Ziele – Hochgern (1.748m) Mittelschwere Bergtour in den Chiemgauer Alpen mit Blick aufs Kaisergebirge


 
14.07.18
 

Die Chiemgauer Alpen zählen – warum auch immer – nicht gerade zu den häufig besuchten Regionen der Münchner. Genauso wie das Allgäu eher selten angesteuert wird, scheint es die Isar-Preußen in der Regel an den Achensee, ins Wettersteingebirge oder ins Karwendel zu verschlagen. Sollte doch einmal die südwestliche Route eingeschlagen werden, geht’s dann direkt zum Kaisergebirge. Dabei hat der Chiemgau doch viel mehr zu bieten als nur den Chiemsee und die beeindruckende Kulisse der Kampenwand (1.669m). Dabei ist die Liste sanfter bis anspruchsvoller Gipfel schier endlos – Chiemgauer Hochplatte (1.583m), Geigelstein (1.808m), Hochfelln (1.674 m), Hochries (1.569m) oder Spitzstein (1.596m) sind nur eine kleine Auswahl an Bergen, die man unbedingt einmal besteigen sollte. Zu den mitunter schönsten und auch beliebtesten Zielen zählt jedoch der Hochgern (1.748m), der gleich von mehreren Seiten aus erreicht werden kann.

Jene, die lieber gemütlich aufsteigen wollen, starten in Marquartstein und schlendern über breite Forstwege und das Hochgern Haus zum höchsten Punkt. Wer es etwas anspruchsvoller angehen möchte, der wählt den deutlich steileren und auch etwas länderen Weg von Staudach aus. Entlang des Alplbaches geht es anfangs durch bewaldetes Gebiet in Richtung Staudacher Alm. Dort angekommen, bietet sich auf einer kleinen Hochebene die erste Gelegenheit, sich auf der bewirtschafteten Alm ein kaltes Getränk zu gönnen. Weiter geht’s dann über den recht steilen Stoaacker, der aufgrund seiner südlichen Ausrichtung durchaus schweißtreibend sein kann. Der schmale Steig erreicht nach kurzer Zeit die Flanken des Gipfels, von wo aus sich ein grandioses Panorama auf den Chiemsee und das Alpenvorland eröffnet. Nach den rund zwei Stunden Aufstieg dauert es ab hier nur noch wenige Minuten und man steht hoch oben am Gipfelkreuz des Hochgern.

Zurück geht es dann über denselben Weg, der uns wieder zur Staudacher Alm führt. Allerdings weichen wir hier nach rechts aus und folgen den Wegweisern in Richtung Vorderalm. Dabei passieren wir über sanft verlaufende Waldpfade die bewirtschafte Brachtalm (hier sind auch Übernachtungen möglich) und landen nach gut 1,5 Stunden mit wieder auf dem breiten Forstweg, der uns eingangs der Tour entlang des Bachlaufs nach oben führte. Nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir dann wieder unseren Ausgangspunkt.

Die wichtigsten Infos zur Bergtour:

Anfahrt: ca. 1,5 Std. von München über die A8 in Richtung Salzburg, dann ab Bernau über die B305 in Richtung Marquartstein
Startpunkt: Wanderparkplatz Staudach / Hochgernstraße
Niedrigster
Punkt: Staudach (540 Hm)
Höchster Punkt: Hochgern (1.748 Hm)
Einkehrmöglichkeit: Staudacher Alm / Brachtalm
Aufstieg: von Staudach über den Stoaacker-Steig (ca. 2,5 Std.)
Abstieg: über Vorderalm und Prachtalm (ca. 2 Std.)
Höhenmeter /  Wegstrecke gesamt: rund 1.300Hm / 11,5 km
Reine Gehzeit: ca. 5 Std.
Anspruch: mittelschwere Bergtour, alpine Erfahrung erforderlich
Voraussetzungen:
Kartenmaterial: kompass Karte Nr. 10 “Chiemgauer Alpen”

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