.

“Emil” – Kletterhose für trendbewusste Kerle

Die in limitierter Auflage gefertigte Kletterhose “Emil” kommt mit einer besonderen Schnittführung und abgenähten Kniefalten für das gewisse Plus an Bewegungsfreiheit daher. Der elastische Bund mit eingearbeitetem Kordelzug sowie die Gummizüge am Fußsaum sollen zudem für optimalen Tragekomfort und eine gezielte Anpassung an die individuellen Bedürfnisse sorgen. Das verarbeitete Material überzeugt durch Haltbarkeit und Langlebigkeit, wobei die besonders beanspruchten Stellen mit doppelter Nahtführung versehen sind. Die Stoffkombination aus 97 % robuster, biologisch zertifizierter Baumwolle und 3 % Elasthan gewährleistet darüber hinaus ein durchweg angenehmes Tragegefühl. Die extra tiefen Einschubtaschen, die kleine Schlaufe für die Kletterbürste sowie der modisch schicke Look runden das Gesamtkonzept noch ab.

Unser Fazit:

Emil ist in vielen Belangen ein idealer Begleiter für Klettersportler, die in- wie outdoor an der Wand unterwegs sind. Die Bewegungsfreiheit wird in keinster Weise eingeschränkt und das Material trägt sich überaus angenehm auf der Haut. Egal in welcher Lage oder Position, Emil macht in jeder Situation eine gute Figur und taugt sogar im Alltag als bequemer Zeitgenosse für die Couch oder als legere “Wohflühlpant” für daheim. Einmal angepasst bzw. auf Kniehöhe gerafft sitzt die Kletterhose zudem bombenfest am Körper und verrutscht selbst bei ausgefallenen Bewegungsabläufen nicht. Einziges Manko des robusten Materials ist das relativ hohe Eigengewicht sowie die durch die Dicke des Stoffs etwas eingeschränkte Klimaregulierung. Dadurch kann es beim Klettern an heißen Tagen oder in schweißtreibenden Routen durchaus einmal etwas wärmer unterm Beinkleid werden. Einen weiteren Testbericht gibt’s auf alpinfieber.net

Die Fakten:

Material: 97 % Bio-Baumwolle mit 3 % Elasthan
Farbe: Grün, Gelb, Blaugrau Bio
Größe: XS-L
Preis: 104,95 Euro (UVP)

„Fritzi“ – Kletterpant für modebewusste Damen

Fritzi wird als superbequemer Begleiterin angepriesen, die dank extrabreitem und angenehm zu tragenden Bund sowie engem Beinabschluss für optimale Passform sorgt. Wie beim Herrenmodell Emil wird auch beim weiblichen Pendant auf robuste und biologisch zertifizierte Bio-Baumwolle (97 %) mit 3 %Elasthan gesetzt, die für die nötige Haltbarkeit und Langlebigkeit sorgen soll. Ebenso sind die stark beanspruchten Stellen mit einer doppelten Nahtführung noch zuätzlich verstärkt. Bund, Nähte und die Tascheninnenseiten sind zudem farblich abgesetzt und ergeben somit ein hübsch anzuschauendes Design für modebewusste Kletterdamen. Abgerundet wird die leger sitzende Pant nur noch durch tiefe Einschubtaschen sowie eine seitlich platzierte Bürstenlasche.

Unser Fazit:

Fritzi steht ihrem männlichen Kletterpartner in nichts nach, weiß aber durch einen deutlich weiblicheren Schnitt die Figur noch besser zu betonen. Der hoch gezogene, elastische Bund schützt den empfindlichen Nierenbereich und legt sich wunderbar weich um die Taille. Auch in punkto Tragekomfort und Bewegungsfreiheit überzeugt die Pant in allen Belangen. Einziger Kritikpunkt sind die fehlenden Gummizüge am Beinsaum, wodurch die Hose leider nicht adäquat gerafft werden kann. Wer es dennoch tut, riskiert ein Ausleihern der Bündchen. Und wie schon beim männlichen Gegenstück, kommt es auch bei Fritzi in schweißtreibenden Routen recht zügig zum Hitzestau und fällt das Material deutlich höher ins Gewicht als bei Kletterhosen anderer Hersteller. Dafür besitzt sie jedoch ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, das gerade für die weibliche Kletterfraktion von größter Bedeutung ist: Sie ist kein Model, doch sie sieht (verdammt) gut aus. Einen weiteren Testbericht gibt’s auf klimbingkorns.de

Die Fakten:

Material: 97 % Bio-Baumwolle mit 3 % Elasthan
Farbe: Grün, Gelb, Jenas Dunkelblau Bio, Graublau Bio, Knallgelb Bio, Petrol, Knallrot
Größe: XS-L
Preis: 104,95 Euro (UVP)

JUNG Klettermode – unser Gesamtfazit:

Jung und frisch kommen die Kletterhosen von JUNG daher, die im üblichen Einheitsgrau der Kletter- und Boulderhallen für die nötige Abwechslung sorgen. Allein das modisch schicke Design und die legeren Schnitte der limitierten Modelle hinterlassen garantiert einen bleibenden Eindruck. Damit sind die Kletterhosen die perfekte Wahl sowohl für ambitionierte Klettersessions als auch faules Abhängen auf der Couch. Und was den relativ hohen Anschaffungspreis betrifft, so relativiert sich dieser sofort wieder im Hinblick auf den mitgebrachten Einzigartigkeitsfaktor sowie die nachhaltige Produktion.

Ein Kommentar zu
Testbericht – JUNG Klettermode: Vom Hutmacher zur Manufaktur für stylishe Klettersport- und Boulderklamotten

  1. Sepp kommentierte:

    Kraxl Kletterbekleidung aus Bayern
    Es ist möglich Kletterbekleidung regional aus Biostoffen her zu stellen. Auch wir verwendet Biostoffe aus Deutschland. Auch die Fertigung ist zu 100% in Deutschland
    Der Stoff ist aus einem GOTS-zertifiziertem Garn. Global Organic Textile Standard (GOTS), ist das bislang vertrauenswürdigste Siegel für Bio-Materialien und faire Arbeitbedingungen. Die Baumwolle kommt aus unterschiedlichen Ländern, überwiegend aus der Türkei. Gewebt, gefärbt und ausgerüstet wird ausschließlich in Deutschland nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse I. Der Stoff besteht aus 97% Bio- Baumwolle und 3% Elasthan. Durch das Elasthan wird das Material sehr stretchig. Der Stoff ist äußerst robust aber für eine Kletterhose nicht zu dick und auch nicht zu dünn. Durch ein ganz besonderes unbedenkliches Färbeverfahren erzielen wir brillante Waschfeste Farben mit unglaublich hoher Sättigung. Die Zutaten wie Bänder, Garn usw. beziehen wir von regionalen Lieferanten aus Bayern. Wir produzieren somit in einer ökologischen und regionalen Wertschöpfungskette! Mehr Infos findet Ihr unter http://www.kraxl.eu

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