Testbericht Osprey Transporter 130 Robuste Expeditions-Dufflebag für die richtig großen Abenteuer


 
29.10.19
 

Wohin mit der ganzen Ausrüstung? Mit diesem Problem dürften viele Outdoorfreunde nur allzu vertraut sein. Bei der Suche nach dem nächsten kleinen oder großen Abenteuer muss zumeist einiges an Equipment mit ins Gepäck: Kletterausrüstung, Regenbekleidung, Campingkocher und vielleicht sogar noch ein Zelt – da kommt schnell ein halber Sportladen zusammen – und auch der Rucksack gerät an seine Grenzen. Eine strapazierfähige und geräumige Packtasche ist da der ideale Begleiter bzw. die ideale Ergänzung für all jene, die nicht ausschließlich zu Fuß durch die Lande ziehen wollen. Gerade wenn man über ein festes Base Camp verfügt oder mit dem Auto unterwegs ist, bieten die sogenannten Dufflebags auch eine willkommene Abwechslung zum ständigen Ausräumen und Umräumen, wie man es beim Rucksack gewohnt ist. Im Vergleich zum klassischen Koffer – den viele Outdoorsportler natürlich schon aus Prinzip nicht mit in den „Aktivurlaub“ nehmen würden – sind die Packtaschen deutlich leichter und vielseitiger. Pferderücken, Roller oder Pickup? Kein Problem!

Dank der robusten Außenschicht ist der der Inhalt vor Transportschäden, Nässe und Schmutz perfekt geschützt. Last but not least können Dufflebags außerdem viel besser verstaut bzw. komprimiert werden, wenn man sie gerade nicht braucht. Natürlich gehört eine geräumige Dufflebag auch bei eingefleischten „Niemals-All-Inclusive-Urlaubern“ wie uns zur Grundausstattung beim Reisen einfach mit dazu. Unseren jüngsten und bislang auch größten Neuzugang möchten wir euch im folgenden Testbericht vorstellen – den Osprey Transport 130. Wie der Name bereits verrät, besitzt das kleine Raumwunder ein Volumen von stolzen 130 Litern und sollte uns eigentlich auf unserer dreiwöchigen Trekkingreise nach Ladakh begleiten. Inklusive 6000er Besteigung. Da wir diese aber verletzungsbedingt kurzfristig absagen mussten, ging es stattdessen auf einen sportlichen Roadtrip quer durch den Südwesten der USA. So viel schon einmal vorweg: Auch dort hat die Dufflebag beste Dienste geleistet.

 Osprey Transporter 130 – das verspricht der Hersteller:

Mit seiner Transporter-Serie bietet Osprey Reiselustigen insgesamt vier Dufflebag-Modelle mit unterschiedlichen Größen bzw. Volumina an – 40, 65, 95 und 130 Liter. Wie man es von den Osprey Rucksäcken gewohnt ist, so sollen auch die hochwertigen Expeditionstaschen durch technisch Raffinesse und ein komfortables Tragesystem punkten. Um die Taschen für den Einsatz auch bei harten Bedingungen zu wappnen kommen langlebige und wasserabweisende Materialien zum Einsatz.

Die Transporter 130 Reisetasche verspricht der ideale Begleiter für große Abenteuer zu sein. Laut Hersteller schluckt er nicht nur extrem viel Ausrüstung, sondern lässt sich auch übersichtlich organisieren. Das sehr robuste, TPU-laminierte Nylon soll für extreme Langlebigkeit sorgen und dennoch leicht und angenehm weich im Griff sein. Durch das technische Tragesystem lässt sich die Last sogar komfortabel schultern. Der Transporter 130 verfügt auch über abnehmbare Load Lifter-Gurte, die den Tragekomfort und die effektive Lastübertragung auf die Tragegurte des Rucksacks erhöhen sollen. Daneben kann die Tasche auch über vier Tragegriffe an jeder Seite hochgehoben bzw. verladen werden. Eine Außentasche, ein Fach unter dem Deckel und innen liegende Kompressionsriemen helfen zudem dabei, den Inhalt optimal sortieren zu können und dank der großen, U-förmigen Öffnung schnellen Zugriff auf den Inhalt zu haben. Ein kleines Extra ist außerdem das durchsichtige Adressfach mit dem man sofort sieht, wem die Tasche gehört. Abgerundet wird die Dufflebag durch abschließbare Reißverschlüsse und eine Signalpfeife an der Brustgurtschnalle.

Das af-Testurteil von Vroni: Durchdachter Begleiter mit Organisationstalent für alle, die auf Reisen viel vorhaben

130 Liter Volumen klingt nach sehr viel – und das ist es (zum Glück) auch. Die Osprey Dufflebag bietet wirklich jede Menge Platz. Dank der Netztaschen innen und der Außentasche lässt sich aber dennoch sehr gut Ordnung halten. Trotz ihrer Größe bringt die Expeditionstasche nur rund 1,8 kg Eigengewicht auf die Waage. Ein durchaus wichtiges Kriterium, wenn man mit dem Flugzeug verreist oder die Tasche auf dem Rücken ein paar mehr Meter schleppen muss.

Apropos Schleppen: Die vier Tragegriffe sind clever angebracht und erleichtern das Verstauen und Verladen des kleinen Ungetüms doch enorm. Ein wirkliches Highlight ist für mich aber das durchdachte Gurtesystem, mit dem sich die Dufflebag sehr komfortabel auf dem Rücken tragen lässt. Sicher ist eine große Packtasche nicht unbedingt dafür gedacht, um mit ihr wandern zu gehen – geht aber notfalls auch, wenn man sich wie wir spontan dazu entscheidet, mit Zelt und Co. in die Wildnis zu begeben, dabei aber nur einen Tagesrucksack mit auf Reisen genommen hat. Selbst nach einer durchaus anstrengenden dreistündigen Bergtour verursachte die gut gefüllte Dufflebag keine Rückenschmerzen. Sicher ist das Tragesystem nicht mit dem eines Rucksacks vergleichbar, aber dennoch absolut ausreichend, um nicht am Campingplatz bleiben zu müssen. Wenn man die Gurte nach getaner Arbeit nicht mehr benötigt, kann man sie im horizontalen Fach blitzschnell verstauen und sie baumeln nicht mehr störend im Weg herum.

Generell überzeugt die Dufflebag durch eine solide Verarbeitung und robustes Material. So schnell kann der Außenschicht nichts etwas anhaben. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen, wenn das gute Stück etwas unsanft von der Ladefläche eines Pickups im Staub landet. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: Im Gegensatz zu ihren kleineren Geschwistern besitzt der Transporter 130 keinen klassischen Schultergurt wie man es sonst von Sporttaschen oder Weekendern gewohnt ist. Natürlich kann man kann sich berechtigter Weise die Frage stellen, wer denn bitte eine vollbepackte 130 Liter Tasche noch quer über der Schulter tragen möchte. Sicherlich braucht man diese Variante eher selten. Aber gerade dann, wenn man noch einen Rucksack mit dabei hat und die Tasche nur ein kurzes Stück zum Bus oder ins Hostel tragen möchte, wäre ein Schultergurt durchaus brauchbar. Sehr praktisch wiederum: Im Lieferumfang ist eine kleine Tasche enthalten, in der sich die Dufflebag nach getaner Arbeit platzsparend und staubgeschützt im Schrank verstauen lässt.

 Das Gesamtfazit – die Vor- und Nachteile im Überblick:

 Mit dem Transport 130 bietet Osprey einen geräumigen Begleiter für große Abenteuer, der durch robuste Verarbeitung und ein komfortables Tragesystem überzeugt. Dank des geringen Eigengewichts ist sie auch für Reisen mit Gewichtsbeschränkung zu empfehlen.

+ großes Platzangebot
+ durchdachte Fächereinteilung für mehr Ordnung
+ geringes Eigengewicht
+ komfortables Tragesystem
+ robuste Außenschicht

– Schultergut nicht standardmäßig enthalten

Die Details:

Besonderheiten:4 Tragegriffe, Tragegurte als Schultergurte verwendbar und im Deckelfach verstaubar, Außentasche mit durchsichtigem Adressfach, Innen liegende Netzfächer, abschließbare Reißverschlüsse, Brustgurtschnalle mit Signalpfeife
Hauptmaterial: 800D Nylon+ 0.2mm TPU
Farben: Pointbreak Grey, Black, Kingfisher Blue
Volumen: 130 Liter (auch 40, 65 oder 95 l erhältlich)
Maße: 81 x 46 x 37 cm
Gewicht: 1.804 Gramm
Preis: 180,00 Euro (UVP)

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