Winter – IFALP Grenzenlos – Initiative fordert alpenweit einheitliche Lawinenprognose


 
05.12.19
 

Welcher Skitourengeher kennt ihn nicht – den Lawinenlagebericht. Doch nicht selten unterscheiden sich die seitens der Alpenvereine und/oder Lawinenwarndienste angebotenen Tools und Messwerte zur Bewertung der Lawinengefahr recht unterschiedlich. So kann es mitunter vorkommen, dass man bei einer Skitour im Grenzgebiet verschiedener Zuständigkeitsbereiche auf gleich drei verschiedene Lawinenlageberichte zurückgreifen kann, die jeweils andere Ergebnisse zu Tage fördern. Natürlich gehört zu einer optimalen Vorbereitung, dass man vor Ort die Lage selbst kritisch beurteilt. Aber allein für die (Vorab-)Auswahl des anbgepeilten Ziels sind die Angaben in den Lawinenprognosen mitunter essentiell. Ein Zustand, der Markus Stadler und einem ausgewählten Team an Wintersport-Experten seit langem ein Dorn im Auge ist. Aus diesem Grund haben die erfahrenen Skitourengeher nun mit “IFALP” eine Initiative ins Leben gerufen, die eine alpenweit einheitliche Lawinenprognose fordert. Mehr Infos gibt’s unter: www.stadler-markus.de

© Markus Stadler

Forderung nach grenzenloser Lawinenprognosen, denn die Berge kennen keine Verwaltungsgrenzen.

Eine Förderung, die auch für die Beurteilung der Schnee- und Lawinen situation gültig ist. Für den Alpenraum werden jedoch von insgesamt 17 Lawinenwarndiensten die unterschiedlichsten Lawinenprognosen herausgegeben. Demnach sei allein das Auffinden der jeweiligen Websiten schon eine Herausforderung. Aber auch die Darstellung der Lawinenlageberichte weichen voneinander ab und fordern vpon den Tourengehern eine gewisse Einarbeitungszeit, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Grund genug, dass sich die im Frühjahr 2019 ins Leben gerufene Initiative für eine konsistente, so weit wie möglich homogene und mehrsprachige Lawinenprognose für den gesamten Alpenraum ausspricht. Dabei geht es den Köpfen hinter IFALP vor allem um eine allgemein gültige, idealerweise mehrsprachige und für möglichst viele Tourengeher verständliche Darstellung. Auch die Zeitpunkt der Veröffentlichung sollte längerübergreifend vereinheitlicht werden. Forderungen, die nicht leicht zu stemmen sind und die bestehenden Lawinenwarndienste mit Sicherheit vor große Anstrengungen stellen dürfte. Doch nach Meinung der Initiatoren wird dieser Aufwand allein dadurch gerechtfertigt, dass zahlreiche Menschenleben gerettet werden können.

Quelle: Markus Stadler

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