Ziele – St. Anton am Arlberg Arlberger Kletterparadies – von Haizähnen, Türmen und kantigen Schluchten


 
23.09.14
 

Enge Spalten, luftige Überhänge, zerklüftete Kämme – in der hochalpinen Gipfelwelt rund um St. Anton am Arlberg stehen rund 70 Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Wahl. Ein Muss für erfahrene Kletterer ist aber auch der Arlberger Klettersteig – er zählt zu den „Extremklassikern“ im Alpenraum. Dort können Alpinisten sogar auf Tuchfühlung mit Haizähnen gehen.

Arlberger Klettersteig – 2.000 m Stahlseil und 1.050 Seilklemmen

Der knapp zwei Kilometer lange Klettersteig gehört wohl zu den schönsten, aber auch schwersten Via Ferratas der Alpen. Gut abgesichert aber zum Teil sehr exponiert, verläuft er hoch über St. Anton an einem langen Grat bis zur Weißschrofenspitze. Nach dem Einstieg auf 2.543 Metern (unweit der Bergstation Vallugagrat) wird recht schnell klar, was die Alpinisten unterwegs erwarten wird, wenn die Route vom ersten Turm rund 20 Meter und nahezu senkrecht hinabführt (Schwierigkeitsgrad C/D). Die Schlüsselstelle liegt jedoch an der darauffolgenden Felswand auf dem Weg hinauf zur Knoppenjochspitze (D). Von dort geht es dann über einen zweiten ausgesetzten Abstieg (C/D) und eine leichte Gratpassage weiter in Richtung Lorfekopf.

Hier nimmt man sich am besten Zeit für Entscheidungen: Wer mag, steigt hier von der Lorfescharte ab und wandert über einen gemächlichen Pfad hinunter zum Kapall. Wer noch nicht genug hat, wagt sich über den Lisungrat zum nächsten Highlight – den sogenannten „Haizähnen“ mit ihren markanten Zacken und Türmen. Nach einem leichten Abschnitt führt der Grat schließlich über kurze Steilstufen (C/D) hinauf zum höchsten Punkt: der Weißschrofenspitze auf 2.752 Metern. Bei guter Sicht werden Kletterer hier schon mal mit Ausblicken bis zum Bodensee belohnt. Noch einmal heißt es dort Kraft tanken, denn der Abstieg hinunter zur Bergstation der Kapallbahn über teils kraftraubende Passagen (C/D) ist nicht zu unterschätzen. Je nach Witterung und Kondition sind für die Strecke rund 4 bis 6 Stunden einzuplanen.

Kletterrouten in und um St. Anton am Arlberg

Im Klettergarten „Schnanner Klamm“ sorgen etwa 40 Routen (Schwierigkeitsgrad 3 bis 9) für den alpinen Kletterspaß und das nötige Adrenalin. Entlang der wildromantischen Gesteinswände können sich auch Boulderer an bis zu acht Meter hohen Wänden ausprobieren. Rund um die Darmstädter Hütte und Kuchenspitze mit 3.148 Metern ist zudem ein solide abgesichertes Gneis-Klettergebiet entstanden. Hier befinden sich sieben Klettergärten mit rund 70 weiteren Routen. Und wer auch bei schlechter Witterung nicht aufs Klettern verzichten mag, kann sich im Sport- und Kletterzentrum arl.rock so richtig auspowern. Insgesamt suchen dort 65 Indoor- und 30 Outdoor-Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9 ihren Meister. Auch der gut 80 Quadratmeter große Boulderbereich bietet Routen mit eigenen Bereichen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten.

Weitere Informationen unter: www.stantonamarlberg.com

Quelle: Tourismusverband St. Anton am Arlberg

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