Ziele – Dürrnbachhorn (1.776 m) Mittelschwere Skitour in den Chiemgauer Alpen mit Einkehrschwung


 
22.12.18
 

Die erste Skitour der neuen Wintersaison führt in den Chiemgauer Alpen fast alle Locals immer aufs hoch aufragende Dürrnbachhorn. Die Gründe sind so einfach wie verständlich: Die Route steigt mäßig an, führt durch traumhafte Winterlandschaften und ist technisch nicht allzu anspruchsvoll. Hinzu kommt eine verhältnismäßig niedrige Lawinengefahr sowie eine hohe Schneesicherheit bis in die Osterfeiertage hinein. Dennoch fordert der letzte Gipfelaufschwung oberhalb der Dürrnbachalm selbst versierten Wintersportlern ordentlich etwas ab und bietet je nach Bedingungen unverspurte Powderhänge. Die beliebte Skitour eignet sich aber durchaus auch für Einsteiger, die ins Freeriden abseits befestigter Skipisten einmal hineinschnuppern, aber dennoch auf einem präparierten Winterweg zum Einstieg abfahren wollen. Bei gutem Wetter belohnt der Gipfel zudem mit einem wunderschönen Bergpanorama auf die Loferer Steinberge, das Watzmannmassiv sowie die Südseiten von Kampenwand, Hochgern und Hochplatte in den Chiemgauer Alpen.

Los geht’s am Wander- bzw. Biathlonparkplatz kurz vorm Seegatterl. Achtung: Wer bei der Gondel steht, ist ein Stück zu weit gefahren und steigt in Richtung Steinplatte auf – eine benachbarte und nicht minder schöne Skitour. Erst führt der Weg entlang der Loipe in Richtung Wald, wo wir in den winterlichen Pfad einsteigen und uns gemächlich in Richtung Dürrnbachalm hinaufschieben. Unterwegs treffen wir nach gut einer Stunde Aufstieg erneut die Loipe, der wir ein kurzes Teilstück folgen und dann wieder links in den Wald abbiegen. Danach geht es konstant durch wunderschöne und tiefverschneite Landschaften nach oben, bis wir auf die Almen unterhalb unseres Ziels treffen. Von hier aus geht es zunehmend aufsteilend nach oben in Richtung Lifthäusl der nostalgischen Sesselbahn. Am Steilhang ist je nach Lawinenlage erhöhte Vorsicht geboten – die Spitzkehrentechnik sollte definitiv beherrscht werden. Je nach Witterung sind ggbf. auch Harscheisen vonnöten.

Kurz unterhalb des Gipfels und links oberhalb der Liftstation befindet sich auf knapp 1.600 Metern Höhe das Skidepot für all jene, die sich bis zum Dürrnbachhorn empoarbeiten wollen. Je nach Schneehöhe kann man auch direkt mit den Ski aufsteigen, was sich mitunter aber sehr mühsam gestalten kann, da der Trampelpfad durch dichte Latschenkiefer führt. Nach rund 3 Std. ist der Gipfel erreicht und bietet einen wunderschönen Rundumblick.

Anschließend geht es entlang der Aufstiegsroute wieder zurück in Richtung Dürnbachalmen, wo wir uns jedoch links halten und dem Weg in Richtung Winklmossalm und Skigebiet Steinplatte halten. Sobald wir den Wald verlassen, biegen wir entweder scharf rechts ab, um direkt auf den Winterweg mit präparierter Loipe zu treffen. Oder aber wir biegen scharf links ab und fahren ein kurzes Stück weiter ab in Richtung der gemütlichen Traunsteiner Hütte, um uns zu stärken. Anschließend geht es über den präparierten Winteranderweg zurück zum Ausgangspunkt. Je nach Schneelage kann die “Piste” bereits ein paar offene Stellen aufweisen, ebenso ist während der rasanten Abfahrt auf Biathleten und Winterwanderer zu achten.

Die wichtigsten Infos zur Skitour:

Anfahrt: ca. 1,5 Std. von München über die A8 in Richtung Salzburg, dann ab Siegsdorf über die St2098 in Richtung Ruhpolding und von dort aus dann weiter über die B305 bis nach Seegatterl
Startpunkt: Wanderparkplatz Seegatterl
Niedrigster
Punkt: Seegatterl (750 Hm)
Höchster Punkt: Dürrnbachhorn (1.776 Hm)
Einkehrmöglichkeit: Traunsteiner Hütte
Aufstieg: vom Seegatterl aus über die Dürrnbachalm (ca. 2,5 – 3 Std.)
Abstieg: über Winklmoosalm bzw. Traunsteiner Hütte (ca. 2 Std.)
Höhenmeter /  Wegstrecke gesamt: rund 1.100Hm / 15 km
Reine Gehzeit: ca. 5-6 Std.
Anspruch: mittelschwere Skitour in ungesichertem Gelände, gute Abfahrts- und Spitzkehrentechnik und Orientierungssinn im freien Gelände, Schutzgebiete beachten!
Voraussetzungen: LVS-Gerät, Lawinenschaufel, Sonde und ggbf. Harscheisen und Stirnlampe für die Abfahrt in der Dämmerung
Kartenmaterial: kompass Karte Nr. 10 “Chiemgauer Alpen”

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