Ziele – Hündeleskopfhütte im Allgäu (1.180m) Zuchinilasagne statt Leberkas – Bayerns erste vegetarische Almhütte


 
05.04.17
 

Es gibt zahlreiche Almhütten im Alpenraum, in denen Bergsportler jeder Coleur zur wohlverdienten Rast einkehren, Schutz suchen und bei einem kühlen Getränk oder einer deftigen Brotzeit zu Kräften kommen. Doch nur wenige Hütten bieten auch vegetarische oder gar vegane Kost an. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um einen hippen Trend, den die vermeindlichen Städter mit in die Berge tragen, sondern vielmehr eine Art Lebensphilosophie. Eine jener Hütten, in der diese Lebensweise ebenso verfolgt und bei der Zubereitung von Mahlzeiten ganz bewusst auf Fleisch verzichtet wird, ist die Hündeleskopfhütte bei Pfronten im Allgäu. Betrieben wird sie von Silvia Beyer und befindet sich auf einer Höhe von 1.180 Metern traumhaft eingebettet in den Allgäuer Alpen.

Gesunde, nachhaltige und regionale Küche aus Überzeugung

Doch nicht nur die atemberaubende Kulisse ist besonders, auch die Speisekarte kann durchaus überraschen: glutenfreie Zucchinilasagne, Krautkrapfen oder Linsensuppe statt Wurstsalat und Leberkäs. Die meisten Gerichte sind Familienrezepte, die die Allgäuerin selbst zubereitet wie etwa den Dinkel-Vollkorn-Zopf. Damit wird sofort klar, dass sich vegetarische Grundsätze und die traditionelle bayerische Küche nicht grundsätzlich ausschließen müssen. Zumal viele der typischen Allgäuer Gerichte ohnehin fleischlos zubereitet werden. Gemüse, Getreide und weitere Zutaten werden übrigens von einem Demeterhof und Lieferanten aus der Region bezogen, denn nur wenn die Qualität stimmt, stimmt auch der Geschmack.

Bereits 2015 wurde die erste vegetarische Berghütte in Bayern eröffnet und wurde anfangs durchaus etwas für ihr neues Konzept belächelt. Was für viele wie ein Widerspruch klingt, hat allerdings durchaus Erfolg. So zieht die Almhütte inzwischen Gäste wie Einheimische gleichermaßen an. Die Hündeleskopfhütte hat das ganz Jahr über geöffnet. Jetzt im Frühling haben vor allem Familien die Möglichkeit, eine Wanderung mit Einkehr in die Berghütte zu verbinden, denn der Aufstieg ist auch mit dem Kinderwagen bequem zu bewältigen – das Gipfelkreuz immer im Blick. Schach-Abende, Alphornblasen oder Auftritte von Musikergruppen bringen Abwechslung auf die Hütte und locken Gäste aus Nah und Fern.

Weitere Informationen zur Hündeleskopfhütte sowie weitere Geschichten über Heimatgestalter und „traditionell andere“ Persönlichkeiten gibt’s unter: www.bayern.by/traditionell-anders

Quelle: Bayern Tourismus GmbH

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