Webtipp – Red Bull / Patrick Seabase #Seabase1910 – Schweizer meistert „Mörderetappe“ der Tour de France mit Fixie


 
02.06.15
 

Ab 3. Juni 2015 versucht sich Patrick Seabase mit einem Fixie an der Bezwingung der ersten Bergetappe der Tour de France, die erstmals vor 105 Jahren gefahren wurde und als „Mörderetappe“ in die Geschichte der traditionellen Rundfahrt einging. Die Strecke führt den Athleten rund 300 Kilometer weit und knapp 6.000 Höhenmeter über ingesamt fünf Pässe der Pyrenäen von Bagnères de Luchon nach Bayonne. Die ganz persönliche Challenge wird online via GPS-Tracking und Live-Feed dokumentiert.

300 Kilometer und knapp 6.000 Höhenmeter in nur 15 Stunden

Sollte Seabase für die Gesamtstrecke nur 15 Stunden brauchen, so ist diese Leistung vergleichbar mit der hundertzehnfachen Besteigung der obersten Plattform des Eiffelturms in gut 45 Stunden (30 Kilometer). Die unterwegs verbrannten Kalorien entsprechen dabei gut 50 Tellern Teigwaren. Auf die Frage hin, warum sich der Red Bull Athlet dieser Herausforderung stellt, antwortet dieser: „Neben der persönlichen Herausforderung will ich in erster Linie nachvollziehen, was die Rennfahrer während der ersten Bergetappe der Tour de France durchgemacht haben – auf schlechten Straßen in der Wildnis der Pyrenäen.“

7,2 kg reinstes Karbon, keine Bremsen und hochgefährliche Abfahrten

Die Rennräder, auf denen die Radhelden im Jahr 1910 unterwegs waren, hatten mit Seabases modernem Vehikel so manche Ähnlichkeiten. Mit dem Unterschied, dass sich dieser mit einer einzigen Übersetzung begnügt, während den Radpionieren wie Lapize und seine Kollegen damals immerhin zwei zur Verfügung standen – eine für die Aufstiege und eine für den ganzen Rest. Eine Gangschaltung gab es nicht und um den Gang wechseln zu können, musste das komplette Hinterrad aus- und wieder eingebaut werden. Die besten Straßenrennräder wogen damals zwischen 10 und 13 kg und waren zumeist aus reinstem Stahl sowie Holz gefertigt. Seabase selbst fährt einen 7,2 kg schweres Karbongeschoss. Als Purist setzt er zudem auf eine Starrlaufnabe und verzichtet komplett auf Bremsen. Die Pedale drehen bei jeder Bewegung des Hinterrades mit und ermöglichen das Verlangsamen, indem die Füße lediglich Gegendruck geben oder indem er bei blockiertem Hinterrad das Bike kontrolliert schleudert. Die Abfahrten sind dadurch mindestens genauso so hart wie die Aufstiege – es kommt nur noch die Komponente der Gefahr hinzu.

Seabase meistert Mörderetappe in weniger als 13 Stunden

Nach nur 12 Stunden und 54 Minuten Fahrtzeit hatte der Berner Radpilot die fünf Pyrenäenpässe, 309 Kilometer und mehr als 7611 Höhenmeter erfolgreich bezwungen. „Ich weiß nicht, wie ich es bis hierher geschafft habe“, resümierte Seabase seine Tortour, als er in Bayonne von seinem Fixed Gear Bike steigt. Was ihm jedoch nach 15 Stunden und 52 Minuten nach dem Start präsent ist, dass er zum ersten Mal in seinem Leben an sich zweifelte und nicht sicher war, ob er die Herausforderung bewältigen kann.

Quelle: Red Bull Media House

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