Ziele – Hochstaufen (1.771 m) Mittelschwere Bergtour auf den östlichsten Gipfel der Chiemgauer Alpen


 
28.06.19
 

Während der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen das Sonntagshorn (1.961m) ist, gilt der Hochstaufen mit seinen 1.771 Höhenmetern als die östlichste Erhebung der Gebirgsgruppe. Für die Besteigung bieten sich verschiedene Wege an. Mit zu den schönsten zählt neben den “Steinernen Jägern” von Bad Reichenhall aus auch die westliche Variante, bei welcher das kleine Örtchen Adlgass als Startpunkt dient. Das Besondere dabei: Die mittelschwere Bergtour bietet eine gute Mischung aus Waldwegen, Bachläufen und ausgesetzter Gratwanderung. Vor allem kann der teils recht ausgesetzte Aufstieg im oberen Drittel durch landschaftlich beeindruckende Ausblicke in Richtung Chiemsee und Salzburger Land punkten und wird im Gegensatz zum Normalweg deutlich weniger begangen. Allerdings sollte man die Route – sofern möglich – lieber unter der Woche angehen, da der Hochstaufen als Ziel insbesondere an Feiertagen und Wochenenden überaus frequentiert ist.

Los geht’s direkt am Wanderparkplatz Adelgass, von wo aus wir den Schildern in Richtung Hochstaufen folgen. Anschließend geht es immer entlang des Bachlaufs und über einen breiten Forstweg gemütlich in Richtung Fillersee. Hier sind vor allem an Schönwetter-Tagen jede Menge Wandertouristen und Spaziergänger unterwegs, da der Themenweg mit seinen zahlreichen Infostationen jungen wie älteren Menschen interessante Einblicke in Flora und Fauna gewährt und der smaragdgrüne Fillersee für jeden Naturliebhaber ein sehenswertes Kleinod bietet. Spätestens ab dem Abzweig auf Höhe des beliebten Bergsees lässt man jedoch den Trubel hinter sich und steigt weitestgehend allein über kleine Pfade weiter nach oben.

Auch wenn rund 4 Stunden am Wegweißer angeschlagen waren, erreicht man bei durchschnittlichem Tempo bereits nach 1 1/2 Stunden den Wandfuß des Hochstaufens. Zuvor muss nur noch ein kurzes und etwas langweiliges Stück entlang einer breiten Forststraße zurückgelegt werden. Ab hier wird es nun deutlich alpiner, denn der schmale Schotterweg führt durch felsendurchsetztes Gelände und wird mit zunehmender Höhe an manchen Stellen recht ausgesetzt. Hier sind definitiv Trittsicherheit, gutes Schuhwerk und etwas Kondition erforderlich. Nach 2 1/2 bis 3 Stunden ist der Gipfel des Hochstaufens erreicht, der sich nicht selten in Wolken gehüllt präsentiert. Wer noch einkehren will, kann ein paar Meter darunter ein kühles Getränk oder eine warme Mahlzeit auf dem Reichenhaller Haus zu sich nehmen, bevor es auf gleichem Weg wieder retour geht. Der Abstieg ist dabei definitiv nicht zu unterschätzen und sollte nicht überhastet erfolgen. Nach rund 5 bis 6 Stunden zurück im Tal bietet sich auch hier die Möglichkeit, zum Kaffee und Kuchen im Forsthaus Adlgass einzukehren.

Die wichtigsten Infos zur Bergtour:

Anfahrt: ca. 1,5 Std. von München über die A8 in Richtung Salzburg, dann ab Siegsdorf über die B306 in Richtung Inzell und von dort aus dann weiter über die B305 in Richtung Inzell und dort dann links abbiegen in Richtung Adlgass
Startpunkt: Wanderparkplatz Forsthaus Adlgass
Niedrigster
Punkt: Wanderparkplatz (ca. 780 Hm)
Höchster Punkt: Hochstaufen (1.771 Hm)
Einkehrmöglichkeit: Reichenhaller Haus oder Forsthaus Adlgass
Aufstieg: von Adlgass (ca. 2 – 2,5 Std.)
Abstieg: über Frillensee (ca. 1,5 – 2 Std.)
Höhenmeter /  Wegstrecke gesamt: rund 980Hm / 6 km
Reine Gehzeit: ca. 4-5 Std.
Anspruch: mittelschwere Bergtour mit ausgesetzten und drahtseilversicherten Passagen im oberen Drittel, sonst überwiegend leichte Bergwanderung
Voraussetzungen: festes Schuhwerk, alpine Erfahrung, Trittsicherheit, ausreichend Flüssigkeit
Kartenmaterial: kompass Karte Nr. 10 “Chiemgauer Alpen”

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