Testevent – adidas Outdoor / Bergzeit Die neue adidas Terrex Winterkollektion 2015/16 auf Ski-Hochtour


 
03.12.15
 

Mitte November, fast 20°C in München. Eigentlich beste Wetterbedingungen zum Biken oder Klettern. Wer denkt da schon ans Skitouren gehen? Wohl die Wenigsten. Für manche allerdings kann der Winter scheinbar nicht früh genug Einzug halten. Wohin also, um das Verlangen nach Schnee noch vor dem Wintereinbruch zu befriedigen? Bleibt nur der Gletscher. Aber welcher? Diese Entscheidung wird dem Autor dieses Berichts und neun weiteren Bloggern abgenommen, die von adidas Outdoor in Kooperation mit Bergzeit ins Pitztal eingeladen wurden. Anlass war ein Testevent zur Vorstellung der neuen Terrex Herbst- und Winter-Kollektion 2015/16, bei dem wir die neuen Produkte ausgiebig und über zwei Tage lang auf Skihochtour ausprobieren durften.

Testevent der etwas anderen Art – auf großer Skitour im Pitztal

Also, ab in die Ötztaler Alpen – die Schneeverhältnisse könnten der Vorhersage nach besser sein, das Wetter allerdings spielte uns durchaus in die Karten. Mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, Sonnenschein und einem nicht zu unterschätzendem Wind herrschten allerdings optimale Bedingungen, um die Outdoor-Bekleidung in ihrem vorgesehenen Element zu testen. Stichwort Bekleidung – um was genau ging es eigentlich bei diesem Testevent der besonderen Art? adidas Outdoor stellte allen Beteiligten eine komplette Skitourenausstattung zur Verfügung. Mit den folgenden Produkten galt es also, zwei Tage lang inkl. Übernachtung im Gletschergebiet auf rund 2.700 Höhenmetern warm und trocken zu überstehen:

1) Terrex Skyclimb Pant
2) Terrex Icesky Longsleeve
3) Terrex Climaheat Techrock Fleece Jacket
4) Terrex Climaheat Agravic Down Jacket
5) Terrex Agravic 3L Jacket
6) Tycane Pro Outdoor Brille

Nach der Einkleidung ging es dann auch schon mit dem Gletscherexpress nach oben auf knapp 3.000m. Im Anschluss an die kurze Abfahrt bezogen wir unser Basecamp nahe dem Skigebiet und machten uns zunächst mit der Umgebung vertraut. Bei so viel Sonne sollte uns (zumindest wettertechnisch) ein Traumtag bevorstehen! Mit den beiden Bergführern Toni und Thomas hatten wir zudem zwei sehr erfahrene Guides an der Hand, die uns zu Beginn kurz über das zweitägige Programm informierten, bevor es dann auch schon losgehen sollte: Tee abfüllen, Gurt anlegen, Auffellen, schnell noch den obligatorischen LVS-Check durchführen und schon stiegen wir am Seil gesichert über den  Mittelbergferner nach oben.

adidas Terrex Climaheat Techrock Fleece – ein wahres Multitalent

Die Frage nach der richtigen Kleidung war dann allerdings doch nicht ganz so leicht zu klären. Normalerweise entwickelt sich ja über die Jahre hinweg ein gewisses Know-How über die eigene Garderobe – mit den Eigenschaften neuer Produkte muss man sich allerdings erst noch vertraut machen. Das Terrex Climaheat Techrock Fleece entpuppt sich hierbei relativ schnell als echtes Multitalent. An den wind-ausgesetzten Körperstellen kommt strapazierfähiges Pertex® Equilibrium Gewebe zum Einsatz, welches den Körper wirksam vor kalten Böen schützt. Das eingesetzte Polartec® Thermal Pro® Material liefert hingegen ein optimales Gewichts-Wärme-Verhältnis, sodass es sich im Aufstieg durchaus aushalten lässt.

Langsam kamen auch die Körper in Fahrt und die in zwei Gruppen aufgeteilten Tourengeher gewannen stetig an Höhe. Das Umgehen der ein oder anderen Gletscherspalte bot dabei eine interessante Abwechslung zum rhythmischen Gleichschritt, wobei das hochalpine Bergpanorama ebenso seinen Teil zum Gesamterlebnis beitragen konnte. Schee is! Allerdings wird beim „Spuren“ (wenn man es bei der eher geringen Schneeauflage überhaupt so nennen darf) bereits klar, dass wohl keine Powderabfahrt nach dem Gipfelerfolg als Belohnung winken sollte. Schade, aber das tat der positiven Grundstimmung der Gruppe keinen Abbruch – alle waren sichtlich froh, einfach nur draußen im Gebirge zu sein! Der Winter steht ja eh noch in den Startlöchern.

Terrex Agravic 3L Jacket – leichter können drei Lagen nicht sein

Das Gelände wurde zunehmend steiler und nach guten 100 Höhenmetern erreichten wir unser Skidepot. Abfellen und rauf in die Scharte! Der uns im bisherigen Aufstieg begleitende Wind machte auf dem Grat deutlich unangenehmer auf sich aufmerksam und nahm an Stärke zu. Ok, hilft ja nichts – also wurde schnell noch die Agravic 3L Jacke rausgekramt und übergeworfen. Mit einem Gewicht von gerade einmal 186g (!) wohl derzeit eine der leichtesten Drei-Lagen-Jacken am Markt. Komplett wind- und wasserdicht dank Climaproof®, nur auf das Nötigste beschränkt, aber mit allen Features ausgestattet die man am Berg braucht. Besonders praktisch: Das Leichtgewicht kann in der Jacken-eigenen Brusttasche (wie auch bei der Climaheat Agravic Down Jacke) verstaut werden. Somit gibt es zu keiner Jahreszeit mehr die Ausrede, warum man die Hardshell aus Platzgründen daheim lassen sollte. Einziger Kritikpunkt: Der Reißverschluss könnte leichtgängiger sein.

Winddicht „verpackt“ ging es also die letzten Meter in Richtung Gipfel – und nach zwei leichten Klettereinlagen standen wir auch schon am höchsten Punkt und genossen den sagenhaften Ausblick auf die Ötztaler Alpen. Keine Wolke trübte den Himmel, nur strahlende Gesichter und Gipfel-Jausen waren zu sehen: Einfach genial!

Terrex Climaheat Agravic Down Jacket – leicht & warm

Ohne in Bewegung zu bleiben, wurde es allerdings schnell frisch auf dem Gipfel. Zeit also ein weiteres Kleidungsstück aus der neuen Terrex-Kollektion einzuweihen. Die Climaheat Agravic Down Jacke wirkt auf den ersten Blick wie eine normale Isolationsjacke mit Daunenfüllung. Auf den zweiten Blick finden sich jedoch sehr durchdachte Features: Climaheat® – was ist das? Bei adidas Outdoor ein Synonym für eine spezielle Wärmeisolation. An Stellen mit hohem Wärmeverlust wird ein sich dem Körper anpassender Stretcheinsatz verarbeitet. An Ärmeln, der Hüfte oder vor allem im Nackenbereich ein sehr wirkungsvolles Gimmick. Des weiteren ist an der Jackeninnenseite jede zweite Daunenkammer breiter und lappt somit über die angrenzenden Nähte, was eine deutlich effektivere Wärmespeicherung zur Folge hat – Heat Seal Baffling wie die innovative Technologie im markeneigenen Fachjargon lautet. Die Kombination aus RDS-zertifizierten Gänsedaunen (Responsible Down Standards) mit einem Pertex® Quantum Obermaterial ergibt einen sehr leichten und wärmenden Begleiter für den Winter.

Abfahrt und auf geht’s zur zweiten Skitour

Genug der Theorie – Abfahrt ist angesagt! Für viele der Teilnehmer war es die erste in dieser noch jungen Wintersaison. Waren wir im Aufstieg noch eher skeptisch gegenüber der Schneebeschaffenheit, wurden alle positiv überrascht. So schlecht war der Schnee dann doch nicht, auch wenn etwas unberechenbar. Nur nicht verkrampfen, dann läuft alles rund! Mit dem passenden Rhythmus gelangen unsere ersten Turns der Saison doch noch ganz gut und alle kamen happy im Zeltlager an. Nach dem Sortieren des Materials fanden wir uns kurze Zeit später im gemütlichen Gemeinschafszelt ein, um uns in sehr entspannter Atmosphäre über Berge, Touren oder anstehenden Projekte auszutauschen. Frei nach dem Motto: „Hunger ist der beste Koch“ wurden wir nach einiger Zeit mit Travel-Lunch verköstigt. Allerdings kann sich das Fertigessen wirklich sehen lassen: Guter Geschmack, eine große Portion für Jedermann und für die ganz Hungrigen gab es sogar einen Nachschlag!

Fast konnte man vergessen, dass man sich auf gut 2.700m befand, bis dann doch irgendwann die Kälte in die Knochen zog und alle sich in ihren Schlafsack verkrochen. Auf dem Weg zu den Zelten durften wir noch Zeuge eines besonderen Schauspiels: ein sternenklarer Nachthimmel mit (fast) Vollmond und absolute Stille. Solche intensiven Momente lassen sich einfach nicht planen und bleiben deshalb besonders stark in Erinnerung. Nach einer eher frostigen Nacht – wohl dem, der eine kälte-abschirmende Isomatte sein Eigen nennen konnte – war gegen 7:30 Uhr Aufstehen angesagt. Ein ziemlicher Willensakt, wenn der Schlafsack dann noch richtig warm ist. Zumal alles mindestens doppelt so lange dauert, da natürlich keine Wärme vorzeitig verloren gehen soll. Im Gemeinschaftszelt sieht man dann doch dem ein oder anderen ins Gesicht geschrieben, dass die Nacht nicht besonders erholsam war. Die Aussicht auf die zweite Skitour lässt die kalten Glieder aber schnell wieder erwachen. Spätestens als die Sonne unsere Zeltstadt erreichte, war auch beim Letzten die Müdigkeit verflogen.

Terrex Skyclimb Pant – dünne und flexible Softshellhose

Auch am zweiten Tag blieb der Wind uns treu, allerdings nie so stark, dass einem die Kälte Motivation und Kraft rauben konnte. Wir kämpften zwar immer mal wieder mit fiesen Böen, im Großen und Ganzen gestalteten sich die Bedingungen für einen solchen Testevent aber mehr als optimal, da die Produkte so am besten unter Beweis stellen konnten was sie wirklich drauf haben. Kleidungs-technisch kam – wie bereits am ersten Tag – die Skyclimb Pant zum Einsatz. Mit dem Unterschied, dass diesmal die Skiunterwäsche im Zelt blieb. Anfangs noch in Sorge, ob die dünne Softshellhose nicht doch zu kalt sein könnte, wurden wir schnell eines Besseren belehrt und ging es gut klimatisiert wieder auf den Mittelbergferner. Die Bewegungsfreiheit der Tourenhose ist wirklich vorbildlich. Mit elastischen Hüftbund sowie dem zur Weitenverstellung eingesetzten Kordelzug lässt sich der Sitz um die Taille zudem noch individuell anpassen. Kleines Manko: Die Spannkraft des Kordelzugs fällt eher gering aus, was mehrfaches Nachjustieren zur Folge hat. Mit zwei Einschubtaschen, einer seitlich platzierten Netztasche und Kantenschutz an den Beininnenseiten bringt es die Hose auf jeden Fall zu einem stimmigen Gesamtpaket. Bei extrem kalten Temperaturen oder beim Freeriden im Skigebiet ist man mit einer dickeren Hardshellhose allerdings besser beraten.

Doch zurück zur Tour. Anfangs zogen wir unsere Aufstiegsspur sehr flach auf dem weitläufigen Gletscher dahin. Nach einer längeren Steilstufe legten wir in einem windgeschützten Bereich eine kurze Trinkpause ein, ein Müsliriegel wurde eingeworfen und Kräfte für den Schlussanstieg gesammelt. Gute 1,5 Stunden später werden wir nach unserem anstrengenden Aufstieg mit einem großartigen Panorama belohnt: Similaun, Zuckerhütl, Wildspitze – die großen Gipfel Tirols zeigten sich von ihrer besten Seite. Abgerundet wurde das Gesamterlebnis nur noch durch eine zünftige Gipfelbrotzeit.

tycane pro outdoor – leichter UV-Schutz für besten Durchblick

Unterwegs allgegenwärtig war immer der Wind. Dank der tycane pro outdoor Brille allerdings kein Problem für uns. Denn in diese Sportbrille hat adidas Sport eyewear das komplette Know-How aus jahrelanger Entwicklung verbaut: Mit ihren nur 28g ist sie kaum spürbar, durch verstellbare Nasenclips und Brillenbügel lässt sich die Brille zudem an nahezu jede Kopfform anpassen. Das ergonomisch geformte Face-Fit Foam Pad sorgt für ein komfortables Tragegefühl und schirmt die Augen wirkungsvoll gegen gefährliche UV-Strahlen ab und schützt vor Wind sowie Schweiß. Darüber hinaus bewirkt das abnehmbare Kopfband einen sicheren Sitz bei schnellen Bewegungen. Die obligatorische Anti-Fog Beschichtung auf der Brilleninnenseite darf natürlich auch nicht fehlen – neu ist jedoch eine hydrophobe Außenbeschichtung der Gläser, die sowohl Schmutz als auch Nässe oder Schnee direkt abperlen lässt.

Das Stichwort: „Schnee abperlen“ bringt uns dann auch schon zur finalen Abfahrt. Auch am zweiten Tag waren die Schneebedingungen … sagen wir mal … “selektiv“. Bruchharsch, gefrorene Bereiche und firnähnliche Stellen reihten sich willkürlich aneinander. Die pre-saisonale Oberschenkelmuskulatur hatte somit ordentlich zu kämpfen. Nichtsdestotrotz kamen alle gut gelaunt und mit warm gespielten Muskeln am Fuße des Gletschers an. Wobei deutlich zu spüren war, dass alle dem kommenden Winter entgegenfiebern – bestens ausgestattet mit der neuen Terrex-Winterkollektion für die Suche nach der First Line im winterlichen Gebirge. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass es uns eine Freude war, mit solch einer tollen Gruppe den Winter einzuläuten. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an das „Basecamp“-Personal, das uns die beiden Tage stets bestens versorgt hatte! So fiel die Stimmung jederzeit positiv aus und alle waren schwer vom „Gletscherleben“ angetan. Das macht Lust auf mehr – aber zum Glück hat die Skitourensaison ja gerade erst begonnen.

#livewithoutlimits

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