Testbericht – SunnyBAG LEAF Hauchdünn und flexibel – das leichteste mobile Solarsystem der Welt im Test


 
28.10.14
 

Wer viel draußen unterwegs ist, dabei aber nicht auf elektrische Geräte wie Smartphone, MP3-Player oder Navigationsgerät verzichten will, greift entweder zum mobilen Akku oder lädt die Devices mithilfe der Kraft der Sonne umweltfreundlich wieder auf. Mittlerweile tummeln sich zahlreiche Hersteller am Markt, die ihre mobilen Kraftwerke in den unterschiedlichsten Gewichtsklassen anbieten und die auf Basis verschiedener Technologien den nötigen Strom gewinnen. Zu den aktuell leichtesten Lösungen zählt wohl das LEAF von SunnyBAG, einem flexiblen und wasserfesten Solarsystem, das selbst bei weniger guten Lichtverhältnissen eine optimale Stromversorgung sicherstellen soll. Wir haben das innovative Solarpanel bei diversen Touren auf Sardinien und beim

Von der studentischen Idee zur mobilen Stromversorgung

SunnyBAG war ursprünglich eine Idee, die im Rahmen eines Fachhochschulprojekts von Gründer Stefan Ponsold entstand. Mittels Solartaschen und Rucksäcken bzw. mithilfe von flexiblen, ultraleichten und wasserfesten Solarsystemen sollten Elektrogeräte möglichst umweltfreundlich aufgeladen und die Energieversorgung in Entwicklungsländern bzw. Krisenregionen sichergestellt werden. Das Ergebnis war ein innovatives Konzept für ein hauchdünnes und flexibles Solarpanel, mit dem Hilfsorganisationen wie bspw. „Ärzte ohne Grenzen“ medizinische Geräte auch dann betreiben können, wenn die dafür nötige Infrastruktur fehlt. Die Idee, Sonnenenergie zum Laden von Akkus zu nutzen, ist nicht neu und kommt u.a. auch bei GoalZero zum Einsatz. Doch das Solarsystem von SunnyBAG will vor allem durch ein deutlich flexibleres Einsatzgebiet aufgrund der effizienteren Umwandlung von Sonnenenergie in Strom und dem geringen Gewicht überzeugen – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen.

Neben dem direkten Aufladen elektrischer Geräte dient das Solarpanel zugleich auch als Stromquelle für einen mobilen Akku mit einer Speicherkapazität von 2200 mAh, um die überschüssige Energie auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen zu können. Der SunnyBAG PowerStick kann aber auch bequem über die Steckdose geladen werden, um ihn unterwegs als Backup einzusetzen. Für ein optimales Laden sollte das Solarpanel im 90° Winkel zur Sonne ausgerichtet werden. Bei optimalem Wetter beträgt die Ladedauer dann laut Hersteller rund 2 bis 3 Stunden, was in etwa der Kapaziät für einen Smartphone-Akku entspricht. Bei starker Bewölkung steigt die Ladezeit entsprechend an, wobei der PowerStick auch bei minimalen Lichtverhältnissen geladen wird.

SunnyBAG LEAF – das weltweit leichteste Solarsystem im Test

Das SunnyBAG! LEAF ist mit seinem Gewicht von gerade einmal 180 g aktuell das leichteste und flexibelste Outdoor-Solarsystem der Welt. Egal ob beim Wandern, Klettern, Skitourengehen, Radfahren oder anderen Frischluftaktivitäten – das Solarpanel kommt überall zum Einsatz. Denn dank des robiusten Materials ist das Panel praktisch unzerstörbar und übersteht dank seiner kratz- und stoßfesten Oberfläche selbst härteste Einsätze. Mithilfe des mitgeflieferten Befestigungssystems aus vier Zuggummies kann das LEAF problemlos auch außen am Rucksack befestigt werden, damit das Solarsystem auch während der Tour arbeiten kann. Ein zusätzlicher Saugnapf dient als Halterung zur Anbringung an der Autoscheibe. Das Handy oder der PowerStick werden dann einfach im Deckelfach verstaut und via flexiblem (Mini-)USB-Adapterkabel verbunden – und dann heißt es: Energie frei.

Wir hatten das SunnyBAG LEAF während unseres zweiwöchigen Sardinien-Trips mit dabei, der gottlob mit Sonne satt gesegnet war. Dementsprechend optimal gestaltete sich auch das Aufladen des Smartphones bzw. des mobilen Akkus. Optimal funktioniert der Ladevorgang jedoch nur dann, wenn das Solarpanel direkt der Sonne ausgesetzt ist. Bei unmittelbarer Sonneneinstrahlung verfügt das Handy bzw. der Akku tatsächlich binnen zwei bis drei Stunden wieder über ausreichend Saft. Praktisch ist dabei die kleine LED am PowerStick, die bei Aktivität entsprechend blinkt. Weniger gut arbeitet das Solarsystem hingegen, wenn es auf dem Rucksack befestigt wird und nicht konstant im rechten Winkel zur Sonne ausgerichtet ist oder die Lichtverhältnisse schlichtweg suboptimal ausfallen. An einem bewölkten Tag können da schon einmal gut 8 Stunden oder mehr zusammenkommen, was das LEAF eher zu einer unzuverlässigen Energiequelle werden lässt. Auch der mobile Akku lässt etwas zu Wünschen übrig, entlädt er sich doch scheinbar selbst bei Nichtnutzung. So hatten wir den PowerStick über die Steckdose bei Reiseantritt voll geladen, nach zwei Tagen war er jedoch komplett leer.

Unser Gesamtfazit: Im Gegensatz zu den recht schwergewichtigen Lösungen anderer Anbieter ist das LEAF von SunnyBAG eine optimale und vor allem leichtere Alternative, um elektronische Geräte unterwegs mit dem nötigen Strom zu versorgen. Problematisch wird es nur bei bewölktem Wetter und aufgrund des noch verbesserungswürdigen PowerSticks, weshalb man die Solarsystem als alleinige Energiequelle noch nicht zu 100% überzeugen konnte. Weitere Infos zu den Produkten der österreichischen Outdoormarke mit Sitz in Graz gibt’s hier.

SunnyBAG LEAF – die Fakten

Lieferumfang: Solarpanel, (Mini-)USB-Adapter, PowerStick, vier Gummizughalterungen, Saugnapf
Kapazität: 2.200 mAh
Maße: 29 x 24,5 cm
Gewicht: 180 g
Preis: 149,- Euro (UVP)

6 Kommentare zu
Testbericht – SunnyBAG LEAF: Hauchdünn und flexibel – das leichteste mobile Solarsystem der Welt im Test

  1. Chris kommentierte:

    Mit 180g wirklich ein Leichtgewicht, besonders wenn man ohne Steckdose unterwegs ist. Mich würde interessieren wie oft der PowerStick ein Smartphone (wie in eurem Beispiel) Laden kann. Ein Ipad mit dem Leaf von Sunnybag zu laden wäre sicher eine Nummer zu groß? Danke!! 🙂

  2. veischu kommentierte:

    Servus Chris,
    also wir hatten ein Samsung Galaxy S5 dabei und konnten mithilfe des PowerSticks den Handy-Akku einmalig laden. Sicher kannst du auch ein iPad damit laden, allerdings wird die Kapazität nicht ganz ausreichen. Ich kann es ja nochmal mit einem Nexus 7 Tablet probieren und geb dir gerne Bescheid.
    Cheers Veit vom aF-Team

  3. Chris kommentierte:

    Hi Veit,
    danke für die schnelle Antwort! Lass wissen bei Gelegenheit, deine Erfahrungen mit dem Nexus. Die nächsten Tage gib’s Sonne erst ab 1000 m gel ;-P
    VG,Chris

  4. veischu kommentierte:

    Nachtrag:
    Wir haben es vorhin erst getestet und können nun bestätigen, dass die Kraft des PowerStick Akkus nicht ausreicht, ein Tablet zu laden. Wir haben hierfür ein leer gesaugtes Google Nexus 7 dran gehangen und nichts passierte. Ergo: Lediglich das Solarpanel kann zum Aufladen des Tabs verwendet werden, der mobile Akku nützt in diesem Fall leider herzlich wenig!

  5. Bernd kommentierte:

    Kleiner Tipp noch: Der mitgelieferte „PowerStick“ kann durch jegliche handelsübliche Powerbank ersetzt werden. Vielleicht ist hier ja etwas mehr „Wums“ dahinter, um ein Nexus 7 o.ä. zu laden.

    • veischu kommentierte:

      Besten Dank für den Tipp…haben wir uns in der Tat auch schon gedacht. Allerdings können wir keine Aussage darüber treffen, ob diese dann auch adäquat über das Solarpanel geladen wird. Einen Versuch ist es definitiv wert! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bilder

Videos