Testbericht – Sweet Protection Trooper Helmet Sportliches Design, präzise Technik und Komfort – alles unter einer Haube


 
30.03.16
 

Vor nicht allzu langer Zeit galt man mit Helm in den Skigebieten noch als Exot. Doch dieses Bild gehört definitiv der Vergangenheit an. Inzwischen tragen ca. 75% aller Erwachsenen und rund 95% aller Kinder beim Skifahren oder Snowboarden einen Helm (Quelle DSV). Das Tragen eines Kopfschutzes ist aber längst nicht mehr nur eine Frage der eigenen Sicherheit, um schlimme Kopfverletzungen vorzubeugen, sondern auch aufgrund rechtlicher Aspekte sinnvoll. Denn im Falle eines Unfalls ohne Kopfschutz ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass unabhängig von der Schuldfrage eine Teilschuld getragen werden muss.

Aus eben diesen Gründen und zu unserer eigenen Sicherheit sind wir beim Freeriden im Backcountry oder auf unseren Splitboard- und Skitouren immer mit Helm unterwegs. Mit dabei war das neueste Modell des derzeit führenden Helmherstellers Sweet Protection, das in vielerlei Hinsicht absolut überzeugen konnte.

Sweet Protection – Trooper Helmet:

Der Trooper Helmet richtet sich an alpine Wintersportler sowie an Snowboarder, Skifahrer und Freerider, die sowohl in Park & Pipe als auch auf und neben gesicherter Skipisten im Backcountry unterwegs sind. Der Helm besitzt eine Außenschale aus thermoplastisch laminiertem Carbon Fiber Shell (TLC), die extrem stabil ist und den Kopf selbst bei härtesten Kollisionen zuverlässig schützt. Die dabei entstehenden Aufprallkräfte werden durch die von Sweet Protection eigens entwickelte Impact Shield Technology absorbiert. Eine Technologie, die sich an den Geometrien und den Schwachstellen des menschlichen Schädels orientiert. Beim Top-Model der Trooper Linie (Trooper MIPS) kommt zudem noch die innovative MIPS-Technologie zum Einsatz, die im Falle eines Impacts die Rotationskräfte durch ein leichtes Mitdrehen des Helms abschwächt und dadurch das Risiko von Gehirnverletzungen weiter minimiert.

Das Ventilationssystem besteht aus Luftkanälen zwischen Schale und Liner sowie direkten Ein- und Auslässen. Die sogenannten Vents lassen sich je anch Bedarf öffnen oder schließen und erlauben somit eine individuelle Regulierung der Luftzirkulation und der Temperatur im Helminneren. Das Occigrip Fit System bietet eine einfach handzuhabende Justierung des Helms, der in puncto Passform dank der mitgelieferten Fitpads noch individuell angepasst werden kann.

Das aF-Fazit: Rundum perfekter Kopfschutz im Bereich der technischen Möglichkeiten.

Hat man beim Trooper Helmet einmal die richtige Größe ausgewählt, kann der Helm mittels der Größenverstellung (Ocigrip) ganz einfach und mit einer Hand justiert werden. Für die zusätzliche Feinjustierung und den perfekten Sitz lässt sich die ohnehin gute Passform durch die beigelegten FitPads noch weiter optimieren, um einen möglichst hohen Tragekomfort zu erreichen. Doch was nützt die beste Passform, wenn das Innenleben nicht stimmt. Aber auch hier lässt sich Sweet Protection nicht lumpen. Aufgrund der durchdachten Technologien und der innovativen Materialauswahl besitzt der Trooper eine besonders stabile Konstruktion. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die robuste, aber dennoch flexible Außenschale aus TLC (Thermoplastic Laminated Carbonfiber), die zuverlässig Stöße absorbiert. Im Falle eines Impacts dämpft die Innenschale aus EPS-Schaum mit hoher Effizienz die auftretenden Kräfte, während die integrierten ImpactShields den Druck des Aufpralls verteilen und somit das Verletzungsrisiko deutlich minimieren.

Dank des aktiven Belüftungssystems kommt es selbst bei wärmeren Temperaturen oder bei kurzen, aber schweißtreibenden Anstiegen zu keinem Hitzestau unter dem Helm. Für eine optimale Klimatisierung arbeiten die eingearbeiteten Luftkanäle zwischen Schale und Liner (Innenfutter) sowie die direkten Ein- und Auslässe an der Vorder- und Rückseite des Kopfschutzes überaus effektiv. Dass sich die Entwickler vielerlei Punkte überdacht haben, davon zeugt auch der weiche und angenehm auf der Haut zu tragende Kinnriehmen. Ergänzt durch die  abnehmbaren Earpads aus Kunstfell überzeugt der Ski- und Snowboardhelm durch einen wirklich unschlagbaren Tragekomfort. Fehlt nur noch das herausnehmbare und waschbare Cool Max Innenfutter, dass zudem antiallergische und feuchtigkeits-absorbierende Eigenschaften besitzt. Dadurch wird nicht nur die Lebensdauer des Troopers deutlich verlängert, sondern gehört ein muffiger Kopfschutz selbst bei Vielschwitzern endlich der Vergangenheit an.

Die Vor- und Nachteile im Überblick:

+ sehr stabile Außenschale (Carbon Fiber Shell / TLC)
+ Innenschale aus EPS (Impact Shield Technology)
+ Herausnehmbares, waschbares Cool Max liner (Innenmaterial)
+ einfach zu bedienendes Occigrip Fit System (Größenverstellung)
+ sehr gutes Belüftungssystem
+ abnehmbare Earpads

– keine Nachteile

Die Details:

Besonderheiten: einteiliges herausnehm- und waschbares Coolmax Innenfutter, abnahmbare Ohrenpolster
Außenmaterial:
TLC Schale (Thermoplastic Laminated Carbon fiber)
Innenmaterial: Coolmax® liner
Gewicht: 650 Gramm (bei Größe M/L)
Größen: S/M (53 – 56 cm), M/L (56 – 59 cm), L/XL (59 – 61 cm)
Preis: 249,- Euro (UVP) / MIPS-Variante: 289,- Euro (UVP)

4 Kommentare zu
Testbericht – Sweet Protection Trooper Helmet: Sportliches Design, präzise Technik und Komfort – alles unter einer Haube

  1. Alexander kommentierte:

    Hallo, vielen Dank für den ausführlichen Test.
    Ich finde aber ein erheblicher Negativpunkt des Helmes ist es, dass der Kinnriemen nicht fest geschlossen werden kann. Man sieht es auch auf Deinem Foto, dass der Kinnriemen schon zum Anschlag durch die Kunststoffschlaufen gezogen wurde, aber dennoch nicht fest am Kinn sitzt. Leider lässt sich das auch durch das Riemenende am Ohrpad nicht korrigieren, da der Kinnriemen direkt mit dem Helm verbunden ist.

    • mitch kommentierte:

      Hi Alex,
      ja, viel lässt sich da nicht mehr verstellen, da geben wir dir recht. Aber der Kinnriehmen muss nicht fest geschlossen/fest am Kinn anliegen, da dieser nicht für den Sitz des Helmes verantwortlich ist! Der Helm sitzt/passt richtig, wenn er bei korrekt eingestellen Fit-System (Occigrip) und offenen Kinn-Riehmen durch Schüttelbewegungen (links/rechts, oben/unten) NICHT vom Kopf fällt.
      Da der Trooper diesen Test ohne Beanstandungen besteht, ist dies für uns kein erheblicher Negativpunkt. Trotzdem Dank dir für den Hinweis.

      Gruß
      Mitch

      • Andreas kommentierte:

        Da muß ich leider widersprechen: natürlich muß der Helm auch ohne geschlossenen Kinnriemen fest sitzen, aber für die Schutzwirkung im Sturzfall ist ein fest sitzender Kinnriemen UNERLÄSSLICH! Der Kinnriemen muß so eng am Kinn anliegen, daß er sich im geschlossenen Zustand NICHT über das Kinn streifen läßt, andernfalls besteht bei einem Unfall die Gefahr, daß dich der Helm durch die einwirkenden Kräfte vorzeitig vom Kopf löst. Im Rennbetrieb kann es außerdem vorkommen, daß durch Schlageinwirkung (Stange!) der Helm nach hinten rutscht (insbesondere im Slalom mit Kinnbügel). Trooper SL hat hier das exakt gleiche Problem (leider).

        Gruß, Hildi

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