Ziele – Streicher / Inzeller Kienberg (1.594 m) und Rauschberg (1.671 m) Mittelschwere Skitour auf den Hausberg von Inzell


 
20.02.19
 

Was der Unternberg für de Ruhpoldinger ist der Rauschberg für die Inzeller – sei es im Sommer als auch im Winter. In der kalten Jahreszeit lockt der Gipfel jedoch nicht nur wegen seines gigantischen Panoramas über das gesamte bayerische Alpenvorland und die Aussicht in die Berchtesgadener Alpen, die Salzburger Bergwelt und die Steinberge bei Lofer. Ambitionierten Skitourengehern und Schneeschuhwanderern bietet sich mit dem benachbarten Streicher / Inzeller Kienberg zugleich noch ein zweites Ziel. Bei absolut sicheren Bedingungen und ausreichend Schnee lockt zudem noch eine rassige Abfahrt durch eine nordseitig ausgerichtete Rinne – der sogenannten Roßgasse.

Los geht’s direkt an der Verbindungsstraße zwischen Inzell und Ruhpolding am Wanderparkplatz oberhalb des Froschsees bzw. den Parkplätzen entlang der Nebenstraße für die Langlaufloipen-Nutzer. Der Forstweg führt direkt in den Wald hinein und windet sich Stück für Stück nach oben. An der ersten Gabelung halten wir uns noch rechter Hand, bei der zweiten Abzweigung biegen wir leicht links nach oben ab. Ab hier steilt die Route deutlich auf, um dann nach knapp einer Stunde auf eine Art Lichtung zu geraten, wo wir das erste Mal einen Blick auf den unteren Teil der Roßgasse werfen können. Linker Hand folgen wir wieder der Forststraße, direkt unterhalb einer Steilwand, die wir in einem großen Rechtsbogen passieren. Danach steigen wir Stück für Stück nach oben, bis sich der Ausblick auf den Chiemsee und das Alpenvorland im Norden öffnet. Vor uns breitet sich der Sattel zwischen Streicher (links) und dem Rauschberg (rechts) aus.

Hier kann man nun nach rund 2 bis 2,5 Stunden entscheiden, welches Ziel man anvisieren will. Der Gipfel des Streichers ist nach gut einer halben Stunde erreicht, indem man sich sanft ansteigend über breite Hochalmwiesen und zwischen vereinzelten Kieferwäldern zum aussichtsreichen Grat emporschiebt. Wer den Rauschberg angehen will, muss noch knapp eine Stunde mehr einplanen und sich rechter Hand halten, um in einem großen Bogen auf den Gipfel zu steigen. Die Strapazen werden nicht minder gut belohnt und bieten mit dem Rauschberghaus zudem eine Einkehrmöglichkeit. Bei der Abfahrt lockt bei guten Bedingungen die steile und nicht selten mit feinem Powder ausgefüllte Roßgasse. Diese trifft auf halber Höhe wieder auf die Abfahrtsspur vom Streicher zusammen, von wo aus es dann entlang der Aufstiegsspur wieder quer durch den Wald zum Ausgangspunkt zurückgeht.

Die wichtigsten Infos zur Skitour:

Anfahrt: ca. 1,5 Std. von München über die A8 in Richtung Salzburg, dann ab Siegsdorf über die B306 in Richtung Inzell und von dort aus dann rechts abbiegen auf die B305 in Richtung Ruhpolding bis zum Langlaufparkplatz am Froschsee bei Rauchbichl
Startpunkt: Parkplatz Bärnstüberl
Niedrigster
Punkt: Rauchbichl / Froschsee (ca. 860 Hm)
Höchster Punkt: Streicher (1.594 Hm) bzw. Rauschberg (1.671 Hm)
Einkehrmöglichkeit: Rauschberghaus
Aufstieg: von Rauchbichl / Froschsee (ca.  2,5 bis 3 Std.)
Abstieg: über Aufstiegsspur (ca. 1,5 Std.)
Höhenmeter /  Wegstrecke gesamt: rund 800Hm / 6 km
Reine Gehzeit: ca. 2-3 Std.
Anspruch: mittelschwere Skitour in weitestgehend lawinensicherem Gelände, ggbf. vereiste Passagen im Wald
Voraussetzungen: LVS-Gerät, Lawinenschaufel, Sonde und ggbf. Harscheisen
Kartenmaterial: kompass Karte Nr. 10 “Chiemgauer Alpen”

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