Testbericht – Salomon Sense Ride 3 Komfortabler Laufschuh für flowige Trails und knackige Bergabenteuer


 
18.10.19
 

Im Bereich Trailrunning hat die französische Outdoormarke Salomon mit Lauf- Workshops, Community-Läufen und gesponserten Laufevents konsequent in das Wachstum des immer beliebteren Bertgsports investiert. Seit Jahren entwickelt sich das Laufen abseits von Asphaltstraßen weltweit immens und sorgt laut einer Studie der Outdoor Industry Association von 2018 allein in den USA für eine Verdoppelung der aktiven Sportler. Außerdem stieg das durchschnittliche Interesse am Trailrunning innerhalb der Zielgruppe der 18 bis 24-jährigen US-Amerikaner in den letzten vier Jahren um 10 Prozent. Dazu trägt unter anderem auch spezielle Ausrüstung bei, die den Einstieg in den nicht mehr ganz so neuen Trendsport erleichtern. Hierzu zählt ganz besonders ein Allrounder-Schuhmodell, das wir bereits bei dessen Markteinführung im Frühjahr 2017 testen durften – der Sense Ride.

Vor allem die gelungene Kombination aus komfortablem Straßenlaufschuh und technischen Eigenschaften eines Geländeschuhs machen den Sense Ride zur idealen Wahl für Einsteiger und ambitionierte Hobby-Läufer. Entwickelt für Trailrunner jeder Couleur und für Straßenläufer, die sich gerne auch einmal abseits der Straße bewegen wollen. Im Frühjahr 2020 kommt mit dem Salomon Sense Ride 3 nun die dritte Generation des Multitalents auf den Markt. Wir durften das vielseitige Trailrunning-Talent bereits vorab für euch testen, bevor dieser ab Frühjahr 2020 im Handel erhältlich sein wird.

Salomon Sense Ride 3 – komfortabler und leichter Trailrunning-Schuh mit stattlicher Dämpung sowie 8mm Sprengung.

In erster Linie ist der neue Sense Ride 3 von Salomon ein Trailschuh für jeden Tag. Der Allrounder orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen von Straßenläufern als auch den nötigen Grundeigenschaften von Trailrunnern. So bietet der vielseitige Laufschuh demnach niht nur ausreichend Komfort und eine weiche Polsterung, sondern auch ausreichend Grip und Stabilität für einen Ausflug ins Gelände. Laut Hersteller sorgen trail-spezifische Funktionen wie eine Anti-Rutsch- Sohle, ein Anti-Debrid Mesh und eine hauseigene Contagrip-Außensohle für zusätzlichen Halt und optimalen Schutz.

Dank des über die Jahre hinweg gesammelten Know-Hows im Straßenlauf-Segment bietet der Sense Ride 3 zudem ein gewisses Plus an Polsterung. Eine optimierte Zwischensohle mit spezieller Optivibe Vibrationsreduzierung und eine entkoppelte Sohle sollen ein dauerhaft angenehmes Laufgefühl sicherstellen. Das weiche , atumgsaktive Mesh-Obermaterial bietet dank endo- und sensiFit-Technologie ausreichend Stabilität, während der robuste aber dennoch flexible Profeel Film die Füße vor scharfkantigen Steinen und hartem Wurzelwerk schützt. Die eigens entwickelte Contragrip® Außensohle aus Vollgummi verspricht zudem erstklassige Trittfestigkeit und optimalen Halt in ruppigen Trails.

Das af-Testurteil von Veit: Vielseitiger Allrounder mit perfektem Mix aus optimaler Dämpfung, niedrigem Gewicht und top Grip

Früher oder später erwischt es jeden Laufsportler einmal: So auch mich. Während ich jahrelang meine Runden über Asphaltwege und auf ebenerdigen Schotterpisten oder Feldwegen drehte, fehlte es mir lange Zeit an nichts. Lediglich die Abwechslung kam zu kurz und es fehlte irgendwie an einer gewissen Herausforderung. Das änderte sich schlagartig mit den ersten “Gehversuchen” im Gelände. Anfangs noch mit multifunktionalen Schuhen wie dem LOWA Innox unterwegs, mangelte es schnell am richtigen Schuhwerk. Abhilfe schafften speziell fürs Gelände ausgestattete Modelle. Den bisher gelungendsten Spagath aus Straßenlaufs- und Trailrunning-Schuh bot der Sense Ride von Salomon. Für den Einstieg in den Berglaufsport die ideale Wahl, bietet der Allrounder doch sowohl den Komfort eines “Asphalttreters” als auch die nötige Stabilität bzw. Griffigkeit eines “Geländegängers”. Nur in puncto Dämpfung und Haltbarkeit gab es für die erste Generation deutlich Abzüge.

Während die zweite Generation irgendwie an mir vorbeigegangen sein muss, platzte der dritte im Bunde in die mittlerweile vielfältige Gesellschaft meiner Laufschuhe. Mein erster Gedanke war: “Was soll ich jetzt mit einem Einstiegsschuh?”, schließlich laufe ich inzwischen bis zu 60 Kilometer lange Strecken. Doch dann erinnerte ich mich daran, dass ich mit dem Sense Ride auch so manches Bergabenteuer erlebt habe, multifunktional wie er nun einmal ist. Aus diesem Grund ging es denn auch direkt auf eine “alpine Wanderung” mit über 1.300 Höhenmeter hinauf zum Ellmauer Tor und dem Goinger Halt im Wilden Kaiser. Als wären wir nie getrennt gewesen, fühlte sich der Trailschuh am Fuß an wie ein alter Bekannter. Die sockenartige Passform bildet dank EndoFit™Technologie eine wunderbare Einheit mit dem Fuß – kein Schlupfen an der Ferse und keine Druckstellen rund herum. Zwar fällt der Leisten recht schmal aus, durch das weiche Mesh-Obermaterial fühlt sich aber selbst ein breiter Fuß darin recht wohl. Dazu trägt auch das Quicklacing bei, wodurch die Schnürung notfalls sogar einhändig bedient werden kann.

Trotz 8mm Sprengung steht man relativ flach im Schuh, verspürt aber dennoch einen gewissen Vortrieb. In verblocktem Gelände und beim Downhill trägt auch die optimierte Zwischensohle zum Tragekomfort bei, die nun deutlich mehr Dämpfung bietet als noch die erste Generation. Auch die Contagrip-Außensohle ist gefühlt bissiger geworden – vor allem bei Nässe. Vieles am Oberschuh wurde optimiert: So fällt vor allem auf, dass die seitlich platzierten Verstärkungen einer flexiblen, aber stabilen “Laminierung” gewichen sind. Auch auf die Zehenkappe wurde mehr oder weniger komplett verzichtet. Stattdessen ziert an der Schuhspitze nun ein Profeel Film die neueste Generation des Sense Ride und ersetzt den bisherigen Plastiküberzug. Eine flexible Verstärkung der Zehenbox, die deutlich mehr Bewegungsfreiheit bietet und beim Downhill nicht stört als beim Vorgänger. Last but not least fällt auch das Stollenprofil der Außensohle markanter aus, das nun vor allem auf feuchtem oder schlammigem Untergrund einen verbesserten Grip bietet.

Gesamtfazit – die Vor- und Nachteile im Überblick:

Der Sense Ride 3 ist der ideale Laufschuh für all jene, die sich sowohl auf der Asphaltstraße als auch abseits befestigter Wege im Gelände pudelwohl fühlen. Somit kann der Allrounder als optimales Gesamtpaket punkten, das sowohl Einsteiger als auch ambitionierte Trail-Aspiranten jede Menge Spaß bereitet. Die Entwickler von Salomon haben definitiv ihre Hausaufgaben gemacht und einen grundsoliden Trailschuh entwickelt, der nicht nur auf kurzen und mittleren Distanzen zum Einsatz kommt, sondern auch beim Speed-Hiking oder alpinen Abenteuern.

+ optimaler Grip bei allen Bedingungen
+ trotz weichem Oberschuh wirklich gute Traktion
+ sehr bequemer Tragekomfort
+ perfektes Abrollverhalten
+ atmungsaktives Mesh-Material für bestes Fußklima

– Zugsystem drückt etwas beim Downhill auf den Spann

Die Details:
Besonderheiten:
EndoFit™Technologie mit innenliegendem Schaft für optimale Passform, Contagrip® Außensohle, Oberschuh mit Profeel Film Verstärkungen, OrthoLite® Einlegesohle, Quicklace Schnellschnürung
Material:
Synthetik, Meshmaterial
Sprengung: 8 mm
Farben: Black, Ebony, Lead /Balsam Gr, Vaniulla, Sulphur / White, Balsam Gr / Weather, Pearl Blue, Lapis / Blue, Smoke Blu, Lemon Zest
Gewicht: ca. 280 Gramm (560 pro Paar, UK 8,5)
Preis: voraussichtlich 129,95 Euro (UVP)

*Hinweis der Redaktion zur Kennzeichnungspflicht: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Über den Produktwert hinaus flossen keine weiteren Zahlungen oder Gegenleistungen. Das Urteil der Redaktion ist dennoch unabhängig und die spezifischen Marken haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.

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